23.09.2011, 18:07 Uhr | wve
Ab wann ist es sexuelle Belästigung? (Quelle: imago)
Viele Frauen kennen das Problem: Sobald man im Büro hohe Schuhe oder einen kurzen Rock trägt, starren einem die Kollegen hinterher. Doch ist das schon sexuelle Belästigung? In einer Untersuchung des Bundesfamilienministeriums von 2005 zur Lebenssituation von Frauen in Deutschland gaben über 73 Prozent der befragten berufstätigen Frauen an, schon einmal Situationen von sexueller Belästigung erlebt zu haben. Darunter fällt aber nicht nur ungewollte körperliche Nähe. Doch wo fängt Zudringlichkeit an und an wen können sich Betroffene wenden? Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes erklärt, was Betroffene tun können.
Sexuelle Belästigung kann unterschiedliche Formen haben. Deshalb ist es nicht leicht, sie genau zu definieren. "Es gibt aber auch eindeutige Sachverhalte, wie das Aufhängen eines pornografischen Bildes im Büro, permanente Blicke in den Ausschnitt oder auf andere Körperteile, sowie obszöne Witze, sexuelle Anspielungen oder bedrängende, körperliche Nähe eines Kollegen, ohne dass beide es wollen", sagt Lüders. In Paragraph 3 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ist sexuelle Belästigung zudem genauer definiert.
Wenn man sich durch einen Kollegen oder Vorgesetzten bei der Arbeit bedrängt fühlt, sollte man als erstes mit seinem Arbeitgeber darüber sprechen. "Denn er hat die Pflicht seine Beschäftigten vor sexueller Belästigung zu schützen", erklärt Lüders. Dabei sei es egal, ob es sich bei den Tätern um Vorgesetzte, Kollegen oder auch Kunden handelt. Danach liegt es im Ermessen des Arbeitgebers, welche Maßnahmen er ergreift. Möglich ist eine Abmahnung, eine Versetzung bis hin zur Kündigung. Eine strafrechtliche Verfolgung sollte man erst in Betracht ziehen, wenn andere Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Vorher sollte man seinem Gegenüber unmissverständlich mitteilen, dass er Sie nicht länger belästigen soll, weil sein Verhalten sonst Konsequenzen haben wird. Auch ein Gedächtnisprotokoll kann zusätzlich helfen. Dafür schreibt man jedes Ereignis, bei dem man sich belästigt gefühlt hat, in eine Art Tagebuch. Wichtig ist, dass man auch Datum und Uhrzeit dazu notiert.
In jeder Firma gibt es eine betriebliche Beschwerdestelle. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben. Man kann aber auch seinen Vorgesetzten, die Frauenbeauftragte oder den Betriebsrat auf die Belästigung ansprechen. Wer sich nicht traut, innerhalb der Firma Hilfe zu suchen, kann sich auch an eine externe Stelle wenden. Passende Ansprechpartner sind beispielsweise der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe oder die Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
Nicht nur Frauen können Opfer von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz werden. Auch wenn Männer selten betroffen sind, schützt das Gesetz beide Geschlechter. Aber auch hier sind es unerwünschte körperliche Annäherungen durch eine Kollegin oder sexuelle Bemerkungen, die als Belästigung eingestuft werden. "Beim Tragen figurbetonter Kleidung, wie einem tiefen Ausschnitt oder einem kurzer Rock dürfte objektiv keine sexuelle Belästigung vorliegen, da sie einen Mann nicht in seiner persönlichen Würde verletzen kann", erklärt Lüders.
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wve
Gamma schrieb:
am 26. September 2011 um 20:43:00
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(21)
Belästigung
Wie wäre es mit einem klaren-unterlassen Sie das Bitte? Gespräch ist die Grundlage jeder Beziehung also auch einer
Arbeitsbeziehung.Wer das lustig findet-lächerlich macht-der darf gern angezeigt werden,meiner Meinung nach dann mit Recht
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Patrick schrieb:
am 26. September 2011 um 20:38:22
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Ich bin ein Mann
und wurde schon mehrmals berührt von Frauen in meinem Büro, einmal sogar bekam ich einen "klapps" auf dem Po mit
der Bemerkung Du hast aber einen schönen Knackarsch.Die zweideutigen Witze kann ich schon nicht mehr zählen.Wenn es nach dem Gesetz gehen würde, müsste ich in unserem "Frauenbetrieb" jeden Tag eine Anzeige machen.Aber ich empfinde es nicht so schlimm.Ist es weil ich ein Mann bin, ticken Frauen heute anders ?
Oder muß heute jede Kleinigkeit vor Gericht gezerrt werden we
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sexy schrieb:
am 26. September 2011 um 20:37:33
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ihr wollt doch sexy sein
ach mädels, pfeifen euch bauarbeiter nicht hinterher schon zweifelt ihr an eurem aussehen und hättet es doch
lieber wenn man euch hinterher schaut. (bestätigung) macht man estrotzdem, ist es belästigung. was wollt ihr?
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