08.04.2011, 10:31 Uhr | lac, jlu
Rund vier Millionen Deutsche leiden an einer kranken Leber. Alkohol gilt als einer der größten Risikofaktoren. Was viele nicht wissen: Auch eine falsche Ernährung kann die Leber schädigen. Sie ist zum Beispiel häufig für die Fettleber verantwortlich, an der immer mehr Menschen erkranken. Im schlimmsten Fall versagt die Leber völlig, und das kann tödlich enden. Eine Fettleber kann zudem Leberkrebs auslösen.
Bei den meisten Betroffenen wird der Leberschaden durch zu viel Alkohol verursacht. Männer sollten deshalb nicht mehr als einen halben Liter Bier oder einen viertel Liter Wein am Tag trinken, Frauen nur die Hälfte. Wer die Leber schonen will, sollte aber nicht nur seinen Alkoholkonsum einschränken. Wichtig ist auch eine gesunde Ernährung. Denn alles, was der Körper aus Lebensmitteln aufnimmt, wird durch die Leber geschleust. Nährstoffe, die der Körper nicht braucht, speichert die Leber. Bei einem Überschuss an Fett und Zucker kommt es auf Dauer zur Fettleber. Eine ausgewogene Mischkost mit viel Gemüse und Vollkornprodukten hilft, der Fettleber vorzubeugen. Auch Obst ist gut - allerdings mit Einschränkungen: Denn Fruchtzucker in großen Mengen schadet der Leber. Deshalb sollte man auf Obstsäfte und Fruchtsaftgetränke lieber verzichten, denn sie enthalten besonders viel Fruchtzucker. Insgesamt sollte man mit Zucker sparsam umgehen. Auch Brot und Nudeln aus Weißmehl sowie geschälten Reis sollte man meiden. Wichtig ist zudem, sich möglichst fettarm zu ernähren.
Eine gesunde Ernährung ist doppelt gut für die Leber, denn sie hält auch schlank. Übergewicht ist der dritthäufigste Auslöser für eine kranke Leber. Und die Zahl der Patienten, die deswegen an einer Fettleber erkranken, steigt. Experten schätzen, dass Übergewicht spätestens in ein paar Jahren Alkohol als Hauptursache für Leberschäden verdrängt haben wird. Der Grund: Immer mehr Deutsche sind zu dick. Rund 60 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen tragen zu viel Gewicht mit sich herum. Schätzungen zufolge entwickelt mindestens die Hälfte der Übergewichtigen eine Fettleber.
Unglaublich, aber leider wahr: Zwei Drittel aller schlechten Fette in der Nahrung sind unsichtbar. Gute Fette hingegen finden sich in Oliven, Fisch und Nüssen. zum Video
Akute und chronische Hepatitis des Typs B und C sind die zweithäufigste Ursache für Leberschäden: Etwa eine Million Deutsche sind von der Leberentzündung betroffen. Deshalb ist es wichtig, sich gegen Hepatitis B impfen zu lassen. Hepatitis B wird vor allem über Körperflüssigkeiten wie Speichel, Blut, Sperma oder Tränen übertragen. Deshalb können das gemeinsame Benutzen von Nagelscheren, Rasierapparaten oder Zahnbürsten genauso zu einer Infektion führen wie unsauberes Tätowier- und Piercingbesteck. Eine Impfung gegen Hepatitis C ist hingegen noch nicht möglich. Eine Ansteckung mit dem Hepatitis C-Virus geschieht in den meisten Fällen durch Blut- oder Sexualkontakt.
Leberschäden durch Medikamente kommen zwar öfter vor, im Vergleich zu den bereits genannten Ursachen, sind sie aber eher nebensächlich. Unterschätzen sollte man Arzneimittel aber nicht. So hat eine Studie gezeigt, dass eine Dosis von 150 Milligramm Paracetamol pro Kilogramm Körpergewicht zu Leberversagen führen kann. Ärzte und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) empfehlen deshalb, sich vor der Einnahme von Paracetamol und anderen Schmerzmedikamenten von einem Arzt beraten zu lassen. Und auch bestimmte Antibiotika, Mittel gegen Epilepsie oder das Herzmedikament Marcumar können Leberschäden verursachen.
Nahrungsergänzungsmittel sollte man nur sparsam verwenden, da sie ebenfalls der Leber schaden können. Gerade pflanzliche Präparate sind nicht immer harmlos. Bei empfindlichen Personen können die Inhaltsstoffe die Leberfunktion beeinträchtigen. Da sie zu Leberversagen führen können, sollte man zum Beispiel Mittel mit Johanniskraut-Extrakt nicht zu oft einnehmen. Auch bei dem als gesund und heilend angepriesenen Noni-Saft ist Vorsicht geboten. Riskant sind zudem Mittel zur Gewichtsreduktion, weil sie zum so genannten Jojo-Effekt führen: Das bringt den Fettstoffwechsel durcheinander und schadet so der Leber. Präparate aus der Pfefferpflanze Kava Kava hat das BfArM wegen seiner leberschädigenden Wirkung sogar verboten.
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lac, jlu
Ziu57 schrieb:
am 9. April 2011 um 15:32:44
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@ Mario
Würden Sie sich ein wenig mit der Anatomie des menschlichen Körpers beschäftigen, wüssten Sie, dass die Leber auf dem Bild
richtig positioniert ist. Schräg darunter verläuft der Magen von der linken oberen Körperseite tief zur rechten, angrenzend befindet sich der 12 Fingerdarm.
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Mario schrieb:
am 8. April 2011 um 19:47:25
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leber
wenn ich sehe, wo auf dem bild die leber positioniert ist, dann weiß ich auch, was ich von den beitrag zu halten habe. wie leider so
oft hier.aber das kommt daher, wenn ein paar moderatoren mal wieder zu viel gegoogelt haben!!
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Idefix schrieb:
am 8. April 2011 um 19:39:58
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Leber
Also ich wollte eigentlich von Alkohol auf Fruchtsäfte umsteigen. Nachdem ich diesen Bericht gelesen habe werde ich bei Alkohol bleiben.
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