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Woran Sie gute Fertiggerichte erkennen

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Gute Fertiggerichte, schlechte Fertiggerichte

01.03.2011, 12:40 Uhr | ts

Nicht alle Fertigmahlzeiten sind so ungesund wie Pizza (Foto: imago).

Pizza gehört zu den ungesunden Fertiggerichten (Foto: imago).

Fertiggerichte haben wahrlich keinen guten Ruf: Sie gelten als Dickmacher und stecken häufig voller schädlicher Zusatzstoffe. Dennoch sind Fertiggerichte beliebt wie nie, weil sie so praktisch sind. So verzehrt jeder Deutsche über sechs Kilo Fertigkost jährlich. Allerdings ist Fertiggericht nicht gleich Fertiggericht. Wir zeigen Ihnen, woran Sie beim Einkauf "gute" von "schlechten" Produkten unterscheiden.

Einkaufs-Check: So erkennen Sie gesunde Fertiggerichte
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Fertiggerichte mit Frischem aufpeppen

Margarete Besemann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hält nichts davon, Fertiggerichte per se vom Tisch zu verbannen: "Man darf das nicht zu dogmatisch sehen." Allerdings, so Besemann, sollte man sich auch nicht ausschließlich von Fertigmahlzeiten ernähren. Sie empfiehlt Verbrauchern, immer auf einen großen Frischeanteil beim Einkauf zu achten. Es muss ja nicht immer das fertige Tellergericht für die Mikrowelle sein. Auch mit einer Packung Tiefkühlgemüse oder einer Nudelsauce aus dem Glas lässt sich eine schnelle und trotzdem gesunde Mahlzeit bereiten.

Warum Fertiggerichte oft so ungesund sind

Fertigmahlzeiten stecken oft voller Fett, da Fett ein Geschmacksträger ist. Dies gilt besonders, wenn ein Fertiggericht Fleisch enthält. Auch Fertigpizzen sind oft wahre Fett- und Kalorienbomben. Mehr als 20 Gramm Fett pro 100 Gramm sollte ein Lebensmittel keinesfalls enthalten, rät Besemann. Die Ernährungsexpertin warnt auch vor gehärteten Fetten. Beim Aufdecken von Fettfallen kann die Ampelkarte der Verbraucherzentralen dienen. Sie zeigt auf einen Blick, wie viel Fett, Zucker und Salz ein gesundes Lebensmittel maximal enthalten sollte. Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW zeigt, dass ein Großteil der Fertigmenüs für die Mikrowelle viel zu viel Salz enthält. Das Ergebnis ist ernüchternd: Mit einem Tellergericht, wie zum Beispiel den von TV-Koch Schuhbeck kreierten "Nürnberger Rostbratwürstchen auf Apfelkraut" nimmt man bereits die maximale empfohlene Tagesmenge an Salz zu sich. Fazit der Verbraucherzentrale: "Die von uns untersuchten Gerichte sind nicht gesund, die sollte man auf keinen Fall täglich verzehren."

Lifestyle
Geschmacksverstärker: Eine unterschätzte Gefahr

Die künstlichen Aromen sind heut- zutage in fast allen Lebensmitteln zu finden. Sie bergen einige Gefahren für Körper und Ernährungsverhalten. zum Video

Wenig Vitamine, viele Zusatzstoffe

Generell gilt die Faustregel: Je stärker ein Lebensmittel verarbeitet wurde, umso ungesünder ist es. So stecken beispielsweise in einer Instant-Brokkoli-Suppe jede Menge Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und Fette, dafür so gut wie kein Brokkoli und damit auch keine Vitamine. Wählen Sie also, wenn Sie sich gesund ernähren möchten, immer die weniger verarbeitete Variante: statt einer Tütensuppe also beispielsweise lieber eine Suppe im Tetrapak. Doch nicht nur Instant-Gerichte sollten Sie meiden, auch Dosen gehören nicht täglich auf den Tisch. "Hier hat sich zwar einiges getan, was den Vitamingehalt angeht", erklärt Ernährungsberaterin Besemann, "aber Tiefkühl-Ware ist jedenfalls gesünder." Ein weiterer Vorzug der Tiefkühlkost gegenüber ungekühlten Fertigprodukten ist ihre bessere Haltbarkeit. Sie macht den Zusatz von Konservierungsmitteln überflüssig.

Der Blick aufs Etikett

Ein zusätzlicher Anhaltspunkt beim Einkauf ist die Zutatenliste. "Je länger sie ist, umso mehr Zusatzstoffe sind drin", bringt es Besemann auf den Punkt. Finden sich auf der Zutatenliste Aroma-, Konservierungs- und Geschmacksstoffe, ist Vorsicht geboten. Viele Hersteller haben den Trend erkannt und werben mittlerweile mit Slogans wie "keine Geschmacksverstärker". Hier lohnt sich ein zweiter Blick, denn häufig sind trotzdem geschmacksverstärkende Zutaten unter anderem Namen enthalten, wie zum Beispiel "Hefeexktrakt" oder "Würze". Bio-Produkte haben den Vorzug, dass sie nur eine gewisse Anzahl an Zusatzstoffen enthalten dürfen, sind ansonsten aber nicht generell gesünder.
Wie halten Sie es mit Fertiggerichten? Gehören diese zu Ihrem Alltag oder ernähren Sie sich lieber frisch? Tauschen Sie sich mit anderen Usern aus und senden Sie uns Ihren Kommentar!


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Kommentare (9)

zum Forum

Thema: "Woran Sie gute Fertiggerichte erkennen"

Biggi schrieb: am 16. März 2011 um 09:41:58
(0) (0) @1944
Was die ganzen Zusatzstoffe betrifft, haben Sie natürlich Recht, die gab es früher ja nicht. Mein Beitrag war hauptsächlich auf das
Fett bezogen, da ich von meiner Oma weiß, dass früher (gerade auf dem Land) sehr fettreich gekocht und gegessen wurde. Außerdem hatte man damals nicht wie heute das ganze Jahr über frisches Gemüse, Obst und Salat. Im Winter gab's Sauerkraut, eingelagerte Karotten, Äpfel und damit hatte es sich dann auch so ziemlich.
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1944 schrieb: am 16. März 2011 um 06:50:24
(0) (0) @Biggi
Da widerspreche ich Ihnen:Man lebte schon allein deswegen gesünder,weil es diesen unübersichtlichen Wust an
Haltbarkeitsmachern,Geschmacksverstärkern,chem Zusätzen(künstl.Farbstoffe z.b.) einfach nicht gab!Noch nicht mal Tiefkühlschränke(leider)! Natürl. konnten es sich die Menschen "erlauben", fettreicher zu essen-es wurde ja "abgearbeitet"! U.zwar Sommner wie Winter!Man hatte ja auch keine Heizung!Nicht alle Zimmer waren geheizt! Aber die ErnährungsGRUNDLAGE war GESÜNDER!
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1944 schrieb: am 16. März 2011 um 06:43:48
(0) (0) Ungesund
Die sog. ältere Generation hat eine "bessere Vorgeschichte",was Ernährung anbelangt.Man hatte eigene Gärten,Felder mit
Kartoffeln,Getreide.Obst usw.Es wurde IMMER selbst geerntet,gekocht,gebacken,ge"vorratet"!Auch mit Düngen war es meist "natürlicher",was Dünger anbelangt.Konserviert wurde durch Einwecken,Trocknen,Eindosen,Pökeln.Babynahrung wurde selbst gemacht-u.hier liegt schon der Beginn der Fertignahrung.Sämtliche heutige Zusatzstoffe gab`s einfach nicht.Stattdessen sozus.körperl.Arbeit!
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