
29.03.2011, 09:16 Uhr | ag
Öl ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch der Zubereitung. (Foto: imago)
Herrscht auch bei Ihnen gelegentlich die Ölkrise in der Küche? Keine Sorge - das Problem ist weit verbreitet. Die Wahl des richtigen Speiseöls sorgt bei vielen für Verwirrung. Schließlich hat jedes seine besondere Geschmacksnote. Und nicht alle Öle sind für jedes Gericht geeignet. So rundet ein Schuss Olivenöl der Güteklasse "Extra Vergine" hervorragend gekochte Speisen ab. Aber zum Braten und Frittieren bei hohen Temperaturen eignet es sich dagegen weniger. Genauso wenig passt Maisöl zu frischem Salat. Wir verraten Ihnen, was in welchem Öl steckt und wofür es sich eignet.
Speiseöle werden grundsätzlich in zwei Fraktionen unterteilt: die „nativen“ (naturbelassenen) und die "raffinierten" (industriell hergestellten). In einer gesundheitsbewussten Küche sollten die nativen den Vorzug haben, da sie reich an Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren sind. Allerdings sind raffinierte Öle hitzebeständiger. Wird ein schlecht erhitzbares Öl zum Anbraten oder Frittieren eingesetzt, entstehen möglicherweise Schadstoffe. Reine Pflanzenfette wie Erdnuss- und Kokosfett werden daher häufig beim Frittieren verwendet. Nicht zu empfehlen sind Distelöl, Leinöl und Maiskeimöl. Diese Öle verderben schnell, wenn sie schnell hohen Temperaturen ausgesetzt werden.
Ein Kriterium für die Hitzestabilität eines Fettes ist der Rauchpunkt. Die Temperatur, bei der ein Fett zu qualmen beginnt, sollte keinesfalls erreicht werden, da hierbei schädliche Substanzen entstehen, die krebserregend sein können. Native Speiseöle sind zwar weniger hitzebeständig, doch auch sie können problemlos beim schonenden Braten, Schmoren und Grillen von Fleisch, Geflügel, Fisch, Meeresfrüchten und Gemüse eingesetzt werden. Beispielsweise eignet sich ein natives Olivenöl Extra Vergine hervorragend zum Anbraten - bei einer maximalen Hitze von 180 Grad Celsius. Zum Frittieren sollte es also nicht eingesetzt werden. Die Mischung von einem guten Nussöl mit Traubenkernöl macht aus jedem Rindsfiletstück einen Hochgenuss. Zum Braten eines Schnitzels ist die Zugabe von etwas Butter geschmacklich vorteilhaft.
Beim Erhitzen nativer Olivenöle entsteht Dampf, in dem sich die natürlichen Geschmacksstoffe - je nach Intensität der Fruchtigkeit - noch intensiver entfalten. Wer einen zu starken Olivenölgeruch in der Küche vermeiden will, wählt besser ein einfaches Olivenöl. Im Vergleich zu seinem nativen Pendant ist es milder im Geschmack und kann auf bis zu 210 Grad Celsius erhitzt werden. Bei niedrigen Temperaturen wie beim Dünsten von Fisch und Gemüse können einige kaltgepresste Öle zum Beispiel Olivenöl oder Sonnenblumenöl verarbeitet werden.
Hochwertiges natives Olivenöl extra eignet sich hervorragend für die kalte Küche, da der edle Geschmack hier besonders gut zum Ausdruck kommt. Beim Anmachen von Salaten und Rohkostgerichten entfalten sich die Geschmacksnoten ebenfalls wie beim Zubereiten von Carpaccio oder beim Einlegen von Gemüse, frischen Pilzen und Schafskäse. Ein Schuss natives Olivenöl gibt auch Pastagerichten und Gemüsesuppen nach dem Kochen die richtige Würze. Auch gegrillter oder gekochter Fisch kann nach dem Garen mit ein paar Tropfen hochwertigem Öl verfeinert und geschmacklich abgerundet werden.
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ag
volker schrieb:
am 9. Februar 2012 um 09:48:35
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welches oel zum braten
niemals ein gutes oel (kaltgepresst., extra virgin) benutzen, da durch die hitze alle bestandteile (vitamine u.
mineralien) zerstoert und zu anorgan. salze werden, die vom organismus nicht absorbiert werden.gut zum braten eignet sich das einfache kokosoel (nicht das reine, kaltgepesste "virgin coconut 0il).kokosoel beeinflusst den fettstoffwechsel positiv trotz der gesaettigten fettsaeuren, da mittelkettige fettsaeuren u. der hohe gehalt an laurinsaeure vorhanden ist (ergibt HDL-cholestrin)
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ewingoil schrieb:
am 29. April 2011 um 13:44:06
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Speiseöl
was nützt das beste Öl, wenn das Fleisch minderer Qualität ist...
Nehme immer Mobil1 :-)
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Dirk schrieb:
am 5. April 2011 um 19:53:51
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eigenes Olivenöl
Hallo,
seit über 3 Jahren wohne ich in Spanien mit einer Spanierin zusammen. Durch die vorhandenen Olivenbäume haben wir
immer ab Dezember eigenes frisches und ganz wichtig kaltgepresstes Olivenöl. Meine Freundin nimmt wie alle Spanier das Olivenoel für fast alle Speisen und Gerichte, egal ob Fisch oder Fleisch gebraten wird. Fast bedeutet: Werden z. B. mal schnelle Fertig-gerichte wie panierte Schnitzel oder Fischstäbchen zubereitet, wird wegen der Fettspritzer das einfache Sonnenblumenöl verw.
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