
15.02.2010, 11:42 Uhr | pir
Wein: Welcher Käse passt zum Wein? (Foto: Archiv)
Kein Geburtstag ohne die obligatorische Käseplatte. Die Gäste sitzen an einem Tisch und freuen sich über Roquefort, Emmentaler und Camembert. Dazu gibt es Trauben und natürlich: Wein. Käse und Wein passt immer – denkt man. Doch es gibt gewaltige Unterschiede. Ein paar Regeln helfen, damit das vermeintliche Traumpaar nicht sauer aufstößt. Die alte Regel, Käse passe nur zu Rotwein, sei überholt, weiß Noreen Rudolph, Weinexpertin und Mitglied der Deutschen-Sommelier-Union. „Die Leute sind experimentierfreudiger geworden“, so Rudolph. Und längst nicht jeder edle Tropfen schmecke zum Käse. Während Frischkäse und Weißwein immer gut harmonieren, sieht das bei Rotwein schon wieder ganz anders aus.
Grundsätzlich gilt, je cremiger der Käse, desto mehr Säure darf der Wein haben. Ein Brie oder Camembert schmeckt gut zu (halb)trockenem Riesling oder einem Grauburgunder. Vorsichtig sollte man bei Blauschimmelkäse sein. Ein süßer Weißwein passt wunderbar. „Ein Rotwein hingegen kann dazu stark metallisch schmecken“, so Rudolph. Frischkäse und junge, rindenlose Käse, wie etwa Mozarella oder Mascarpone, harmonieren am besten mit säuerlichen, nicht zu fruchtigen Weißweinen. Mit einem leichten, lebhaften Silvaner, einem Weißburgunder, oder Bacchus liegt man genau richtig. Zu Hartkäse wie Allgäuer Bergkäse, Allgäuer Emmentaler und Parmesan passt ein gehaltvoller Weißwein so gut wie ein samtiger, nicht zu tanninreicher Rotwein. Zu altem Hartkäse, in dem das Salz schon auskristallisiert ist, sollte man einen süßen Wein reichen.
„Vertrauen Sie dem kollektiven Geschmack in den Regionen“, rät die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft auf ihrem Online-Portal wein.de. Weine und Käse aus einer Region passen demnach in der Regel gut zusammen. Ein feiner Burgunder gehört zu einem burgundischen Käse, beispielsweise zu dem mittelreifen Époisses. Natürlich ist es nicht immer möglich, zu jedem Käse, der auf der Platte liegt, den geeigneten Wein zu reichen. Grundsätzlich gilt: Der Tropfen sollte sich immer nach dem kräftigsten Käse richten. Bei einem Schimmelkäse ist eine weiße Auslese die richtige Wahl.
Ein einziger Wein reicht jedoch nicht aus. Sommelière Noreen Rudolph rät, zumindest zwei Weine anzubieten: einen leichten, fruchtbetonten Rotwein und einen kräftigen Weißwein, etwa einen französischen von der Rhone. Das wecke die Experimentierfreude: „Die Geschmäcker sind verschieden und gerade einer lustigen Runde macht es Spaß, etwas Neues auszuprobieren“.
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pir
Caro schrieb:
am 5. Februar 2012 um 09:40:59
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Wein u.Käse
Probiert mal einen deutschen Rotwein aus Rheinhessen (Dornfelder halbtrocken)
bei maximal 18 Grad. Dazu einen mittelalten
spanischen Ziegenkäse (Hartkäse) auf Parisienne-Weißbrot. Vergesst die teuren Franzosen- und Italienerrotweine.
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