20.11.2007, 10:01 Uhr | cme
FdH ist die beliebteste Abspeckmethode. (Foto: Archiv)Im Kampf gegen überflüssige Pfunde setzen die Deutschen vorwiegend auf die traditionelle Methode "Friss die Hälfte" (FdH). Das hat eine repräsentative Umfrage der Nürnberger GfK Marktforschung im Auftrag der "Apotheken Umschau" ergeben. Mehr als die Hälfte (55,6 Prozent) aller Befragten, die im vergangenen Jahr etwas gegen ihr Übergewicht unternommen haben, vertrauten demnach auf die beliebte Abspeckmethode. Bei dem FdH-Prinzip werden bei jeder Mahlzeit die Portionen halbiert. Die einfache Durchführung sowie die Tatsche, dass keine Lebensmittel verboten sind, erklärt wohl die Beliebtheit der FdH-Diät. Doch kann man mit dem Prinzip tatsächlich abnehmen?
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Heißhunger und Nährstoffmängel möglich
"Wir raten von dieser Methode strikt ab", sagt Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). "Da nicht nur die Kalorien, sondern auch Vitamine und Mineralstoffe halbiert werden, sind Nährstoffmängel möglich", so die Expertin. Zudem esse man sich selten satt, sodass Heißhunger und Fressattacken auftreten könnten. Ein weiterer Nachteil: Da die Essgewohnheiten nicht verändert werden, setzt bei Umstellung auf normale Ernährung der Jojo-Effekt ein. Die Folge: Die Pfunde sind schnell wieder drauf. Auch die Stiftung Warentest beurteilt das FdH-Prinzip als "weniger bis gar nicht geeignet".
Besser: Viel pflanzliche Lebensmittel, wenig Fett
Als Alternative zu FdH rät Silke Restemeyer zu einer Ernährungsumstellung, bei der vor allem Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte auf den Speiseplan gesetzt werden. Dies sind zum Beispiel Gemüse und Vollkornprodukte. Von diesen nährstoffreichen Lebensmitteln kann reichlich gegessen werden, während Fett und Zucker eingeschränkt, aber nicht verboten werden. Die Sättigung sei dabei besser und somit auch die Chancen auf eine dauerhaft schlanke Figur, so die Expertin.
Sport zum Abnehmen nicht beliebt
Dass das Thema Abnehmen für die Deutschen eine große Rolle spielt, zeigt die aktuelle GfK-Umfrage. Mehr als jeder Zehnte, nämlich 12,7 Prozent der Befragten hatten in den vergangenen zwölf Monaten etwas gegen ihr Übergewicht unternommen. Insgesamt wurden 2039 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt. Obwohl Bewegung als wichtige Hilfe beim Abspecken gilt, startete nur jeder Achte (12 Prozent) ein intensives Sport- oder Bewegungsprogramm. Auch Medikamente sind als Diäthilfe kaum gefragt. Lediglich 2,7 Prozent gaben an, mit Appetitzüglern, Abführmitteln oder Ähnlichem abgespeckt zu haben. Wie viele Abspeckwillige die Diät nicht durchhielten oder sie schon nach geringen Erfolgen abbrachen, geht aus der Umfrage nicht hervor.
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