
30.11.2011, 09:15 Uhr | t-online
So geraten Sie mit dem Weihnachtsessen nicht in Stress (Foto: imago)
Die Erwartungen an das Weihnachtsessen sind hoch: Etwas Besonderes soll es sein, was nicht alle Tage auf den Tisch kommt. Natürlich soll es lecker schmecken und auch der optische Gesamteindruck muss stimmen. Doch weil alles perfekt werden soll, bedeutet die Zubereitung des Weihnachtsessen oft Stress pur. Dabei ist es gar nicht so schwer, den Stresspegel ein wenig zu reduzieren. Wie das geht? Ganz einfach: Fangen Sie einige Tage vorher schon an, Ihr Weihnachtsmenü zu kochen und frieren Sie möglichst viel ein. Worauf Sie bei der Vorbereitung achten sollten.
Vorspeisen, Desserts und Beilagen lassen sich prima im Vorfeld vorbereiten und bleiben in der Tiefkühltruhe frisch. Im ersten Schritt besorgen Sie sich am besten beschichtete Dosen, die zum Einfrieren geeignet sind, sowie Gefrierbeutel in verschiedenen Größen.
Saucen können eingefroren werden. Nur Sahne zerfällt bei extremen Minusgraden und flockt. Frieren Sie deshalb bitte keine Sahnesaucen ein. Die richtige Konsistenz kann nach dem Gefriergang beim Erwärmen durch die Hingabe von Sahne erzielt werden. Wichtig: Fleisch und Soße sollten immer separat eingefroren werden.
Blätterteiggebäck als Vorspeise ist ein beliebtes Fingerfood. Sie formen den Teig einfach nach Belieben und frieren die Blätterteigstückchen ein. Aufgebacken ist das Gebäck genauso knusprig, als hätten Sie sie es frisch zubereitet. Nehmen Sie das Gebäck ein bis zwei Stunden vor dem Backen oder Braten aus dem Gefrierfach heraus.
Für ein Festessen mit Gästen sind große Braten ideal. Denn sobald sie im Ofen brutzeln, beanspruchen sie nur noch wenig Aufmerksamkeit und Sie können sich in der Zwischenzeit Ihren Gästen widmen. Sie müssen nur ab und zu gewendet und mit Flüssigkeit übergossen werden. Um dem weihnachtlichen Einkaufsstress zu entgehen, kann das Fleisch vorher eingekauft und ohne Qualitätsverlust eingefroren werden. Wichtig ist dann aber, das Fleisch langsam aufzutauen, am besten über Nacht im Kühlschrank. Auf keinen Fall darf das gefrorene Fleisch zum Auftauen in warmes Wasser gelegt werden. Dadurch geht zu viel Fleischsaft verloren und der Braten wird trocken. Die große Kunst beim Braten besteht darin, das Fleisch zart und saftig auf den Tisch zu bringen. Deshalb sollte möglichst viel Fleischsaft im Braten gehalten werden. Das wird erreicht, indem das Fleisch immer in heißem Fett rundum gut angebraten wird. Dabei entsteht eine Kruste, die verhindert, dass Fleischsaft ausläuft. Auch sollte der Backofen immer vorgeheizt werden - das verstärkt die Kruste. Vor dem Aufschneiden des fertigen Bratens lässt man ihn ein paar Minuten ruhen, damit kein Saft verloren geht.
Denken Sie daran, auch die Beilagen vorzubereiten, um am großen Abend Zeit zu sparen. Kartoffelpüree, Steckrübenröstis, Fenchelkompott, Steinpilzpolenta, kleine Porree-Eierkuchen - all diese auf Gemüsebasis zubereiteten Beilagen eignen sich hervorragend zum Einfrieren. Einzige Ausnahmeist die Kartoffel. Kartoffeln aus der Gefrierkühltruhe schmecken nie so gut wie frisch zubereitete Erdäpfel.
Was viele nicht wissen: Fast alle Desserts lassen sich einfrieren - auch hier sparen Sie also Zeit. Umso besser, denn die Zubereitung von Desserts ist bekanntlich sehr aufwändig. Von Trockengebäck über Cremes bis hin zu Kuchen. Nur Vanillesoße und Tortencreme sollten Sie frisch zubereiten. Es stellt also überhaupt kein Problem dar, ein Tiramisù, eine Torte oder einen Schichtkuchen vorzubereiten, einzufrieren, einige Stunden vor dem Verzehr aufzutauen und vor dem Servieren mit einer hübschen Dekoration zu versehen.
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