21.08.2009, 11:06 Uhr | AP, cme
Oxycholesterin steckt vor allem in gebratenem und verarbeitetem Fleisch. (Foto: imago)Ein hoher Cholesterinspiegel steigert das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall. In schlechtem Ruf steht vor allem das "böse" LDL-Cholesterin. Chinesische Forscher haben nun eine Variante des Blutfetts ausgemacht, die offenbar noch weit gefährlicher ist. Dieses Oxycholesterin tritt vor allem in gebratenen und industriell gefertigten Lebensmitteln wie etwa Fast-Food-Produkten auf.Oxycholesterin entsteht durch die Oxidierung von Fetten etwa beim Braten, aber es steckt auch in den berüchtigten Transfettsäuren, die seit Jahren zunehmend im Visier von Ernährungsforschern stehen.
Schädlich oder nicht? Die wichtigsten Antworten zu Cholesterin
In manchen Produkten stellen oxidierte Cholesterinprodukte bis zu zehn Prozent des gesamten Cholesterins. Wie Oxycholesterin den Organismus beeinflusst, untersuchten Forscher der Chinesischen Universität Hongkong an Hamstern. Demnach treibt diese Substanz die Blutfettwerte um bis zu 22 Prozent stärker in die Höhe als nicht oxidiertes Cholesterin. Zudem lagert sich die oxidierte Variante in den Blutgefäßen stärker ab und beeinträchtigt auch die Elastizität von Venen und Arterien in besonderem Maße. Beides erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Diese schädlichen Auswirkungen könne eine Ernährung mit vielen Antioxidantien, die etwa in Obst und Gemüse stecken, bremsen, sagte Studienleiter Zhen-Yu Chen auf einer Chemikertagung in Washington. Unklar sei dagegen, ob Statine, die die Blutfettwerte senken, auch gegen Oxycholesterin helfen. Als gesichert gilt hingegen, dass eine mediterrane Ernährung, die arm an tierischen Fetten ist, den Cholesterinspiegel senkt. Auch regelmäßige Bewegung beeinflusst die Cholesterinwerte positiv.
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Quelle: dpa
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