23.08.2011, 10:47 Uhr | ts
Stechende Schmerzen im Schultergelenk können Anzeichen einer Kalkschulter sein. (Foto: imago)
"Ich würde wirklich fast alles tun, um wieder schmerzfrei zu sein", schreibt "Alexis" in einem Medizinforum. Er leidet unter einer so genannten "Kalkschulter". Betroffen sind meist Menschen über 40, besonders häufig Frauen. Woher die Kalkschulter kommt, ist jedoch nicht eindeutig geklärt.
Eine Kalkschulter entsteht durch ein so genanntes "Engpasssyndrom". Wird der Arm gehoben, ist der Platz zwischen Oberarmknochen und dem Schulterdach zu eng. Diese dauerhafte Belastung kann Kalkablagerungen begünstigen und Sehnenreizungen verursachen. Löst sich der Kalk, entstehen meist heftige Schmerzen. "Man weiß nicht genau, warum manche Menschen unter solchen Verkalkungen leiden", sagt Dr. Thomas Pauly vom Deutschen Orthopädenverband e.V. "Hohe Belastungen wie Überkopfarbeiten sind jedenfalls nicht allein ausschlaggebend. Da man die Gründe für die Erkrankung letztlich nicht kennt, können Sie auch vorbeugend nichts machen, um eine Kalkschulter zu verhindern."
Während Verkalkungen an anderen Körperstellen häufig unbemerkt bleiben, äußern sie sich im Schultergelenk oft durch heftige Schmerzen. Charakteristisch ist ein wellenförmiger Verlauf: Phasen mit heftigen Schmerzen wechseln sich mit schmerzfreien Zeiten ab. "Manchmal kommen Leute in die Praxis, die vorher noch nie Beschwerden hatten, und plötzlich sind die Schulterschmerzen so stark, dass sie den Arm überhaupt nicht mehr bewegen können", erklärt der Düsseldorfer Orthopäde. Besonders schmerzhaft ist es für die Betroffenen, wenn der Arm abgespreizt, gedreht oder über den Kopf gestreckt wird. Oft kommen Nackenschmerzen hinzu. Ist die Erkrankung bereits fortgeschritten, leiden die Betroffenen auch in Ruhephasen, beispielsweise im Schlaf, unter starken Schmerzen und klagen über deutliche Bewegungseinschränkungen.
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Eine Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung kann Klarheit darüber geben, ob die Symptome tatsächlich Folge einer Kalkschulter sind. Bei der Behandlung wird zunächst versucht, die akuten Schmerzen mit Eispackungen und entzündungshemmenden Medikamenten zu lindern. Auch Krankengymnastik und Elektrotherapie können helfen. "Bei sehr starken Schmerzen kann eine Spritze erforderlich sein. Oft sind damit bereits alle Beschwerden weg", berichtet Pauly aus seiner Praxis. Bei einigen Patienten gehen die Beschwerden manchmal auch ohne eine spezielle Therapie wieder zurück.
"Wenn die Betroffenen allerdings zu lange warten, bis sie zum Arzt gehen, entsteht durch die Schmerzen eine Schonhaltung. Dann verkürzt sich die Muskulatur und die Schulterkapsel kann innerhalb weniger Tage steif werden." In solchen Fällen können krankengymnastische Übungen in Kombination mit Druckpunktmassagen sowie lokale Spritzen die verkürzte Muskulatur entlasten. Häufig genügen diese Maßnahmen, um die Beschwerden zu lindern.
"Wir wissen heute, dass sich der Kalk manchmal spontan auflöst", erklärt Pauly. Sind die Verkalkungen jedoch hartnäckiger, kann es nötig werden, sie aufzulösen. "Wir besitzen hier eine sehr gute Methode, die Stoßwellentherapie", berichtet Dr. Pauly. "Durch diese komplikationsfreie Methode lässt sich der Kalk zerstören. Danach sind die Patienten beschwerdefrei. Da die Aussichten auf eine natürliche Heilung bei der Kalkschulter gut sind, raten Fachleute nur in Fällen, bei denen alle Therapieformen nicht anschlagen, zu einem operativen Eingriff. "Das wird heute arthroskopisch und ambulant vorgenommen", so Pauly, "in der Regel ist das Problem damit dann auch lang anhaltend gelöst." Sind die Ablagerungen einmal entfernt und der Raum unter dem Schulterdach erweitert, ist die Gefahr eines Rückfalls äußerst gering.
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ts
Der Millionär schrieb:
am 28. August 2011 um 16:31:12
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@ Barbar
Was habe ich denn mit den Malochern am Hut - schuften sollnse - mir die Kohle ranbringen, aber nicht zum Arzt. " Das ist Ihre
Wahrheit Herr Barbar - Sie sind keinen Deut besser".
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Ziu57 schrieb:
am 26. August 2011 um 13:59:44
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Wer lange abwartet, riskiert Schultersteife
Eins Schultersteife (frozen shoulder) hat wenig mit eine Kalkschulter zu tun. Die adhäsive
Kapsulitis wird durch eine Entzündung der Gelenkkapsel aktiviert. Eine Gelenkkapsel (Capsula articularis) kann nicht versteifen, allenfalls aber schrumpfen, da sie eine bindegewebsartige Hülle darstellt. Es ist auch unerheblich, ob Schonhaltung oder nicht, der Prozess der Schrumpfung, mit anschl. Verklebungen bleibt unausweichlich. Die Auslöser für eine Kapselentzündung sind nur unzureichend bekannt.
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Barbar schrieb:
am 25. August 2011 um 08:23:40
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@Heros
Man bezahlt ja auch schließlich genug KK-Beiträge. Sind eigentlich nicht für Nachbars Oma gedacht, dass die sich jeden Tag
behandeln lassen kann. Ich möchte gerne auch etwas davon haben. Jeder der arbeitet und seinen solidarischen Beitrag dazu leistet, soll auch in den Genuss von einer guten Behandung kommen. Und nicht blechen für Null Leistung wie momentan. Klar kann nicht alles bezahlt werden, aber man muss immer abwägen!
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