14.06.2010, 12:27 Uhr | vdb
Schön waren das Picknick und der Waldspaziergang. Doch nicht selten krabbeln währenddessen Zecken auf die Haut. FSME und Borreliose können die üblen Folgen sein. Nicht nur in Zeckengebieten wie Hessen und Baden-Württemberg ist Vorsicht geboten. Manche Eltern stellen ihre Kinder gleich nach dem Aufenthalt im Freien in die Wanne. Doch kann man die Zecken einfach wegduschen? Wir haben eine Expertin gefragt.
Tatsächlich ist es möglich, Zecken nach der Heimkehr abzuspülen, denn vom ersten Hautkontakt bis zum Zeckenstich vergehen in der Regel zwei bis fünf Stunden. "Wie lange das bei der einzelnen Zecke aber genau dauert, ist unterschiedlich", sagt Molekularbiologin Astrid Kirch vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg. Daher sollte man beim Duschen besonders gründlich vorgehen, da Zecken sich besonders gerne in Achselhöhlen oder Ohren verstecken. "Zecken suchen sich Stellen, an denen die Haut dünn und warm ist. Dort kommt ihr Stechrüssel besonders gut durch", so Kirch.
Um auch versteckte Zecken zu finden und entfernen zu können, ist gründliches Absuchen unumgänglich. "Das Duschen sollte eher als Begleitmaßnahme durchgeführt werden", sagt Kirch. Auch zu Zecken abwehrenden Cremes und Sprays rät die Expertin nur bedingt, da ihre Wirkung nicht lange genug anhält. Wichtig sei es, beim Aufenthalt in Zeckengebieten lange Hosen zu tragen und sie am besten in die Socken zu stecken. Außerdem sollte man das Gebüsch meiden und im Wald auf der Mitte des Weges laufen, da dort ein unfreiwilliger Zeckenkontakt am unwahrscheinlichsten ist.
Findet sich eine Blut saugende Zecken auf der Haut, gilt es beim Entfernen einiges zu beachten. Ein typischer Anwendungsfehler bei allen Hilfsmitteln wie Zeckenzange oder -Lasso: Mit dem Gedanken, die Zecke schnellstmöglich loszuwerden, verfallen viele Menschen in Hektik. Ein Fehler mit Folgen: "Man darf nie ruckartig ziehen, sonst reißt man die Zecke auseinander und ihre Mundwerkzeuge bleiben in der Haut stecken", warnt Kirch. Dann kann sich die Wunde entzünden. "Man muss ganz langsam und vorsichtig ziehen, die Haut hebt sich dann ein bisschen mit."
Ratgeber - Erhöhte Zeckengefahr durch milden Winter?
vdb
wolle schrieb:
am 8. Juli 2011 um 23:48:57
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zecken
Hier lese ich immer wieder das lange Kleidung ein Schutz vor Zecken sein soll. Totaler Blödsinn!!!
Zecken setzen sich nämlich ZUERST
auf die Kleidung und krabbeln dann weiter auf die Haut.Wer also aus den Wald kommt sollte auch die Kleidung wechseln.
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HAL schrieb:
am 15. Juni 2010 um 13:30:33
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noch ein Satz zur Borreliose
Leider testen viele Hausärzte bei nicht ganz hundertprozentigen Symptomen (ausgeprägte Wanderröte) nicht auf
Borreliose. Ich denke, dass es da eine hohe Dunkelziffer gibt, vor allem auch deshalb, weil die sonstigen Symptome so unspezifisch sind. Oft wird Borreliose nicht erkannt, mit zum Teil schlimmen Folgen für die Betroffenen.
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HAL schrieb:
am 15. Juni 2010 um 13:27:31
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Zeckenentfernung
Ich brauche zum Zecken einsammeln gar nicht erst wandern gehen, bei mir reicht Gartenarbeit, da kann ich sicher sein, daß
ich mehrere absammeln kann. Meistens erwische ich sie, bevor sie festsitzen. Wenn doch mal eine gestochen hat, ich benutze eine Zeckenkarte aus der Apotheke, die geht ganz gut, außer bei den ganz mikroskopisch kleinen Nymphen, da muss dann doch mal die Pinzette her. gegen FSME bin ich geimpft und mit Borreliose habe ich bisher Glück gehabt. (toi, toi, toi ! ;-)
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