
05.12.2011, 11:07 Uhr | msh
Rehbraten ist ein köstliches Wintergericht. (Quelle: imago)
Ein Gulasch vom Wildschwein, knusprige Entenkeulen oder ein Braten vom Reh sind schmackhafte Gerichte in der kalten Jahreszeit. Doch viele Hobbyköche scheuen sich vor Wildgerichten, denn die Zubereitung gilt als kompliziert. Mit dem Wissen, über die besten Fleischstücke und die richtige Zubereitung, sind Wildgerichte aber nicht schwieriger als ein Steak oder Schmorgericht von Schwein und Rind.
Heimisches Wildfleisch findet man in der Regel nicht im Supermarkt. Man bekommt es bei Jägern oder über die Forstämter. Fündig werden kann man auch auf Wochenmärkten, in manchen Metzgereien und in Internet-Börsen, die Wildfleisch verkaufen. Dabei sollte man auf das Siegel "Wild aus der Region" achten.
Kaufen Sie nur Fleisch, das gut gekühlt wurde. Wenn Sie Wild beim Jäger kaufen, fragen Sie nach, ob das Fleisch bereits abgehangen ist. Denn um seinen typischen Geschmack zu entwickeln, muss das Fleisch zwischen drei und fünf Tagen (bei mehrjährigen Tieren) reifen. Gereiftes Wildfleisch entwickelt einen leicht säuerlichen Geruch. Im Kühlschrank können Sie reifes, frisches Wildfleisch etwa zwei Tage aufbewahren.
Mit Salz und Gewürzen eingelegt, bekommt Fisch und Fleisch ein fantastisches Aroma. zum Video
Fleisch von jungen Tieren ist zart und aromatisch und eignet sich auch zum Kurzbraten. Ältere Tiere werden besser zu Schmorgerichten oder Gulasch verarbeitet. Wildfleisch sollte immer gut durchgebraten werden, nur so haben mögliche Keime im Fleisch keine Chance. Dazu muss das Fleisch etwa zehn Minuten eine Kerntemperatur von 80 Grad Celsius erreichen. Ein Bratenthermometer liefert genaue Innentemperaturen.
Eine beliebte Zubereitungsmethode ist das Einlegen und Beizen in Essig, Rotwein oder Buttermilch. Auch Fleisch von älteren Tieren wird so zart und saftig. Eine Beize aus Rotwein lockert das Bindegewebe, Buttermilch mildert strengen Wildgeschmack. Wildfleisch sollte mindestens über Nacht in der Beize bleiben. Besser ist es, das Fleisch mehrere Tage einzulegen.
Auch Spicken oder Bardieren sind beliebte Zubereitungsmethoden bei Wild. Beim Spicken werden Speckstreifen ins Fleisch gezogen, beim Bardieren legt man Speckstreifen darauf, zum Beispiel einen Hirschrücken. Durch das Umwickeln mit ungeräuchertem Speck bekommt mageres Fleisch mehr Aroma und behält seine Saftigkeit.
Wild eignet sich gut für gesundheitsbewusste Genießer. Es ist eiweißreich, fettarm und enthält viele wichtige Mineralstoffe sowie wertvolle Vitamine. Zudem wird das Fleisch biologisch und regional erzeugt - zumindest wenn man es von heimischen Tieren kauft.
Gänsebraten oder Schmorgerichte - gerade in der Winterzeit mögen wir es deftig. Rezepte finden
msh
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