18.08.2010, 14:32 Uhr | vdb
Spinnen: Manch einer fürchtet sich beim Anblick der Kellerspinne. (Foto: dpa)
Sie zählen zu den unbeliebten Gästen, die sich in den meisten Haushalten regelmäßig einfinden: Langbeinige, unschöne Spinnen. Ihr bloßes Aussehen entsetzt viele Frauen, bei manchen löst es Angstzustände aus. Welche Arten aber sind es, die im heimischen Keller lauern und wie wird man sie wieder los? Wir haben mit einem Experten gesprochen.
Spinnen ernähren sich von anderen Insekten. Verwunderlich erscheint es deshalb, dass sie sich in Kellern und dunklen Wohnungsecken finden. "Es gibt Spinnenarten wie die Keller- oder die Zitterspinne, die in diesem, für sie unnatürlichen, Umfeld leben. Sie haben sich an die menschliche Umgebung gewöhnt und fühlen sich dort wohl", sagt Julian Heiermann, Zoologe beim Naturschutzbund (Nabu).
Andere Spinnenarten - wie zum Beispiel die Zebraspinne- suchen keineswegs ein Dach über dem Kopf. Durch offene Fenster und Balkontüren verirrt sie sich schlichtweg in geschlossene Räume. Etwas anders im Herbst: "Dann suchen Spinnen geeignete Überwinterungsplätze, die sie vor niedrigen Temperaturen schützen", so Heiermann. Gesundheitsgefährdend sind die unwillkommenen Mitbewohner aber nicht: "Es gibt in Deutschland keine giftigen Spinnen", so Heiermann. Auch die oftmals gefürchtete Kreuzspinne kann dem Menschen nichts anhaben (Sind Gartenkreuzspinnen giftig?).
Trotzdem sind vielen Menschen die langbeinigen Spinnentiere zuwider. Ihr einziger Wunsch ist es, das Getier so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Von dem Aufsaugen mit einem Staubsauger rät Tierschützer Heiermann allerdings ab. Diese Methode sei für Spinnen besonders qualvoll, zudem überleben einige Arten die Tortur und krabbeln aus dem Staubsaugerbeutel wieder heraus. Tierfreundlicher ist es, ein Glas über das Tier zu stülpen. Ein Blatt darunter schieben, umkippen und das Getier nach draußen bringen. Auch spezielle Geräte, wie ein "Spider Catcher" können helfen, wenn man sich ekelt und die Spinne nicht mit der Hand berühren mag.
Doch auch eine solche Art der Spinnenentsorgung ist für viele Menschen, besonders für Frauen, undenkbar. "Die Abneigung gegen Spinnen ist bei vielen Menschen angeboren", sagt Heiermann. "Vermutlich wird gerade das Krabbelige gefürchtet", vermutet auch Psychologe Görg-Helge Pflug. Die Angst vor der langbeinigen Spinne habe sich über Generationen fortgesetzt. Zwar entwickeln viele Menschen unangenehme Gefühle gegenüber Spinnen, "von einem Krankheitsbild ist jedoch nur zu sprechen, wenn das Leben der Betroffenen erheblich eingeschränkt ist".
Wer seine Wohnung, aus Angst auf Spinnen zu treffen, nicht mehr verlässt oder auch nachts fürchtet ein solche könnte über ihn krabbeln, leidet unter einer schweren psychischen Störung. Eine leichtere Spinnenphobie hingegen lässt sich mit einer schrittweisen Desensibilisierung behandeln. Anhand eines langsamen Heranführens an die Spinne bauen Betroffene dann ihre Ängste ab. Besonders wirksam seien zudem Entspannungstechniken wie autogenes Training, so Pflug.
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vdb
Cyrus schrieb:
am 20. August 2010 um 19:18:30
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Nicht giftig ist relativ...
Angst vor Spinnen ist nicht auch ganz unbegründet! Bei der Gartenarbeit hat mich irgend eine Spinne gebissen.
Das Vieh hatte sich irgendwie in meinen Handschuh verirrt. :( Erkennbar an 2 kleinen roten Punkten. Da hatte ich über 1 Woche eine leicht gerötete aber stark juckende Stelle.
Wenn ich so einen Eindringling in der Wohnung aufsauge kommt einfach ein Papiertaschentuch ins Rohr, da krabbelt nichts raus und beim nächsten saugen wird das auch automatisch mit ein gesaugt.
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sam schrieb:
am 20. August 2010 um 19:10:31
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jeder der was schönes sehen möchte...
soll bei google mal "Kamelspinne" suchen. Das sind Viecher vor denen man Angst haben kann obwohl auch
diese nicht gefährlich sind. Die kleinen im Haus stören einen nun wirklich nicht.
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flora schrieb:
am 20. August 2010 um 19:00:38
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Spinnen
Spinnen sind einfach eklig! Draußen können sie so nützlich sein, wie sie wollen, aber drinnen...haben sie schnell ausgelebt. Nur
Spinnen, die ihren Stammplatz in einer Ecke haben und sie nicht verlassen, lasse ich leben, aber nicht die dicken Wanderspinnen, die im Haus auf Beutejagd gehen und einem nachts über das Gesicht laufen..ihh
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