07.08.2008, 11:29 Uhr | cme
Auch Darmbakterien können dick machen. (Foto: Imago)Haben auch Sie schon einmal vergeblich Kalorien gezählt, doch die Pfunde wollten einfach nicht purzeln? Die Gleichung "Viele Kalorien = viel Gewicht" geht nicht immer auf. Die Gewichtsregulation ist ein komplizierter Mechanismus, der durch Hormone gesteuert und von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. So weiß man inzwischen, dass Stress und Schlafmangel zu unerwünschten Fettpolstern führen können. Und sogar Bakterien im Darm können bewirken, dass wenig Kalorien verbraucht werden und der Speck dadurch bleibt. Wir erklären zehn kalorienfreie Dickmacher.
Stress, Bakterien, Gene Zehn kalorienfreie Dickmacher
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Die Forschung, die den Zusammenhang zwischen Darmbakterien und Gewicht klären soll, steckt noch in den Kinderschuhen. Mehrere Studien belegen aber, dass sich die Darmflora von Übergewichtigen und schlanken Menschen unterscheidet. So verwerten die "fleißigen" Bakterien molliger Menschen die Kalorien wesentlich besser als die "faulen" Keime der Schlanken. Die Folge: Bei Dicken reichen schon wenige Kalorien, um das Gewicht zu halten, wer mehr isst, nimmt weiter zu. Die gute Nachricht ist, dass sich die Darmflora durch gesunde Ernährung beeinflussen lässt.
Wesentlich besser erforscht ist der Einfluss von Stress und Schlafmangel auf das Gewicht. So belegen mehrere Studien, dass gestresste Menschen ein höheres Risiko haben, unerwünschte Fettpolster anzusetzen. Wer viel Stress im Beruf hat, kann diesen natürlich nicht so einfach wegzaubern. Ein gutes Zeitmanagement und gezielte Entspannungsmethoden helfen jedoch, die Anspannung abzubauen. Außerdem hilft es, sich am Tag vorher schon Gedanken übers Essen zu machen. Wer sich morgens kleine gesunde Snacks wie Obst, Salat oder Joghurt einpackt, lässt sich tagsüber nicht so leicht durch Schokolade oder fette Snacks verführen. Weitere Studien zeigen, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene, die zu wenig schlafen, leichter dick werden.
Nicht alle Faktoren, die unser Gewicht regulieren, lassen sich beeinflussen. Der Zusammenhang zwischen Genen und Gewicht ist in der Wissenschaft inzwischen allgemein akzeptiert. Wie groß der Einfluss ist, wurde noch nicht abschließend geklärt. Studien gehen aber von 30 bis 70 Prozent aus. Kinder übergewichtiger Eltern werden daher leichter dick und haben später häufiger mit überschüssigen Pfunden zu kämpfen. Aussichtslos ist dieser Kampf allerdings nicht, da gesunde Ernährung, Sport und ein ausgeglichener Lebensstil das Gewicht ebenfalls beeinflussen.
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