06.04.2011, 11:30 Uhr | ag/dpa
Bei Untreue lügen Männer anders als Frauen. (Foto: imago)
Um das Thema Liebe ranken sich viele Mythen. Beispielsweise, dass es zwischen Liebenden keine Geheimnisse geben darf, dass Eifersucht ein Zeichen starker Gefühle ist oder dass keine Freundschaft zwischen Mann und Frau möglich ist. Sind sie nur Ausdruck verklärter Romantik? Oder ist an ihnen etwas Wahres dran? Zehn Liebesweisheiten und was dahinter steckt.
Besonders am Anfang der Beziehung haben Paare den Wunsch, alles gemeinsam zu unternehmen und zu teilen. Dass sie nach außen hin nur noch im "Doppelpack" auftreten, sehen sie als Bestätigung ihrer starken Liebe. Auf Dauer jedoch schadet das symbiotische Miteinander der Beziehung. "Wichtig ist, dass Impulse von außen kommen", erklärt Paartherapeut Manuel Tusch aus Köln. Nur wenn jeder auch seine Hobbys und Freundschaften pflegt, könne eine Partnerschaft lebendig bleiben. schließlich gibt es nun mal Gespräche, die er nur mit seinen Kumpels und sie nur mit ihren Freundinnen führen kann.
Ehrlichkeit in der Liebe bedeutet nicht, dass beide Partner sich immer alles sagen müssen. Tusch betont: "Es ist wichtig, dass man seine Geheimnisse pflegt. Denn jeder Partner braucht seinen intimen Lebensbereich." Dies bedeutet jedoch nicht, den anderen zu hintergehen. Ein kompletter Seelen-Striptease vor dem Partner trägt jedoch nicht zur Steigerung der eigenen Attraktivität bei. Auch bestimmte Geheimnisse, die einem Freunde anvertraut haben und die den Partner nicht betreffen, kann man getrost für sich behalten.
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So pauschal formuliert, stimmt auch diese Liebesweisheit nicht. Für Manuel Tusch ist Eifersucht eher eine Typfrage. Es könne durchaus ein Zeichen von Liebe sein, im Übermaß aber auch die Beziehung zerstören. "Wer eifersüchtig ist, hat oft Angst. In vielen Fällen hat das Gefühl nicht primär mit der Beziehung zu tun, sondern mit früheren, schlechten Erfahrungen", sagt er. In vielen Fällen ist Eifersucht aber auch eine Mischung aus Verlustangst und dem subjektiven Gefühl des Liebesentzugs. Dahinter kann sich ein vermindertes Selbstwertgefühl verbergen.
Auch dieser Satz stimmt nicht ohne Einschränkungen. Wird der Sex im Laufe der Beziehung schlechter, kann das natürlich ein Zeichen dafür sein, dass es in der Beziehung kriselt. Allerdings sollte es nicht gleich das Ende bedeuten, wenn die erste Leidenschaft im Bett abgekühlt ist. Wichtig ist, darüber zu reden. Auch wenn es ein Tabu-Thema ist. Manuel Tusch rät dazu, sich "offen zu verständigen". Ist Sex für beide ohnehin kein großer Thema, könnten auch Paare, die selten miteinander schlafen, intakte Beziehungen führen.
Paartherapeuten wissen: Schweigen ist das schlimmste Gift in einer Beziehung. Wenn ein Paar Streit um der Harmonie willen vermeidet, dann wird die Atmosphäre zwischen den Menschen immer vergifteter und distanzierter. Gelöste Konflikte verbinden Menschen miteinander. Entscheidend ist jedoch, welche Streitkultur ein Paar entwickelt. Selbst bei großen Meinungsunterschieden und heftigen Diskussionen ist es wichtig, den Respekt vor dem Partner zu wahren und auf seine Argumente einzugehen. Beleidigungen, Anbrüllen und Droh-Gesten sind tabu, da sie nur dazu dienen, Macht zu demonstrieren und den anderen einzuschüchtern.
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ag/dpa
gugu schrieb:
am 11. April 2011 um 20:54:06
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thema
gut zu wissen - sonst weiss T-online nichts zu berichten
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