16.01.2012, 17:47 Uhr | dapd /dpa/ akl
Mit einem Glas Wasser aus der Leitung kann man beruhigt den Durst löschen. stillen. Trinkwasser zählt in Deutschland zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln. Erneut ist die Qualität bundesweit als gut bewertet worden.
Die Qualität des Trinkwassers in Deutschland erhält überall gute bis sehr gute Noten. Die Grenzwerte für chemische oder mikrobiologische Belastungen des Wassers würden nur in sehr wenigen Einzelfällen überschritten, teilten das Bundesgesundheitsministerium und das Umweltbundesamt am 16. Januar bei der Vorlage des jüngsten Bericht zur Trinkwasserqualität in Berlin mit.
Bei Untersuchungen zur Belastung des Trinkwassers seien im Berichtszeitraum zwischen 2008 und 2010 bei mehr als 99 Prozent der Messungen die Anforderungen eingehalten und die Grenzwerte nicht überschritten worden, erklärten die Behörden.
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UBA-Präsident Jochen Flasbarth betonte: "Trinkwasser in Deutschland kann man ohne Bedenken zu sich nehmen. Die qualitativen Eigenschaften bekommen nach wie vor ausschließlich Bestnoten." Als Lebensmittel Nummer eins müsse Trinkwasser hohen Anforderungen genügen. Die Trinkwasserverordnung gibt diese verbindlich vor. Es dürfen zum Beispiel keine Krankheitserreger oder gesundheitsschädigende Stoffe im Trinkwasser enthalten sein.
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) betonte, die Wasserwirtschaft in Deutschland habe seit 1990 über 110 Milliarden Euro investiert. "Der Bericht belegt, dass Trinkwasser in Deutschland überall eine gute bis sehr gute Qualität hat. Die hohen Investitionen für Wasserversorgungsanlagen, Netze und für den Trinkwasser-Ressourcenschutz tragen zu diesem Erfolg maßgeblich bei", sagte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser beim BDEW.
Bei Nitrat-Belastungen gab es erneut einen rückläufigen Trend. Während die Grenzwertüberschreitung von Nitrat im Jahr 1999 bei 1,1 Prozent gelegen habe, sei sie bis 2010 auf nahezu null Prozent gesunken. "Reduziert werden konnte der Nitratgehalt im Trinkwasser vor allem durch weiterreichende Aufbereitungsmaßnahmen sowie durch die Mischung mit weniger belastetem Wasser", betonte das UBA. Grenzwertüberschreitungen bei Blei kämen in der Regel nicht aus dem Wasserwerk, sondern aus bleihaltigen Leitungen und Armaturen, die die allgemein anerkannten Regeln der Technik nicht erfüllten. Das sei auch meist die Ursache, wenn Überschreitungen bei Kupfer, Nickel und Cadmium auftreten. Aber auch Grenzwertüberschreitungen würden in der Regel keinerlei Gefahr für die Gesundheit der Bürger darstellen.
Das beste Wasser verliert jedoch an Qualität, wenn es zu lange in der Leitung steht. Daher sollte man, bevor man das Glas füllt, das Wasser eine Weile laufen lassen. So wird das abgestandene Wasser aus der Leitung gespült. Wird das Wasser aus dem Hahn kühler, ist das ein Zeichen dafür, dass es frisches Wasser ist. Wer sich bei die Qualität seines Wassers unsicher ist, kann das Trinkwasser untersuchen lassen. Das örtliche Gesundheitsamt ist der richtige Ansprechpartner.
Die Qualität des Trinkwassers muss in Deutschland hohen Anforderungen genügen. Die Qualitätsstandards für Trinkwasser werden in der Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV ) festgelegt und regeln die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch. In der Verordnung sind unter anderem die Grenzwerte für das natürlich vorkommende Schwermetall Uran im Trinkwasser (zehn Mikrogramm pro Liter) und die technischen Maßnahmenwerte für die Legionellenkonzentration in Trinkwasser-Installationen festgelegt. Dieser liegt bei 100 "koloniebildenden Einheiten“ (KBE) in 100 Milliliter Wasser. Legionellen können schwere Lungenentzündungen hervorrufen. Die Werte werden regelmäßig von den zuständigen Gesundheitsämtern überprüft.
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Quelle: dpa , dapd
regine schrieb:
am 9. März 2012 um 23:20:35
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fragwürdig
Würde dieses Ministerium auch eine schlechte Qualität veröffentlichen.Sicherlich nicht.
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DeusRex schrieb:
am 19. Januar 2012 um 16:02:01
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Ich trinke dennoch..
...kein Wasser aus der Leitung! Ist doch aber beruhigend, daß ich es könnte!
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ihrkoenntmichmal schrieb:
am 18. Januar 2012 um 09:45:31
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Trinkwasser
Das Leitungswasser in Deutschland kann, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, zwar ohne Bedenken getrunken werden, wird vorher
aber meist aufwändig aufbereitet. Demgegenüber muss Mineralwasser ursprünglich rein sein und darf, mit Ausnahme der Enteisenung und evtl. Zusatz von CO2 nicht aufbereitet und verändert werden. Es ist also irreführend, ständig mit dem Spruch "Trinkwasser ist eins der am besten untersuchten Lebensmittel" gegen Mineralwasser zu polemisieren.
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