13.11.2009, 08:39 Uhr | AP
Weil sie zu fett, zu süß und zu viel Essen haben viele Deutsche Übergewicht. (Foto: imago)Zu fett, zu süß, zu viel: Weil sie so essen, sind zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen in Deutschland zu dick. Damit sind die Deutschen die Dicksten in Europa. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Organisation "diabetesDe" ist dies ein wesentlicher Grund für die dramatische Ausbreitung der Volkskrankheit Diabetes. Laut der International Diabetes Federation leben hierzulande bereits etwa 7,5 Millionen Diabetiker. Hinzu kommen rund 3,5 Millionen Betroffene, die nichts von ihrer Erkrankung wissen.
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Die Ursachen für diese Entwicklung seien zu wenig Bewegung und eine falsche Ernährung, teilten die beiden Organisationen mit. Weil sich die Essgewohnheiten verändert haben und man überall fast nur kalorienreiche Speisen bekommt, essen viele Deutsche zu fett, zu süß und zu viel. Und auch weil sie immer häufiger zu Fast Food, Fertigprodukten und verarbeiteten Lebensmitteln greifen, werden die Menschen hierzulande immer dicker.
Hinzu kommt, dass sich hinter Aussagen wie "reich an Vitaminen" oder so genannten Fitness- und Wellnessprodukten oft sehr fett-, zucker- oder kalorienreiche Lebensmittel verstecken. "Viele der heutigen Lebensmittel werden mit irreführender Werbung verkauft", sagt Dietrich Garlichs, Geschäftsführer von "diabetesDE". "Wenn wir nicht rasch für eine klare Lebensmittelkennzeichnung sorgen, steuern wir auf einen Ernährungskollaps ungeahnten Ausmaßes zu", so Garlichs weiter.
Die Lebensmittelhersteller seien aufgefordert, ihren Widerstand gegen eine klare und verständliche Nährwertkennzeichnung wie die Ampelkennzeichnung aufzugeben. Bei diesem Modell signalisieren die Farben Rot, Gelb und Grün wie viel Zucker, Fett und Salz in den Lebensmitteln enthalten sind. Dickmacher im Supermarkt ließen sich so schnell enttarnen.
Für Menschen mit Diabetes seien darüber hinaus die Kalorienangabe und die Menge der Kohlenhydrate wichtig, damit sie Zeitpunkt und Dosis ihrer Insulinzugabe oder der zuckersenkenden Tabletten bestimmen können. Auch das Speiseangebot an Schulen und Betrieben müsste sich stärker an den Empfehlungen für eine gesunde Ernährung orientieren.
AP
julia schrieb:
am 9. April 2010 um 19:57:06
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zeitmangel?
Wer sich informieren will findet diese Informationen auch; auch ohne Ampelsystem.
Dafür kann man nicht die
Lebensmittelhersteller allein verantwortlich machen.
Aber es ist ja bequemer und man muss sich weniger Gedanken machen wenn man nicht weiß was man isst, nicht wahr?
Naja, der Griff zu Fertigprodukten und Fast Food liegt eben auch nahe, gerade bei Zeitmangel.
Nicht umsonst gehören die Deutschen auch zu den gestresstesten Europäern..da fehlt wohl auch für gesunde Ernährung die Zeit..?
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