20.01.2012, 12:34 Uhr | ug, dpa-tmn, jlu
Die Nebenniere sitzt oberhalb der Niere, ist aber ein eigenständiges Organ. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Wie sie aussehen und welche Funktionen die beiden Nebennieren im Körper besitzen, ist vielen nicht bekannt. Die wenige Zentimeter großen Organe verdanken ihre Bezeichnung ihrer Lage; sie befinden sich jeweils am oberen Ende einer Niere - arbeiten aber unabhängig von den Organ. Dabei schütten sie stressregulierende Stoffe aus und sorgen so dafür, dass Stresshormone besser abgebaut werden. Ist die Nebenniere jedoch in ihrer Funktion gestört, kann dies weitreichende Folgen für den Körper haben.
Gefährlich wird es, wenn der Körper unter Dauerstress steht und dieser "auf die Nebenniere geht". Dann kann sie aus dem Gleichgewicht geraten und so dem ganzen Organismus schaden, warnt Monika Ehrhart-Bornstein vom Uniklinikum Dresden. Es sei nachgewiesen, dass Stress eine entscheidende Ursache für Depressionen, Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes sowie Neuro- und Immunerkrankungen ist, die weltweit zunähmen.
Der Stress schädigt dabei die Nebenniere nicht direkt, aber er führt dazu, dass sie mehr der stressregulierende Hormone Adrenalin und Cortisol produziert. Dieser Prozess ist zunächst normal und vernünftig, um schnell Energiereserven für Gehirn, Muskeln und die Durchblutung bereitzustellen. Anhaltender Stress aber führt zur Überproduktion und damit zum Schaden des gesamten Organismus. Durch den erhöhten Cortisol-Pegel wird das Immunsystem unterdrückt - der Betroffene ist anfälliger für Infektionen. Zudem kann eine Überproduktion von Stresshormone zu plötzlichen Bluthochdruckattacken mit Kopfschmerzen, Schwindel und Herzrasen führen. Schlimmstenfalls kommt es zu Herzrhythmusstörungen oder einer Hirnblutung.
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Gerät die Niere in ihrer Funktion dauerhaft aus dem Gleichgewicht, "kommt es zu einer Störung des Hormonhaushalts. Das Organ produziert entweder zu viele oder zu wenige Hormone", sagt Dr. Jens Lutz von der Abteilung Nephrologie am Klinikum rechts der Isar der TU München. Die Erkrankungen sind zwar selten, aber gefährlich - und die Folgen der Funktionsstörung unterschiedlich: Wer zu viel Cortisol im Körper hat, leidet beispielsweise an der so genannten Stammfettsucht: "Die Betroffenen haben dünne Arme und Beine, dafür aber Fettansammlungen am Bauch und im Nacken", erklärt der Nierenspezialist. Typisch seien auch rote Streifen Haut der Haut, Diabetes und Bluthochdruck.
Wird hingegen nicht zu viel, sondern zu wenig Cortisol produziert, auch Morbus Addison genannt, macht sich das mit Gewichtsverlust oder Müdigkeit bemerkbar. Auch Schwindel, Ohrensausen, Kopf- und Herzschmerzen können Folgen einer Unterfunktion sein. Schlimmstenfalls kann es zur so genannten Addison-Krise kommen. Dabei erleiden die Patienten einen lebensbedrohlichen Schock mit plötzlichem Blutdruckabfall. Gefährdet sind unter anderem langjährige Diabetiker und Alkoholiker. Die Ursache für Fehlfunktionen der Nierenneben seien meistens Tumore, ergänzt der Arzt. Auch genetische Ursachen können eine Fehlfunktion des Organs begünstigen. Einer Störung gezielt vorzubeugen, ist laut Experte nicht möglich.
ug, dpa-tmn, jlu
Issa schrieb:
am 30. Januar 2012 um 15:59:20
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@Achim
Versuchen Sie gar nicht erst, den Frauen was klarzumachen. Das schaffen Sie ohnehin nicht. Wenn Ihnen die Frauen egal sind, werden Sie
auch wieder Gewicht verlieren! Selber erlebt!
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Ziu57 schrieb:
am 30. Januar 2012 um 10:24:56
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Nathan schrieb: am 21. Januar 2012 um 12:22:32
.......Stress erzeugt in uns Hormone (Adrenalin) die aus Wasserstoff und Sauerstoff bestehen
und beim Abbau in Säuren, z.B. Vannelin-Mandelsäure umgewandelt wird..................Adrenalin (Epinephrin ), ist ein Hormon aus der Gruppe der Katecholamine. Merken Sie nicht, welchen Schwachsinn Sie schreiben - der nicht nur jedweder Logik widerspricht? "Hormone werden biochemisch aus speziellen körpereigenen Zellen synthetisiert".
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Ziu57 schrieb:
am 29. Januar 2012 um 13:26:02
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Nicht die Nebenniere - sondern die Nebennieren-Rinde
Hier wird unter anderem Morbus Addison als Auslöser von zu wenig Stress beschrieben.
Das dem Zusammenhang gerissen und falsch interpretiert. Bei Morbus Addison ( eigenständige Krankheit) kommt es durch eine Zerstörung der Nebenniere zu einem Hormonmangel, sodass man auch den Begriff der Nebennierenrindeninsuffizienz (Insuffizienz = Unterfunktion) verwendet. Seit wann ist Stress lebensnotwendig?
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