09.08.2011, 19:08 Uhr | t-online mit Material von dpa-tmn
Umckaloabo: Verdacht auf Leberschäden. (Foto: imago)
Vor kurzem warnte die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker vor dem rezeptfreien Medikament Umckaloabo. Die Einnahme könne zu Leberschäden führen, hieß es. Auch die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AdkÄ) wies auf mögliche Leberprobleme hin und berichtete von dem Fall eines 40-jährigen Mannes, dessen Leberbeschwerden sie mit der Einnahme von Umckaloabo in Zusammenhang brachte. Der Hersteller, die Firma Spitzner, wehrt sich inzwischen gegen die Darstellung der AdkÄ und hält einen Zusammenhang in diesem Fall für unwahrscheinlich.
Die AkdÄ berichtet auf ihren Internetseiten von einem 40-jährigen Mann, der wegen einer Erkältung Umckaloabo einnahm. Danach kam es bei ihm zu Schmerzen im Oberbauch und zu einer Gelbfärbung der Haut. Daraufhin ließ er sich stationär behandeln. Die Ärzte stellten eine Hepatitis fest, die sie auf die Einnahme von Umckaloabo zurückführten, heißt es. Darüber hinaus berichtet die AdkÄ, dass bis Anfang Juni 2011 im deutschen Spontanmeldesystem insgesamt 145 Verdachtsberichte unerwünschter Arzneimittelwirkungen von Umckaloabo erfasst seien. Hier geht die AkdÄ von einem "wahrscheinlichen Kausalzusammenhang" mit dem Mittel aus. "Der Zusammenhang mit einem Arzneimittel muss nicht gesichert sein, der Verdacht reicht aus", erläutert Professor Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission (AMK) in Berlin.
Schulz warnte deshalb auch andere Patienten: Wer nach der Einnahme des Mittels gegen Bronchitis und Erkältung Hautausschlag, Juckreiz oder unspezifische Schmerzen im oberen Bauch bei sich bemerkt, sollte seinen Arzt oder Apotheker darüber informieren. Denn beginnende Leberschäden zeigten keine eindeutigen Symptome.
Der Hersteller Spitzner betonte in seiner Stellungnahme gegenüber t-online.de, dass es sich bei Umckaloabo um ein "gut verträgliches und sicheres Arzneimittel" handele. Diese Beurteilung beruhe auf den Daten von circa 10.000 Studienteilnehmern. Auf dieser Grundlage wurde auch die Wahrscheinlichkeit von Lebernebenwirkungen erhoben. Sie entspricht laut Spitzner einer Häufigkeit von 1 bis 10 bei 1.000 Behandelten und sei damit "sehr selten". Das Medikament dürfe bei bekannten Unverträglichkeiten gegen einen der Inhaltsstoffe sowie bei bekannten Funktionsstörungen der Leber nicht eingenommen werden. Dennoch werde die Gebrauchsinformation vorsorglich erweitert, erklärte der Pharmahersteller.
Der aktuelle Fall des 40-jährigen Mannes sei dem Unternehmen bekannt gewesen, betont Spitzner in einer weiteren Stellungnahme. Man habe den Fall aufgrund der vorliegenden Daten bewertet und dem Bundesamt für Arzneimittel (BfArM) gemeldet. Aus Sicht von Spitzner fehlten dennoch weitergehende Informationen über den Gesundheitszustand des Mannes. Der Medikamentenhersteller stuft den Fall deshalb als "nicht beurteilbar" ein. Angesichts der Daten der AdkÄ sieht Spitzner sogar "starke Hinweise darauf, dass bei dem Patienten bereits vor der Einnahme von Umckaloabo eine virusbedingte Leberentzündung (Hepatitis) bestanden hat". Ein Zusammenhang mit der Einnahme Umckaloabo sei damit unwahrscheinlich.
t-online mit Material von dpa-tmn
Idefix schrieb:
am 1. August 2011 um 21:21:40
(8)
(2)
Zu Risiken....
...befragen sie ihren Arzt oder Apotheker.Meine Mutter ist an den abhängig machenden Pillen noch kränker geworden,als sie
war.Der Beipackzettel verspricht fast mehr Nebenwirkungen,als es helfen soll.Doch das interessiert die Pharmazie herzlich wenig.Ist doch klar daß die gegen die Naturheilmittel schießen,weil sonst der Rubel nicht mehr rollt!Es ist an der Zeit,daß Pharmazie und Naturheilkunde Hand in Hand gehen,um dem Menschen zu helfen...nicht dem eigenen Profit!!!!!!
mehr
Kommentar melden
FS schrieb:
am 1. August 2011 um 21:00:56
(5)
(3)
Umckaloabo
Eine Erkaeltung dauert mit Medikamenten ca. 14 Tage,ohne ca.2 Wochen.Versucht es doch einfach mal mit Kamillen-Schwitzbad.Das ist
billiger und die Erkaeltung ist nach 14 Tagen auch vorbei.
mehr
Kommentar melden
Lichtkrieger schrieb:
am 1. August 2011 um 20:57:35
(7)
(1)
Pharma
@ Onkel Franz . Genau wie damals mit dem Zimtpräparat gegen Diabetes. Die sehen Ihre Fälle davon schwimmen. Die leben doch von den
Folgeschäden der Nebenwirkungen , da können die pflanzlichen Mittel denen doch keinen Strich durch die Rechnung machen .Zudem würden ja die Krankenkassenkosten sinken. Nur gut das ein jeder seinen freien Willen hat.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.
