24.03.2011, 11:02 Uhr | lac
Vollkornnudeln schnitten im Test nicht besonders gut ab. (Foto: imago)
Ob mit Tomatensauce, Pesto oder als leckerer Auflauf - die Deutschen lieben Nudeln. In jedem zweiten deutschen Haushalt wird mindestens ein Mal pro Woche Pasta gegessen. Besonders beliebt sind die spiralförmigen Nudeln, Fusilli oder Spirelli genannt. Die Stiftung Warentest hat 25 Sorten auf Schadstoffe geprüft und den Geschmack bewertet. Das Ergebnis: Zwei Produkte hätten so nicht verkauft werden dürfen, denn sie enthielten Schimmelpilzgift. Lesen Sie hier, wie die Nudeln abgeschnitten haben.
Getestet wurden 18 Hartweizennudeln, vier Teigwaren mit Ei und drei Vollkorn-Produkte. Die besten Nudeln im Test waren die "Buitoni Eliche" von Nestlé. Sie schmeckten aromatisch und waren frei von Schadstoffen - dafür gab es die Note gut. Allerdings sind sie mit 1,29 Euro pro 500 Gramm relativ teuer. Günstiger und ebenfalls gut ist das Produkt "Fusilli Mama Gina" von Netto Markendiscount: Die Nudeln kosten nur 0,39 Euro pro 500 Gramm. Insgesamt wurden zehn Produkte mit gut bewertet - darunter auch die Pasta von Aldi Nord und von Lidl.
Mit der Note mangelhaft bewerteten die Tester hingegen die "Bio-Spirelli" von Alnatura und "enerBio Vollkorn-Spirelli" von Rossmann. Sie enthielten große Mengen des Schimmelpilzgiftes Deoxynivalenol, kurz DON. Mehr als ein Mikrogramm DON pro Kilogramm Körpergewicht sollte man am Tag nicht zu sich nehmen. Mit einer 100-Gramm-Portion der Rossmann- oder Alnatura-Nudeln überschreiten Erwachsene diesen Grenzwert bereits um die Hälfte. Für Kleinkinder wären schon 20 Gramm dieser Nudeln täglich zu viel. Wer aber schon von den Alnatura- oder Rossmann-Spirelli gegessen hat, muss deshalb nicht in Panik verfallen: Gelegentliche Überschreitungen der tolerierbaren DON-Menge führen nicht zu Vergiftungen. Rossmann stoppte aufgrund der Testergebnisse den Verkauf der betroffenen Nudeln. Auch Alnatura rief die Packungen im Februar aus dem Handel zurück.
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In zwei Produkten fanden die Tester Mineralöl. Dabei handelt es sich um die Nudeln "Fusilli n. 98" von Barilla und "Quality Fusilli" von real. Dennoch gab es für beide die Note befriedigend. Vermutlich stammt das Mineralöl aus der Verpackung: Die Nudeln steckten in Pappkartons. Die Pasta von real schmeckte zudem nach dem Kochen leicht nach Pappe. Stiftung Warentest empfiehlt deshalb, Nudeln aus Pappverpackungen zum Lagern in verschließbare Dosen umzufüllen. Mängel fanden die Tester auch bei den "Fitmacher Spiralen" von Riesa: Sie wiesen zahlreiche Risse auf und zerfielen beim Kochen.
Mehr lesen Sie auf www.test.de/nudeln.
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