05.03.2009, 14:06 Uhr | ts mit Material von pressetext.at
Wieder Spaß im Bett (Foto: Archiv)Jede dritte Frau in den Wechseljahren leidet unter schwindender sexueller Lust. Ein Hormonpflaster, das 2006 auf den Markt kam, versprach Abhilfe. Das im Pflaster enthaltene Hormon soll das sexuelle Verlangen wieder zurückbringen. Jetzt bezweifeln Wissenschaftler die Wirksamkeit des Pflasters. Die mit dem Medikament durchgeführten Tests seien fehlerhaft und nicht schlüssig. Das Pflaster mit dem Sexhormon Testosteron gerät zunehmend in die Kritik.
Glücklich zu zweit ABC der erfolgreichen Partnerschaft
Dass Frauen nach der Menopause oftmals weniger Lust auf Sex haben, wird mit einem niedrigen Testosteron-Wert in Verbindung gebracht. Hier setzt das Pflaster namens "Intrinsa" an. Auf den Bauch geklebt, setzt es täglich eine bestimmte Menge des Hormons frei, das dann ins Blut gelangt. In der Regel bekommen es Frauen verschrieben, die bereits Hormone (Östrogene) gegen Wechseljahresbeschwerden erhalten. Eine "Vermännlichung" durch das männliche Sexualhormon findet nicht statt, da das Testosteron nur sehr schwach dosiert wird.
Eines der führenden Fachmagazine Drug and Therapeutics Bulletin (DTB) bezweifelt nun die Wirksamkeit des Pflasters. Demzufolge nahmen an den Tests nur ganz bestimmte Gruppen von Frauen teil. Ausgeschlossen wurden jene, bei denen geistige oder psychische Beeinträchtigungen die Libido beeinflussen. Bei manchen Tests wurde die Diagnose "sexuelle Unlust" aufgrund von kurzen Fragebögen erstellt. Zusätzlich berichtete eine erhebliche Anzahl von Frauen über Verbesserungen ihrer Libido, obwohl sie nur ein Blindpräparat erhalten hatten. Das lege nahe, so das Magazin, dass die niedrigen Testosteron-Werte nicht das grundlegende Problem gewesen sein dürften. Manche der Frauen gaben an, vor den Tests bis zu drei Mal im Monat Sex gehabt zu haben. Es stelle sich daher die Frage, ob sie überhaupt an einem verminderten sexuellen Antrieb gelitten hätten.
Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass das Pflaster Nebenwirkungen wie Akne, Haarausfall, Hautreizungen, Gewichtszunahme, Migräne und Schlaflosigkeit hervorrufen könne. Die durchgeführten Tests hatten eine maximale Dauer von sechs Monaten. Damit sei die langfristige Sicherheit nicht nachgewiesen. Daher raten die Wissenschaftler von der Verwendung des Medikaments ab. In einer Stellungnahme erklärte der Hersteller, dass das Pflaster in klinischen Tests mit mehr als 1.000 Frauen geprüft worden sei. Dabei habe sich gezeigt, dass das Medikament gut vertragen wurde.
Mehr aus Lifestyle:
Von wegen weniger Lust Sex nach den Wechseljahren
Sex im Alter Reife Paare haben besseren Sex
Partnerschaft Ältere Frau liebt jüngeren Mann
Mit 40 noch Jungfrau So leiden Betroffene
Warum Männer keine Lust haben Stress ist schlecht für Sex
ts mit Material von pressetext.at
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.
