27.01.2012, 18:39 Uhr | wve
Warum Wattestäbchen im Ohr nichts zu suchen haben (Foto: imago)
Ohrenschmalz sieht sich nicht nur unschön aus, manchmal verstopft er das Ohr auch soweit, dass man nichts mehr hört. Dann kann oft nur noch ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt helfen, der den Pfropfen mit einem Sauger entfernt. Aber was kann man tun, damit es erst gar nicht zur Verstopfung kommt? Was helfen Ohrensprays, Wattestäbchen und andere Hilfsmittel? HNO-Arzt Dr. Michael Deeg aus Freiburg erklärt, was im Ohr nichts zu suchen hat.
Viele Menschen verwenden zur Ohrenreinigung ganz selbstverständlich Wattestäbchen. HNO-Ärzte wie Michael Deeg raten aber immer wieder davon ab: "Damit drückt man das Ohrenschmalz immer weiter ins Ohr hinein. Er sammelt sich vor dem Trommelfell und bildet einen festen Pfropfen, der nur noch vom Arzt entfernt werden kann." Von Wattestäbchen ist auch wegen des harten Kunststoffstäbchens abzuraten, dann das kann Verletzungen im Ohr verursachen, die meist sehr schmerzhaft sind. Und die Watte kann sich lösen und im Ohr stecken bleiben. Dann muss man auf jeden Fall zum Arzt.
In der Apotheke bekommt man zur Reinigung der Ohren auch Sprays und Tropfen, die das Ohrenschmalz aufweichen sollen. Das funktioniert aber nicht immer. "Wenn das Ohr schon verstopft ist und man nichts mehr hört, dann machen es solche Tropfen uns Sprays nur schlimmer," so Deeg. Oft löst die Flüssigkeit nur die Oberfläche des Pfropfens, der Gehörgang verklebt und der Pfropfen ist trotzdem noch da. Tropfen werden häufig nicht vertragen und verursachen Reitzungen im Ohr. Solche Produkte können also nur präventiv angewendet werden, sie sind aber recht teuer und nützen wenig.
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Neben Sprays gibt es in der Apotheke auch Metallschlaufen, mit denen man sich einen Pfropfen oder Ohrenschmalz selbst entfernen kann. Davon rät der Experte jedoch ab: "Vor solchen Geräten kann nur gewarnt werden." Die Gefahr, sich mit dem Metall im Ohr zu verletzten, ist sehr groß.
Eigentlich muss man sein Ohren gar nicht reinigen, denn das machen sie von allein. Nur wer zu vermehrter Ohrenschmalzbildung neigt, der sollte etwas besser aufpassen. Ansonsten reicht es, das Ohr unter der Dusche zu reinigen, um einen Pfropfen zu vermeiden. "Während man unter der Dusche steht, lässt man einfach etwas Wasser ins Ohr hineinlaufen, das löst das Ohrenschmalz auf und das Ohr ist sauber," so Michael Deeg. Dafür braucht man nicht mal Seife. Zum Trockentupfen ein Kosmetiktuch zu einem kleinen Trichter wickeln, so kann man das Trommelfell auch nicht verletzen. Für Menschen mit einem Trommelfelldefekt ist das allerdings nicht geeignet.
Sich eine Kerze ins Ohr zu stecken und anzuzünden, um Ohrenschmalz zu entfernen, hört sich skurril an. Eine solche Ohrkerze besteht aus Bienenwachs und Baumwolle und ist wie ein Trichter geformt. Durch die Wärme soll das Ohrenschmalz aufgeweicht werden, der Unterdruck, der durch die Hitze entsteht, soll es dann aus dem Ohr herausziehen. Aber diese Methode birgt viele Risiken: Heruntertropfender Wachs kann Verbrennungen verursachen. Im schlimmsten Fall kann es aber auch in den Gehörgang fließen und das Ohr verstopfen. Außerdem ist der reinigende Effekt gering. Deshalb rät der Experte von dieser Methode ab.
Die Haut im Ohr hat die gleiche Struktur, wie überall sonst am Körper. Deshalb kann es auch im Ohr vorkommen, dass die Haut trocken wird und deshalb juckt. Auch in diesem Fall sollte man auf keinem Fall zu irgendeinem Werkzeug greifen: "Wenn es im Ohr juckt, kann man ein wenig Oliven- oder Sonnenblumenöl mit einer Pipette ins Ohr tropfen," so Deeg. Das Öl wirkt wie eine Creme und verstopft das Ohr nicht. Überflüssiges Öl kann man beim nächsten Duschen einfach wieder auswaschen.
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wve
Bernhard Sommerlade schrieb:
am 11. Februar 2011 um 09:21:27
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Ohren putzen; weg von Metallschleifen
Alles Quatsch, was sie da über das Ohrenputzen schreiben. Letzliich geht geht es bei den Verboten doch
nur darum, daß mn dem NHO-Arzt etwas zu verdienen gibt. Ich habe eine Kopfseborrhö. Wenn ich mir die Ohren nicht jeden 2. Tag mit der Metallschlaufe reinigen würde, könnte ich alle 4 Wochen zum NHO-Arzt gehen. Ich habe es mal ohne die Metallschlaufe versucht, durch Wassereintritt in die Ohren beim Duschen hatte ich bald eine Pilzinfektion im Ohr. Jetzt nicht mehr.
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Tine W. schrieb:
am 11. Februar 2011 um 08:58:06
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Jetzt auf einmal...
wieder andersrum. Früher in der Schule wurde man von Lehrern krumm angemacht wenn man nicht mit sauberen Ohren daherkam....
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Betroffener schrieb:
am 10. Februar 2011 um 18:33:47
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Ohrenschmalz
Menschen haben unterschiedlich geformte Gehörgänge. Was bei dem einen hilft, hilft nicht bei allen. Ich gehe zweimal jährlich
zum HNO-Arzt. Die Assistentin (nicht der Arzt) spült mit einer Ohrdusche (nichts mit Absaugen). Danach habe ich trotz Luftdusche und Schütteln Wasser in den Ohren. MIt dem Wasser in den Ohren wird der Hörtest durchgeführt. Obwohl der Arzt da bedenklich den Kopf schüttelt, höre ich trotzdem (meistens), was meine Frau sagt.
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