17.08.2009, 07:44 Uhr | bri
Deutsch ist ein Exportschlager. (Foto: imago)Die Welt spricht Deutsch: Wörter wie "Jodeln" oder "Katzenjammer" erklingen nicht nur zwischen der Zugspitze und der Nordsee. Begriffe aus unserer Sprache sind in viele Länder eingewandert. Der Autor Sven Siedberg hat sie gesammelt in seinem neuen Buch "Besservisser beim Kaffeeklatsching". Wir haben die verblüffendsten Beispiele ausgesucht.
Wir Deutsche bauen eben nicht nur tolle Autos, die dann in Japan oder den USA über die Straßen rollen, auch über 10.000 Wörter wurden in rund 60 Sprachen exportiert. Schon mit Luthers Bibelübersetzung gelangte das Wort "Protestant" ins Englische. Außerdem wanderten Wörter aus der Goethezeit in andere Sprachen ein, zeigt Siedberg.
Auch weniger gute Anlässe sorgten für Wortexporte: Das Wort "Blitzkrieg" gelangte mit dem Zweiten Weltkrieg in die englische Sprache, angelehnt an die Kriegführung der Deutschen gegen Polen. Im Laufe der Zeit erlangte das Wort "Blitz" im Englischen die Bedeutung "schneller Angriff" oder "schnelle Erledigung": Amerikaner nennen zum Beispiel eine Form des Angriffs beim Football "blitz". Doch auch deutsche Geselligkeit wurde in Form von Worten exportiert, zum Beispiel der Biergarten, der es als "beer garden" in englische Wörterbücher geschafft hat ebenso wie "bock beer" oder das Wort "Gemütlichkeit".
bri
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