
15.11.2011, 11:42 Uhr | Spiegel Online
Kann man den Blutzuckerwert bald am Auge messen? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Bis zu zehnmal am Tag müssen Diabetiker ihre Blutzuckerwerte prüfen - mit einem kleinen Stich. Eine Tortur gerade für Heranwachsende. Doch Erleichterung ist in Sicht: Forscher haben nun bewiesen, dass Tränenproben das Pieksen ersetzen könnten.
Die meisten Patienten entwickeln Diabetes erst in fortgeschrittenem Alter. Doch auch viele Kinder leiden an der Stoffwechselerkrankung, die wegen der einhergehenden Abweichungen im Blutzuckerspiegel als "Zuckerkrankheit" bezeichnet wird. Gemein ist allen Diabetes-Varianten, dass mit der Diagnose eine ungeliebte Routine ins Leben einzieht: Die mehrfach täglich anhand einer Blutprobe durchgeführte Messung der Blutzuckerwerte, sowie das Spritzen von Insulin zu ihrer Regulierung.
Gerade Kindern und Heranwachsenden verlangt das eine enorme Disziplin ab. Bis zu zehnmal am Tag, mitunter häufiger, müssen sie sich stechen und messen. Nicht wenige vermeiden die Prozedur, wo immer sie können, lügen sich ihre Werte schön - und gefährden so ihre Gesundheit. Oft dauert es Jahre, bis die Prozedur so selbstverständlich geworden ist, dass das Leiden daran aufhört.
Diabetiker müssen mehrmals täglich den Blutzuckerwert messen. Wie man dabei Fehler vermeidet. zum Video
Wenn alles gutgeht, könnte sich das ändern. Forscher der John's Hopkins University in den USA arbeiten derzeit an der Entwicklung eines Messverfahrens, das nicht mehr auf Blut, sondern auf Tränenflüssigkeit beruht. Dass es prinzipiell funktioniert, ist bereits nachgewiesen: In der kommenden Ausgabe der Fachzeitschrift "Analytical Chemistry" berichten Mark Meyerhoff und Kollegen von Testreihen mit Kaninchen, in denen sie nachweisen konnten, dass die Zuckerwerte von Blut und Tränenflüssigkeit korrelieren.
Das macht es denkbar, das ungeliebte Pieks-Verfahren beispielsweise durch einen Wischtest zu ersetzen. Nutznießer wären Schätzungen zufolge bis zu fünf Prozent der Weltbevölkerung, rund 350 Millionen Menschen sollen derzeit Diabetes haben. Im Vormarsch ist vor allem der Typ 2, der als Zivilisationskrankheit gilt: Ausgelöst wird er häufig durch übermäßige Fehlernährung, besonders häufig ist er bei Übergewichtigen. Nur etwa zehn Prozent der Diabeteskranken leidet am Typ 1. Gerade bei ihnen aber kommt es besonders häufig zur Ersterkrankung in der Kinder- und Jugendzeit.
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Quelle: Spiegel Online
diplomurkunde schrieb:
am 21. Januar 2012 um 17:53:29
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diabetes
steche 5x am tag, ist sehr lästig und tut mittlerweile weh, da ja die fläche zum stechen sehr oft mehrmals belastet wird. wäre
toll, wenn das verfahren des wischens bald zur verfügung stehen würde.
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Udo70 schrieb:
am 20. Dezember 2011 um 11:54:40
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Diabetes II
BZ selbst messen ist ok, aber man sollte bedenken daß die Hba1c-Werte bei einem älteren Menschen ruhig bis 7,5 gehen dürfen
und nicht die Werte eines 21 jährigen haben müssen. Bei Wikimedia mal nachsehen !!! Oder vernüftigen Arzt konsultieren.
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wolf59 schrieb:
am 21. November 2011 um 09:29:44
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Blutzuckerwerte messen
Diese ewige Pickserei ist schon läßtig ! Es gibt Nano-Techniken in jedem Bereich der Medizin ! Warum nicht eine
Minisonde ( siehe herzschrittmacher usw. ) in einer Arterie einpflanzen und somit die Blutwerte auf ein kleinens messgerät( z.B .Armbanduhr ) übertragen ?? Ich würde mich sofort bereit erklären !
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