16.06.2011, 12:06 Uhr | dpa/jlu
Borreliose: Auf diese Symptome sollten Sie achten. (Foto: imago)
Schmerzen im Knie müssen nicht zwangsläufig vom Sport kommen. Die Beschwerden können auch auf Borreliose hinweisen, sagt Professor Günter Ochs von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Berlin. Die von Zecken übertragene Krankheit ist eine der häufigsten Infektionserkrankungen: Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 850.000 Menschen. Das Tückische: Die Symptome sind unspezifisch, deshalb wird Borreliose oft nicht erkannt. Doch dies kann schlimme Folgen für die Gesundheit haben. Borreliose: Auf diese Symptome sollten Sie achten.
Borreliose: Auf diese Symptome sollten Sie achten. (Foto: imago) Borreliose, auch Lyme-Borreliose genannt, wird durch Bakterien übertragen. Was viele nicht wissen: Zecken, die die so genannten Borrelien in sich tragen, kommen in allen Regionen Deutschlands vor, also auch in nicht als FSME-Risikogebiet ausgewiesenen Regionen. Nach Angaben der Deutschen Borreliose-Gesellschaft ist hierzulande etwa jede dritte Zecke mit Borrelien infiziert. Allerdings bricht die Krankheit nur bei rund ein bis zwei Prozent der Angesteckten wirklich aus.
Im Frühling steigt die Gefahr, von Zecken gebissen zu werden. Sie können FSME und Borreliose übertragen. So schützen Sie sich. zum Video
Das Gefährliche an Borreliose: Nicht immer zeigen Betroffene Symptome, diese sind zudem sehr unspezifisch und können verschiedene Organe betreffen. Hinzu kommt, dass man den Zeckenbiss oft nicht bemerkt und eine Borreliose-Infektion deshalb erst gar nicht in Betracht zieht. Generell verläuft Borreliose schleichend in drei Phasen. Im ersten Stadium kann nach wenigen Tagen oder Wochen an der Stichstelle eine kreisförmige Rötung auftreten. Die so genannte "Wanderröte" breitet sich langsam aus und verschwindet meist spontan. Zusätzlich können Fieber, Müdigkeit und Kopfschmerzen auftreten.
Im zweiten Stadium, das wenige Monate nach dem Zeckenstich eintritt, verstärken sich die grippeähnlichen Symptome. Außerdem greifen die Borrelien das Nervensystem an, es kommt beispielsweise zu einer Hirnhautentzündung oder Lähmungserscheinungen. Auch das Herz kann betroffen sein, in diesem Fall können Herzrhythmusstörungen auftreten. Phase drei ist das schwerste Stadium der Borreliose-Infektion. Typisch dafür sind Entzündungen einzelner oder mehrerer Gelenke, häufig ist das Knie betroffen. Diese treten allerdings erst Monate oder sogar Jahre nach dem Stich auf.
Wird Borreliose nicht behandelt, kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen. Deshalb ist es wichtig, die Infektion frühzeitig mit Antibiotika zu behandeln. Allerdings lässt sich Borreliose in Labortests nur schwer eindeutig nachweisen. Eine einmal durchgemachte Infektion schützt nicht vor weiteren Erkrankungen. Da es gegen Borreliose keine Impfung gibt, hilft nur vorbeugender Schutz wie lange Kleidung und der Gebrauch von Insektenschutzmitteln. Zecken halten sich vorwiegend in hohem Gras und niedrigen Büschen auf. Deshalb empfiehlt es sich, den Körper nach dem Aufenthalt im Freien auf Zecken abzusuchen und den Parasiten schnell zu entfernen. Die Borreliose-Erreger breiten sich nämlich erst mehrere Stunden nach dem Stich im Körper aus.
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Quelle: dpa-tmn
Helena schrieb:
am 19. Juni 2011 um 13:30:33
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Borreliosewahnsinn
Ich habe drei Jahre nach dem Zeckenstich mit Wanderröte, Facialisparese und allen möglichen typischen Ersterscheinungen
die Diagnose MS bekommen. Habe monatelang Behandlung auf MS bekommen und war fast im Rollstuhl. Dann habe ich Behandlung verweigert und es wurde Neuroborreliose festgestellt. Heute, über 22 Jahre später, bin ich immer noch krank - chronisch krank. Danke, lieber Doktor der Medizin, der du mich damals ohne Behandlung ehimschicktest, als ich mit der Wanderröte zu dir kam...
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Walter M. schrieb:
am 19. Juni 2011 um 13:03:39
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@Silke
Sie wissen schon, dass bei Wikipedia jeder seine Halbwahrheiten schreiben darf. Ich selbst habe langjährige Erfahrungen mit KS. Und
warum war Silber bis zur Entdeckung des Penecillins ein völlig normales und anerkanntés Heilmittel? Warum sind Adelige früher seltener an der Pest erkrankt? Gottesgericht oder vielleicht weil sie Silberbesteck benutz haben? Zu guter letzt: lesen sie doch einmal den Beipackzettel eines Blutdruckmittels. Und dann können wir über Nebenwirkungen weiter diskutieren
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Silke schrieb:
am 19. Juni 2011 um 12:47:44
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Kolloidales Silber
Bitte mal bei Wikipedia unter Kolloidales Silber nachschaun. Die Nebenwirkungen sind nicht zu verachten. Also besser keine Selbstversuche machen.
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