28.11.2011, 09:29 Uhr | ag
Fettes Essen kann der Leber schaden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Nicht nur Alkohol schadet der Leber, auch zu fettes Essen kann zu einer sogenannten nicht-alkoholischen Fettleber (NAFLD) führen. Besonders übergewichtige Menschen sind davon betroffen. Mediziner vermuteten bislang, dass die Lebenserwartung dieser Patienten stark reduziert sei. Jetzt behaupten Forscher an der Johns Hopkins University in Baltimore das Gegenteil. Sie sagen: Die Fettleber ist nur halb so schlimm wie gedacht - solange sie nicht alkoholbedingt ist.
Die Datenanalyse der Studie basierte auf einer Beobachtung von 11.371 Amerikanern im Alter zwischen 20 und 74 und erstreckte sich über 18 Jahre. Dabei konnten die Wissenschaftler keine erhöhte Sterblichkeit unter den Studienteilnehmern mit einer Fettleber feststellen. "Darüber waren wir selbst überrascht", erklärt Studienleiterin Mariana Lazo im im „Britisch Medical Journal“. Eigentlich hätte das Forscher-Team erwartet, eine Bestätigung dafür zu bekommen, dass eine Fettleber die Lebenserwartung verkürzt. Am Ende der Studie waren 1.836 Teilnehmer gestorben - 716 davon an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, 480 an Krebs und 44 an einer anderen Lebererkrankung. Warum die nicht-alkoholische Fettleber offensichtlich keine Gefahr für das Leben darstellt, kann die Forscherin nicht genau sagen. Lazlo vermutet jedoch "Es sieht so aus, als ob die Fähigkeit der Leber, Fett anzuhäufen, den Körper von schädlichen Einflüssen wie durch Übergewicht und Diabetes sogar eher schützt",
Übermäßiger Alkoholkonsum ist eine Ursache für Fettleber, allerdings nicht die häufigste. Als Feind Nummer eins bezeichnen die Ärzte der Leberstiftung das so genannte "Metabolische Syndrom". Dies ist eine Stoffwechselstörung, die durch ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht hervorgerufen wird und auch mit Diabetes und Bluthochdruck einhergeht. Wird die Leber zu stark mit Zucker, Fett oder Alkohol belastet, lagert sie Fett ein und entwickelt sich zur Fettleber. Sie verursacht nur wenig Beschwerden, gelegentlich spüren Betroffene ein leichtes Druckgefühl im Oberbauch. Grundsätzlich kann sich eine Fettleber wieder erholen. Werden die Ursachen jedoch nicht ausgeräumt, kann sich langfristig eine Leberentzündung oder sogar eine lebensgefährliche Leberzirrhose entwickeln, bei der das Lebergewebe großflächig abstirbt.
Nicht nur Alkohol und Fett schaden der Leber. Auch Medikamente, wie zum Beispiel Paracetamol, oder Pilz- und Umweltgifte können Leberschäden hervorrufen. Da Lebererkrankungen oft durch Hepatitis-Viren ausgelöst werden, sollten Sie mit Ihrem Arzt die Möglichkeit einer Impfung besprechen. Um seiner Leber jeden Tag etwas Gutes zu tun, kann man mit gesunden Lebensmitteln Lebererkrankungen vorbeugen. Gesättigte Fettsäuren aus fettem Fleisch oder Wurst sollten möglichst selten auf den Tisch kommen. Gut ist dagegen die reichliche Aufnahme von ungesättigten Fettsäuren, insbesondere Omega-3-Fettsäuren, aus pflanzlichen Fetten und Kaltwasserfischen wie Seelachs, Makrele oder Hering. Darauf weist Wolfgang Wesiack vom Berufsverband Deutscher Internisten in Wiesbaden hin. Die wertvollen ungesättigte Fettsäuren senken die Blutfette und unterstützen den Aufbau vieler wichtiger Stoffwechselprodukte. Statt in Butter oder Öl zu braten, sollte der Fisch gedünstet, also ohne Fett erhitzt werden.
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ag
Willi D. schrieb:
am 28. November 2011 um 18:17:09
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Fettleber
Menschen mit einer Magerleber, die sich weitgehend fettfrei ernähren, werden auch nicht älter als Menschen mit einer Fettleber.
Sehen aber ihr ganzen Leben lang schrumpelig und faltig aus. Ich bleibe bei Schweinebraten, Rotwein und Schnaps, denn man lebt nur einmal. P.S. Fast alle Europäer haben eine Fettleber.
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a.konrad schrieb:
am 28. November 2011 um 17:34:53
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(10)
fettleber
wann endlich wird erkannt,das rauchen das gesündeste überhaupt ist.heute so morgen so!
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Icke schrieb:
am 28. November 2011 um 17:22:19
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@Manni Pulator
"Gesättigte Fettsäuren aus fettem Fleisch oder Wurst sollten möglichst selten auf den Tisch kommen." Ich gehe
stark davon aus, dass diese Studie NICHT von der Fleischindustrie bezahlt wurde. Dieses Ergebnis würde denen dann nämlich gar nicht schmecken..........
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