28.06.2010, 12:09 Uhr | Linda Freutel
Zahnpflege: Mit der KAI-Formel bleiben Zähne gesund. (Foto: imago)
Hauptsache drei Minuten geputzt - so denken viele, wenn es um ihre Zahnpflege geht. Doch ganz so einfach ist Zähneputzen nicht, die meisten machen dabei sogar mehr falsch als sie denken. Vor allem putzen viele äußerst unsystematisch und vernachlässigen zum Beispiel die Innenseite der Zähne. Doch beim Putzen kann noch viel mehr schiefgehen: Wir nennen die größten Fehler bei der Zahnpflege und was man dagegen tun kann.
Die meisten Menschen putzen unkonzentriert und achten nicht darauf, welche Stellen sie bereits gesäubert haben und welche nicht. „Häufigster Fehler hierbei ist, dass nur die Kauflächen geschrubbt werden, die schlecht erreichbaren Innen- und Außenseiten der Zähne kommen dagegen zu kurz“, sagt Dr. Wolfram Sadowski vom freien Verband Deutscher Zahnärzte. Dabei setzen sich besonders hier Beläge und Karies ab. Um die Zähne systematisch und gründlich zu putzen, empfehlen Zahnärzte die KAI-Methode. Zuerst werden die Kauflächen geschrubbt, dann die Außenflächen geschrubbt und abschließend werden die Innenflächen gereinigt. Doch auch die Zahnzwischenräume sollten mit Zahnseide oder eine Spezialbürste geputzt werden. Besonders in ihnen sammeln sich bis zu 40 Prozent des schädlichen Zahnbelags.
46 Sekunden - so kurz putzen sich die Deutschen im Durchschnitt die Zähne, so das Ergebnis verschiedener Studien. „Das ist entschieden zu kurz“, mahnt Sadowski. Der Zahnarzt empfiehlt eine Putzzeit von mindestens zwei bis drei Minuten. Besonders tückisch: Wie weitere Studien belegen, liegt die tatsächliche Putzzeit meist weit unter der gefühlten Zeit. Eine Zahnputzuhr sollte deshalb im Badezimmer nicht fehlen. Der Belag auf den Zähnen verschwindet nicht allein durch das Rubbeln der Zahnbürste sondern auch durch den Schaum der Zahncreme. Dieser enthält Inhaltsstoffe, die den Zahnbelag aufweichen und ablösen. Um ideal wirken zu können braucht die Zahncreme jedoch eine Einwirkzeit von mindestens zwei Minuten. Damit sie ihre komplette Fluorid-Wirkung entfalten kann, sollte die Zahnpasta nur kurz oder gar nicht ausgespült werden.
„Nach jedem Essen, Zähneputzen nicht vergessen“ - diese Regel gilt nur bedingt. Richtig ist, dass Speisereste in den Zahnzwischenräumen Karies verursachen können und daher entfernt werden sollten. Falsch ist dagegen, dass man nach dem Essen unbedingt mit Zahncreme und Bürste schrubben muss. Im Gegenteil: Säurehaltige Speisen und Getränke wie Fruchtsäfte weichen den Zahnschmelz sogar minimal auf. “Bearbeitet man die Zähne jetzt mit Bürste und Zahncreme, besteht die Gefahr, dass man den Zahnschmelz abträgt und so den Zahn schädigt“, erklärt der Zahnarzt. Deshalb sollte man nach dem Genuss solcher Speisen mindestens eine Stunde mit dem Zähneputzen warten und Speisereste lieber mit Zahnseide oder einem Zahnstocher entfernen.
Hart, mittel oder weich: Welches Zahnbürstenmodell am besten zu ihnen passt, wissen nur die Wenigsten. Die Wahl der richtigen Bürste hängt von der Beschaffenheit des Zahnschmelzes, der Empfindlichkeit des Zahnfleischs und der Größe der Zähne ab. Da man als Laie vor allem den Zustand des Zahnschmelzes schlecht beurteilen kann, sollte man seinen Zahnarzt um Rat fragen. Generell gilt es jedoch folgendes zu beachten: „Nur ein kleiner Bürstenkopf gelangt in alle Ecken und Winkel. Außerdem sollten die Borsten runde Kanten haben, damit das Zahnfleisch nicht verletzt wird“, rät Sadowski.
Studien haben ergeben, dass die Deutschen durchschnittlich dreimal im Jahr ihre Zahnbürste wechseln. Dabei sollte man alle acht bis zwölf Wochen eine neue Bürste benutzen, da sie sonst verschleißen: Borsten verbiegen sich und werden weich, so dass sie keine ausreichende Putzleistung mehr erbringen. Auch wichtig: „Um die Gefahr einer Neuansteckung zu unterbinden, muss die Zahnbürste unbedingt nach jeder Infektion, wie einer Grippe, Herpes oder Mundentzündung, entsorgt werden“, erklärt der Zahnarzt.
Zur Mundhygiene zählen nicht nur die Zähne sondern auch die Zunge. Denn wie bei einem Schwamm können sich auf der Zunge Bakterien festsetzen, die Karies und Mundgeruch verursachen. Nach dem Zähneputzen sollte man die Zunge daher entweder mit einer speziellen Zungenbürste reinigen oder einfach mit der Zahnbürste sanft über die Zunge streichen.
Auch zu starkes Putzen ist schlecht für die Zähne: Je stärker man drückt, desto mehr schadet man dem Zahnschmelz. Die Faustregel für den richtigen Druck lautet daher: Halten Sie die Zahnbürste zwischen Daumen und Zeigefinger. Der Druck, den Sie jetzt ausüben können, genügt völlig, um gesunde und strahlend weiße Zähne zu bekommen.
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Linda Freutel
Maria schrieb:
am 4. Juli 2010 um 14:13:57
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Schöne Zähne
Ich liebe meine elektrische Zahnbürste, weil ich seit ihrem Einsatz keine Löcher mehr in den Zähnen habe. Für die
Zwischenräume nutze ich Zahnseide und irgendwann ist man Zahnarzt arbeitslos....
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Lotte schrieb:
am 30. Juni 2010 um 10:49:45
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Zähne
Raus mit den Beissern,kosten nur Geld.Und ein Mund ohne Zähne hat seinen eigenen Reiz.
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mulle schrieb:
am 29. Juni 2010 um 14:51:44
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zahnpflege
wichtig ist die zähne abends mit einer elektrischen Zahnbürste(Handzahnbürste geht natürlich auch,doch die Ermüdungsgefahr
ist größer) putzen,dann 2-3 mal in der Woche Zahnseide verwenden und anschließend noch mit meridol oder listerine unverdünnt spülen.
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