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Krebs: Warnsignale für die häufigsten Krebserkrankungen

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Alarmsignale für die häufigsten Krebserkrankungen

07.02.2011, 16:13 Uhr | tze

Warnsignale für Krebs: Je früher Krebs erkannt wird, desto eher ist er heilbar. (Foto: imago)

Je früher Krebs erkannt wird, desto eher ist er heilbar. (Foto: imago)

An Krebs erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 450.000 Menschen.Wir nennen Ihnen typische Alarmsignale des Körpers bei den häufigsten Krebsarten Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs, basierend auf Informationen der Deutschen Krebshilfe. Wichtig zu wissen: Da Tumore oft erst im fortgeschrittenen Stadium derartige Beschwerden bereiten, sollte man regelmäßig zur Krebsvorsorge gehen. Einzelne der Symptome können auch von anderen Krankheiten herrühren oder harmlose Ursachen haben. Aber es sind Auffälligkeiten, die Sie vom Arzt abklären lassen sollten, um eine mögliche Krebserkrankung so früh wie möglich zu erkennen.

Prostatakrebs: Probleme beim Wasserlassen

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung beim Mann. In Deutschland erkranken daran jährlich rund 64.000 Männer, durchschnittlich im Alter von 69 Jahren. Da Prostatakrebs meistens sehr lange unentdeckt bleibt, sollten Männer schon im mittleren Lebensalter regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen Männern ab 45 Jahren einmal jährlich eine Tastuntersuchung. Zudem gibt es eine Blutuntersuchung, den PSA-Test, der jedoch derzeit nicht von den Krankenkassen bezahlt wird. Prostatakrebs verursacht erst Beschwerden, wenn der Tumor schon eine kritische Größe erreicht hat. In diesem Stadium treten folgende Symptome auf, mit denen Sie umgehend zum Arzt gehen sollten:

  • Schmerzen in der Prostata
  • Probleme beim Wasserlassen und / oder Stuhlgang
  • Blut im Urin
  • vermeintliche Ischias-Schmerzen
Lifestyle
Dem Brustkrebs auf der Spur

Jede 10. Frau in Westeuropa erkrankt an Brustkrebs. Daher ist Vorsorge und die richtige Therapie unverzichtbar. zum Video

Brustkrebs: Verformungen der Brust

Brustkrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Frauen. Jährlich erkranken über 59.000 neu, und rund 17.000 sterben daran. 40 Prozent der betroffenen Frauen sind jünger als 60 Jahre. Auch Männer können in seltenen Fällen an Brustkrebs erkranken. Um Anzeichen für Brustkrebs frühzeitig selbst zu erkennen, sollten sich Frauen regelmäßig die Brust abtasten und auf für Brustkrebs typische Veränderungen achten:

  • Knoten in den Brüsten oder Achselhöhlen
  • Veränderte Form der Brüste
  • eingezogene Brustwarzen
  • Flüssigkeitsaustritt an den Brustwarzen
  • Hautveränderungen
  • unerklärlicher Gewichtsverlust

Darmkrebs: Verstopfung und Blut im Stuhl

Darmkrebs ist sowohl bei Frauen also auch bei Männern die zweithäufigste Krebsart. Jedes Jahr gibt es in Deutschland 73.000 Neuerkrankungen und 26.700 Todesfälle durch Darmkrebs. Typische Alarmsignale für Darmkrebs sind

  • unerklärbare Verdauungsprobleme wie Verstopfung oder Durchfall
  • krampfartige Bauchschmerzen
  • Blut und / oder Schleim im Stuhl
  • Blässe und Blutarmut (infolge von Blutungen im Darm)
  • starker Gewichtsverlust und Schwächegefühl

Lungenkrebs: hartnäckiger Husten und Atemnot

Lungenkrebs ist die dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Jährlich erkranken etwa 35.000 Männer daran. Zwar sind Männer mehr als doppelt so häufig betroffen, doch bei Frauen nimmt die Zahl der Fälle deutlich zu. Experten erklären das damit, dass immer mehr Frauen rauchen. Tabakkonsum gilt als Hauptursache für Lungenkrebs, da Zigarettenrauch viele krebserregende Substanzen enthält. Auch Nichtraucher sind gefährdet, wenn sie den Qualm einatmen. Daneben können Giftstoffe wie Asbest sowie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe Lungenkrebs begünstigen. Alarmsignale für Lungenkrebs sind

  • anhaltender Husten
  • Husten mit blutigem Auswurf
  • Atemnot
  • Erkältung und Bronchitis klingen trotz Antibiotika nicht ab
  • Schmerzen im Brustkorb
  • unerklärlicher Gewichtsverlust

Diese Krebsvorsorge zahlt die Krankenkasse

Im Rahmen des gesetzlichen Krebsvorsorgeprogramms bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen folgende Untersuchungen:
- für Männer und Frauen ab 35 Jahren alle zwei Jahre Hautkrebs-Screening
- für Frauen ab 30 Jahren einmal jährlich Brust- und Hautuntersuchung mit Abtasten von Brust und Lymphknoten sowie der Anleitung zur Selbstkontrolle
- für Frauen ab 50 einmal jährlich Dickdarm- und Rektumuntersuchung und Hämokkulttest auf Blut im Stuhl
- für Frauen von 50 bis 69 alle zwei Jahre Mammografie
- für Frauen ab 55 zweimal im Abstand von zehn Jahren Darmspiegelung oder alle zwei Jahre Hämokkulttest
- für Männer ab 45 einmal jährlich Prostata-, Genital- und Hautuntersuchung
- für Männer ab 50 einmal jährlich Dickdarm- und Rektumuntersuchung und Hämokkulttest auf Blut im Stuhl
- für Männer ab 55 zweimal im Abstand von zehn Jahren Darmspiegelung oder alle zwei Jahre Hämokkulttest.

Ausführliche Informationen über Krebserkrankungen gibt es unter anderem auf der Homepage der Deutschen Krebshilfe und des Deutschen Krebsforschungszentrums.


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Kommentare (33)

zum Forum

Thema: "Krebs: Warnsignale für die häufigsten Krebserkrankungen"

Susanne schrieb: am 8. Februar 2011 um 17:44:37
(66) (1) Vorsorge
ich bin der meinung das solche Vorsorgen schon viel früher sein müssen!!! Bei mir wurde der Krebs kurz vor meinem 30. Geb.
diagnostiziert, ich hatte kaum Chance habe es dann aber doch geschafft indem ich auch nicht immer gleich auf die erste Meinung gehört habe. Lt. Aussagen verschiedener Ärzte war der Krebs schon min 10 Jahre in meinem Körper um so weit fortgeschritten zu sein. Und dann beschweren sich noch welche über solche Untersuchungen. kaum zu glauben !
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Struffo schrieb: am 8. Februar 2011 um 17:39:50
(26) (11) Prostakrebs
Die bittere Wahrheit: egal ob nervenschonend operiert oder nicht, "Mann" bleibt für immer impotent. Alle genannte Mittel helfen
nicht, kosten nur Geld und haben Nebenwirkungen. Einzige Alternative: Penisimplantat. Es wird verschwiegen, weil Mann sich schämt und Ärzte fürchten Männer gehen nicht zur Vorsorge!Ich habe keine Prostata, bin nämlich eine Frau und erlebe das Drama jeden Tag. Egal ob S.K.A.T, Viagra usw.. ohne Prostata geht nichts mehr!!!!
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Ramses schrieb: am 8. Februar 2011 um 17:34:58
(90) (6) frage
Fragen wir doch mal die Nahrungsmittelindustrie wie sich ihre zusatzstoffe und chemikalien in unseren körper
wohlfühlen????..................nicht um sonst steigt die krebsrate jährlich an.
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