28.06.2011, 17:32 Uhr | dpa-tmn/t-online
Ab einer bestimmten Menge macht Kaffee gereizt statt munter. (Foto: imago)
Ein Leben ohne Kaffee kann sich mancher gar nicht vorstellen. Das Getränk macht morgens wach und putscht zwischendurch auf. Doch das funktioniert nicht immer: Ab einer bestimmten Menge macht Kaffee nicht mehr munterer - im Gegenteil: Die Leistungsfähigkeit kann durch Kaffee auch abnehmen.
Je mehr Kaffee, desto wacher - diese Regel stimmt nicht. Ab einer bestimmten Menge, dem "Break-Point", werde man nur noch nervöser, gereizter und könne sich weniger konzentrieren, sagt Lucie Nusbaum vom Verband der Ernährungswissenschaften in Bonn. Eine weitere Tasse fördert dann nicht mehr die Leistungs- oder Konzentrationsfähigkeit. Beides nehme sogar ab. Diese Tatsache sei auch das deutlichste Unterscheidungsmerkmal zu einer echten Abhängigkeit. Alkoholsüchtige zum Beispiel könnten durch jeden zusätzlichen Tropfen die gewünschte Wirkung verstärken.
Die vermeintliche Kaffee-Abhängigkeit sei lediglich eine Gewöhnung, sagt die Ernährungsberaterin. Trotzdem gebe es den sogenannten Entzugskopfschmerz: Darunter litten manche Menschen, die ihre gewohnte Kaffee-Dosis nicht erreichen. Das Koffein rege den Blutdruck kurzzeitig an. Wenn kein Nachschub kommt, kann der Kopf dröhnen. Wer sich Kaffee etwa wegen eines empfindlichen Magens abgewöhnen will, kann nur abwarten: "Mit dem Entzugskopfschmerz muss ich leben. Der kann ein paar Tage dauern", sagt Nusbaum.
Australische Forscher der Universität La Trobe kamen zu diesem kuriosen Ergebnis. zum Video
Grundsätzlich von Kaffee abraten will Nusbaum nicht. "Für Menschen mit sehr niedrigem Blutdruck ist er durchaus ein probates Mittel, um in den Tag zu kommen." Für sie könne eine Tasse am Morgen ein Anschub sein, der über den ganzen Tag anhält. Bei Menschen mit normalem Blutdruck halte die anregende Wirkung dagegen nur zwischen 10 und 30 Minuten an. "Generell kann man sagen: Kaffee wirkt schnell, kurz und die Wirkung ebbt ab", fasst Nusbaum zusammen. Mehr als vier Tassen Kaffee am Tag sollte man besser nicht trinken, da ein zu hoher Konsum dem Herz-Kreislauf-System schadet.
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Quelle: dpa-tmn
ewu schrieb:
am 1. Mai 2012 um 06:26:38
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Kaffee
Die Kopfschmerzen durch Koffeeinentzug kann ich bestätigen und die sind ganz schön heftig, verschwinden aber innerhalb weniger
Minuten nach genuss einer Tasse Kaffee.
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Anke schrieb:
am 30. Juni 2011 um 11:48:02
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@direi
Wenn man Kaffee in beliebig großen Mengen trinken will, sollte es aber auf jeden Fall koffeinfreier Kaffee sein. Von einem Bekannten
(trockener Alkoholiker) weiß ich, dass Koffein tatsächlich betrunken machen kann, wenn man es in großen Mengen zu sich nimmt. Und bei solch einem Rausch geht's einem danach ganz besonders übel!
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direi schrieb:
am 30. Juni 2011 um 02:17:39
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kaffee
kann beliebig getrunken werden. Wenn die gebrannten Bohnen die Leber-Galle reizen kann man Schonkaffee trinken. Regelmäßiger
Kaffeegenuß reduziert die Gefaht an Diabetes zu erkranken. Lesen Sie einmal die Risiken bei zuviel Trinkwassergenuß, insbesondere mit Kohlensäure. Also vernünftigen Umgang mit Getränken und auf sein "Inneres" hören, sonst wird jede Woche eine neue Sau durchs Dorf getrieben.
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