05.03.2010, 12:40 Uhr | apn/cme
Dehnen schützt nach Ansicht von Experten nicht vor Muskelkater. (Foto: Imago)
Entgegen der landläufigen Meinung können Dehnungsübungen vor dem Training Muskelkater nicht verhindern. Nicht einmal eine tatsächliche Minderung des Verletzungsrisikos sei wissenschaftlich bewiesen, sagt Hans-Joachim Appell von der Sporthochschule Köln. Ist Stretching also überflüssig? Und wenn nicht: Wann sollte man die Übungen überhaupt machen?
Ebenfalls wenig Einfluss auf die Linderung von Muskelkater haben Sauna, Massagen und warmen Bäder. Schlicht für Unsinn hält Appell zudem die Empfehlung, weiterzutrainieren, wenn es bereits wehtue. Der Schmerz sei vielmehr ein Zeichen dafür, dass man sich schonen sollte, betont der Sportwissenschaftler. Allenfalls leichte Gymnastik könnte sinnvoll sein.
Appells Kollege, Dr. Ingo Froboese, sieht beim Dehnen vor allem drei positive Effekte. Erstens: Durch die Streckung werden alle Schichten, die die Muskulatur umgegeben, gleitfähiger gemacht. Das verbessert die Beweglichkeit. Zweiter Effekt: "Dehnung wärmt die Muskulatur auf, steigert so die Durchblutung und wirkt sich dadurch ebenfalls vorteilhaft auf die Beweglichkeit aus." Der dritte Effekt tritt langfristig ein: "Regelmäßige Dehnungsübungen bewirken eine Längenzunahme des Muskels durch zusätzliche Einlagerung von Eiweiß." Auch dadurch werden die Muskeln insgesamt beweglicher, so Froboese.
"Dass Dehnen vor dem Sport unmittelbar verletzungsprophylaktisch wirkt, wurde nie nachgewiesen", sagt Prof. Ingo Froboese. Langfristig könne es dennoch das Risiko von Muskel- und Bänderverletzungen, etwa beim Umknicken senken. "Regelmäßiges Dehnen führt zu stabileren Strukturen des Bindesgewebes", so der Experte. Durch Kräftigung des Bindegewebes erreiche man eine bessere Festigkeit und Elastizität. Vor allem einseitige Belastungen, zum Beispiel beim Laufen, verkürzen zudem auf Dauer die Muskulatur. Denn während der Belastung zieht sich der Muskel zusammen. Verkürzte, zu wenig gedehnte Muskeln sind anfälliger für Verletzungen.
Ingo Froboese spricht sich klar für Dehnungsübungen aus: "Ich halte Dehnen für absolut wichtig." Man dürfe sich aber nicht zu viel davon versprechen. Dehnen sei kein Schutzbrief gegen Sportverletzungen, könne aber dabei helfen, das Risiko zu senken. Dabei komme es auf die richtige Ausführung an. "Dehnen Sie sich nicht ruckartig und schnell, sondern langsam und kontrolliert." Froboese empfiehlt, die gedehnte Position jeweils 10 bis 20 Sekunden zu halten. Vor allem nach dem Training sind Dehnungsübungen sinnvoll. "Dehnen ist hervorragend geeignet, um Sport nachzubereiten." Die Übungen helfen bei der Regeneration des Muskels, erklärt Froboese. "Durch das Dehnen können zum Beispiel Spannungszustände im Muskel abgebaut werden."
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apn/cme
XXL schrieb:
am 5. März 2010 um 17:27:21
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Unterschied?
Wo ist der Unterschied zwischen Dehnen und Stretching?
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Mr.Ultra schrieb:
am 5. März 2010 um 17:22:39
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Dehnen
Dehnen oder Stretching verhindert Muskelkater?Totaler unsin,Dehnen und oder Stretchen verhindern eine Muskelverkürzung ,Muskelkater
ist das Ergebniss schlecht dosierten Trainings.
mehr
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RudiWeindl schrieb:
am 5. März 2010 um 16:58:03
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Dehnen
Nurmal kurz angemerkt. Dehnen und Stretching sind sportmedizinisch 2 ganz unterschiedliche Betätigungen.
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