09.02.2011, 17:46 Uhr | afp
Bei Parkinson kann Vitamin D helfen. (Foto: imago)
Vitamin D hilft einer neuen Studie zufolge möglicherweise gegen Parkinson. Menschen mit einer vergleichsweise hohen Vitamin-D-Konzentration im Blut hätten ein deutlich reduziertes Risiko, an Parkinson zu erkranken, heißt es in einer Studie, die von der US-Fachzeitschrift "Archives of Neurology" veröffentlichten wurde. Die Wissenschaftler des finnischen nationalen Gesundheitsinstituts in Helsinki hatten fast 3.200 Finnen im Alter von 50 bis 79 Jahren untersucht.
Zu Beginn der Studie vor 30 Jahren litten die Teilnehmer nicht an Parkinson. Bis 2007 waren 50 Teilnehmer der Untersuchungsgruppe an Parkinson erkrankt. Die langsam fortschreitende neurologische Erkrankung geht mit Muskelstarre, Muskelzittern und verlangsamten Bewegungen einher. Den Auswertungen zufolge hatten die Teilnehmer mit den höchsten Vitamin-D-Werten im Vergleich zu jenen mit den niedrigsten Werten, ein um zwei Drittel vermindertes Parkinson-Risiko. Das Ergebnis bekräftige die Vermutung, dass ein Vitamin-D-Mangel Parkinson begünstigt, schreiben die Autoren der Studie.
Vitamin D wird im menschlichen Körper gebildet, wenn er UV-Strahlen ausgesetzt ist. Zu einer guten Versorgung mit Vitamin D tragen vor allem fetthaltige Fische bei, aber auch Eier, Milchprodukte und Margarine. Weil in Finnland die Sonne vergleichsweise wenig scheint, ist die Bevölkerung chronisch unterversorgt mit Vitamin D - mit durchschnittlich nur der Hälfte des empfohlenen Wertes. Die Teilnehmer der Studie hatten also bereits eine relativ niedrige Vitamin-D-Konzentration im Blut. Wissenschaftlern zufolge leiden in Nordamerika und Europa zwischen 40 und 100 Prozent der Erwachsenen an einer Vitamin-D-Unterversorgung.
Laut einer Studie der Universität Exeter, ist eine Unterversorgung mit Vitamin D auch mit einer krankhaft nachlassenden Gehirnleistung im Alter verbunden. Menschen, die älter als 65 Jahre alt sind und eine sehr niedrige Vitamin-D-Konzentration im Blut haben, seien dafür besonders anfällig. Bei denjenigen mit der niedrigsten Konzentration erhöhe sich das Risiko, dass sich die mentalen Fähigkeiten in den sechs Folgejahren verschlechtern, um 60 Prozent. So die Studie, die im US-Fachmagazin "Archives of Internal Medicine" veröffentlichten wurde.
Bislang war Vitamin D bereits für seine wichtige Rolle für stabile Knochen bekannt. Es wird zudem vermutet, dass Vitamin D das Risiko vermindert, an Krebs, Kreislauferkrankungen oder Altersdiabetes zu erkranken.
Quelle: AFP
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