30.04.2009, 13:02 Uhr | ag
Weißwein in Kombination mit Tee ist Gift für weiße Zähne. (Foto: imago)Dass Rotwein, die Zähne blau färbt, ist allgemein bekannt. Entgegen aller Erwartung kann jedoch auch Weißwein hässliche Flecken auf dem Schmelz hinterlassen – zumindest wenn wenn man anschließend Tee trinkt. Das ergab eine Studie an der New York Universität. Im Gegensatz zum dunklen Rebensaft, der nur oberflächlich seine Spuren auf den Zähnen hinterlässt, ätzt die Säure des Weißweins die Zahnoberfläche an. An ihr setzen sich dann die Farbstoffe des schwarzen Tees fest.
Je fester, desto besser? Sieben Irrtümer rund um die Zahnpflege
Zusammen mit anderen Nahrungsmitteln kommt es bei Weißwein nicht zu unerwünschten Farbspuren. "Wenn Sie Käse und Weintrauben mit dem Wein zu sich nehmen, werden Sie keine Verfärbungen sehen, erklärt Mark Wolff, der Leiter der Studie. Ähnlich verhält es sich auch mit Kaffee, da er weniger verfärbende Substanzen, so genannte Chromogene enthält. Für ihre Versuche verwendete Wolff Kuhzähne, da diese eine ähnliche Oberflächenstruktur wie Menschenzähne aufweisen. Diese tauchte er für jeweils eine Stunde in Rot- beziehungsweise Weißwein und anschließend in Tee. Mit diesem Verfahren imitierte der Forscher nach eigenen Angaben den Weinkonsum an einem durchschnittlichen Abendessen. Wer sich nach einem Glas Wein die Zähne putzt, um diesem unerwünschten Verfärbungseffekt zu entkommen, schießt aber eher ein Eigentor: Denn laut Experten greift die Weinsäure die Oberflächenstruktur der Zähne an. Daher sollten Sie 40 Minuten warten, bis der Speichel die Säure auf natürliche Art neutralisiert hat.
Zahnverfärbungen entstehen durch Auflagerungen von Nahrungsbestandteilen auf der Oberfläche des Schmelzes. Kaffee, Tabak, schwarzer Tee, aber auch Medikamente, Wein, Gewürze, Beerenfrüchte, Fruchtsäfte und sogar Mundspüllösungen hinterlassen nicht selten unschöne farbliche Spuren. Wichtig bei normalen Ablagerungen ist neben einer jährlichen professionellen Reinigung durch den Zahnarzt die richtige Zahnpflege, damit sich Plaque und Beläge gar nicht erst ausbreiten können. Das tägliche Benutzen von Zahnbürste und Zahnpasta ist dabei mitunter schon ausreichend. Auch Weißmacher-Zahnpasten können einen positiven Effekt haben. Allerdings sollte man sie vorsichtig benutzen und nicht damit übertreiben, da sonst der Zahnschmelz Schaden erleiden kann.
Zahn-Verfärbungen entstehen jedoch nicht nur durch Nikotin oder bestimmte Getränke wie Tee, Kaffee und Wein, sondern können auch im natürlichen Alterungsprozess auftreten. Dabei ändert sich die Struktur des Gewebes der Zahnbestandteile und somit auch die Farbe. Auch Hartsubstanzablagerungen oder Wurzelspitzenerkrankungen können zugrunde liegen. Das Beseitigen dieser Zahn-Verfärbungen sollte dem Zahnarzt überlassen bleiben. Möglich ist das Bleichen mit einem Gemisch aus Natriumperborat und Wasser oder bei gesunden Zähnen mit Carbamidperoxid-Gel. Bei beiden Methoden besteht die Möglichkeit, dass sie nicht sofort erfolgreich sind und wiederholt werden müssen. Viele Betroffene verwenden zum Bleichen auch ein altes Hausmittel: Backpulver. Doch auch dieses ist schädlich für die Zähne, da es die schützende Zahnhartsubstanz abreibt.
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ag
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