05.07.2010, 10:53 Uhr | afp/jlu
Wer im Sommer zu kalt trinkt, schwitzt mehr. (Foto: imago)
Die Hitzewelle rollt weiter: In den kommenden Tagen soll es bis zu 36 Grad Celsius heiß werden, so der Deutschen Wetterdienstes (DWD). Doch schon jetzt herrschen in vielen Wohnungen saunaähnliche Temperaturen und sich ohne zu schwitzen draußen aufzuhalten, ist fast unmöglich. Besonders älteren Menschen, Kindern und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen macht die Sommerhitze schaffen. Wir verraten, wie Sie Temperaturen von über 30 Grad Celsius überstehen.
Über den Tag verteilt sollte man etwa zweieinhalb bis drei Liter trinken. Ideale Durstlöscher sind Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees oder verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Sie sind kalorienarm und enthalten in der Regel genug Mineralien, um die ausgeschwitzten Salze zu ersetzen. Doch Vorsicht: Eiskalte Getränke löschen zwar kurzfristig den Durst, kurbeln aber die Schweißproduktion an. Denn die Flüssigkeit muss nach dem Trinken erst auf Körpertemperatur gebracht werden, dies kostet Energie und erhitzt den Körper. Zudem reizen eiskalte Getränke den Magen und können deshalb Bauchschmerzen verursachen. Auf Alkohol sollte man ebenfalls besser verzichten. Beim Essen gilt: keine schwere Kost, sondern lieber mehrere kleine und leichte Mahlzeiten mit viel Obst und Gemüse genießen.
Weil es in der Wohnung zu heiß ist, können viele nachts nicht schlafen. Um Abhilfe zu schaffen, empfehlen Experten die "italienische Lösung": Die Schlafzimmerfenster tagsüber schließen und abdunkeln. Sonst strömt die Hitze in die Wohnung. Gelüftet werden sollte nur in den frühen Morgenstunden oder spät abends. Wer nachts bei offenem Fenster schläft, sollte darauf achten, nicht im Zug zu liegen. Denn dann drohen am nächsten Tag ein steifer Nacken oder gereizte Schleimhäute. Vor dem Schlafengehen ist außerdem eine kalte Dusche empfehlenswert. Am besten ist es, wenn man die Feuchtigkeit nicht ganz abtrocknet, sondern verdunsten lässt. Das bringt dem Körper Abkühlung.
Sport treiben bei Hitze ist erlaubt. Allerdings sollten längere körperliche Anstrengungen wie Joggen oder Radfahren möglichst nicht in die Mittags- und Nachmittagsstunden gelegt werden. Wegen der hohen Temperaturen ist die Belastung an diesen Tageszeiten am höchsten. Sport und andere anstrengende Tätigkeiten sollten am besten auf den Abend oder die frühen Morgenstunden beschränkt werden.
Um nicht ins Schwitzen zu kommen, wird oft empfohlen, helle und luftige Kleidung aus Naturfasern anzuziehen. Der Grund: Sie reflektieren die Sonnenstrahlung am besten. Doch auch dunkle Kleidung hat ihre Vorteile. Sie nimmt die Strahlung zwar stärker auf, reflektiert aber den infraroten Anteil, so dass der Körper besser gegen die Hitzeeinwirkung geschützt ist. Zudem haben dunkle Stoffe deswegen einen höheren Lichtschutzfaktor als helle: Ein schwarzes T-Shirt besitzt einen LSF von mehr als 20, ein helles hat einen LSF von maximal zehn.
Welcher Lichtschutzfaktor am besten vor einem Sonnenbrand schützt, hängt in erster Linie vom Hauttyp ab. Experten empfehlen aber generell eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor von mindestens 15. Das Mittel sollte rechtzeitig vor dem Gang in die Sonne aufgetragen und regelmäßig erneuert werden. Laut einer Umfrage der Techniker Krankenkassen (TK) schützt nur jeder Dritte seine Haut so vor der Sonne, dass sie nicht verbrennt. Generell sollte die Mittagssonne zwischen 11.00 Uhr und 15.00 Uhr gemieden werden.
Auch Autofahrer leiden bei extremer Sommerhitze - vor allem, wenn im Auto keine Klimaanlage ist: Die Herzfrequenz steigt, es kommt zu vorzeitiger Ermüdung und Benommenheit und damit zu verlängerten Reaktionszeiten. Die Folge: Die Unfallhäufigkeit steigt bei Hitze. Deshalb sollte man bei längeren Fahrten unbedingt häufiger kleine Pausen einlegen und das Auto gut durchlüften. Kinder und ältere Menschen sollten keinesfalls im aufgeheizten Auto zurückgelassen werden.
Beschäftigte haben nach Auskunft der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) keinen direkten Rechtsanspruch auf "hitzefrei" oder klimatisierte Räume. Notfalls müssen sich Arbeitnehmer anders behelfen. so sollten unnötige Wärmequellen wie Drucker, Scanner oder Kopierer nicht im Arbeitsraum stehen oder der Betrieb zumindest eingeschränkt werden. Klimaanlagen sind hilfreich, sollten aber nicht überstrapaziert werden, denn ist die Temperaturdifferenz nach draußen zu groß, droht beim Gang ins Freie ein Hitzekollaps.
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Quelle: AFP , t-online.de
KaMa schrieb:
am 19. Juli 2010 um 11:39:46
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Genug trinken - aber nicht zu kalt
Oh, oh. Wenn etwas Energie KOSTET, wird die Umgebung kälter. So funktioniert auch "Schwitzen". Das Wasser
des Schweißes verdunstet und benötigt dafür Energie. Diese Energie wird der Umgebung, der Haut, entzogen und und sie kühlt ab. Das Blut kann seinerseits nun Energie an die Haut abgeben, gelangt mit dem Blutkreislauf ins Körperinnere und kühlt dieses. Wenn man also kalte Getränke zu sich nimmt, wird die oben beschriebene Kühlung des Körpers unterstützt. Also, kalte Getränke und Eis genießen!
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Ela schrieb:
am 14. Juli 2010 um 17:54:29
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Hitze
Nicht jammern, da müssen wir einfach durch. Wetter ist Wetter. Und meine hellseherischen Fähigkeiten verraten mir gerade, daß es
gegen Ende des Jahres viel kälter wird und keine Sonnenbrandgefahr mehr bestehen wird
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MiriPfauenherz schrieb:
am 14. Juli 2010 um 08:50:32
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hitze im büro...
...klar, wo denn sonst? blättert mal eine x-beliebige frauenzeitschrift durch: "outfits" über "outfits"...lauter
"must-haves"....und alle "bürotauglich".
elendes nachgeplapper,und gegenseitiges abschreiben sind völlig normal. es widert und ödet mich seit jahrzehnten an. für fleischerifachverkäuferinnen, fabrikarbeiterinnen, gärtnerinnen und auch für keinen anderen berufsstand gibts klamotten....alle müssen sie nackt gehen.
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