21.11.2007, 14:25 Uhr | bri
Mit den richtigen Brettern macht die Abfahrt Spaß. (Foto: Archiv)Die Piste hinab brettern wie die Profis oder bei weiten Slalom-Schwüngen den Blick ins Tal genießen - jeder Skifahrer hat unterschiedliche Bedürfnisse. Und nicht jeder Fahrer kommt mit jedem Ski zurecht. "Wenn es ein Anfänger mit einem teuren Racing-Ski versucht, dann geht es ihm so, wie einem normalen Autofahrer, der einen Formel 1 Wagen steuern will - er kommt keinen Meter voran", warnt Andreas König, Sicherheitsexperte beim Deutschen Skiverband (DSV). Wir haben den Ski-Experten gefragt, was Anfänger beim Skikauf beachten sollten. Außerdem hat Stiftung Warentest Skier getestet, wir verraten Ihnen, welche Bretter gut sind.
Zum Durchklicken Fünf Tipps für den Skikauf
Ski im Test Die besten Allroundski
Es gibt bereits Ski mit Bindung und Stöcken für rund 200 Euro. Doch König rät davon ab: "Für gute Qualität sollte man schon 350 bis 400 Euro ausgeben." Wer noch völlig neu auf der Piste ist, braucht auch noch passende Kleidung: Handschuhe, Skibrille, Mütze oder Helm. Auch eine Ski-Jacke und eine Ski-Hose sind nötig und sollten möglichst nicht gleich durchnässen, wenn man als Anfänger öfter mit dem Po im Schnee landet. Im Gegenteil: "Die Kleidung sollte den Fahrer vor allem warm halten", sagt König.
Für Ausrüstung und Kleidung kommt schnell eine Summe von 700 Euro zusammen. Für viele Anfänger lohnt es sich daher, erst einmal Ski auszuleihen. Vor allem dann, wenn man nur ab und zu in den Skiurlaub fährt. Das hat außerdem den Vorteil mehrere Ski-Sorten auszuprobieren und seinen Stil zu finden: Will man schnell und wendig sein oder doch lieber in langen Schwüngen gemütlich den Berg hinab gleiten?
Wer weiß, wofür er einen Ski braucht, hat es bei der Auswahl im Geschäft leichter. "Für lange Schwünge sind längere Ski besser, wer wendig sein will, sollte zu kürzeren greifen", rät König. Außerdem sollten Anfänger keine Bretter mit zu starker Taillierung wählen. "Ski, die in der Mitte sehr dünn sind und sich an den Enden stark verbreitern, sind äußerst wendig und nur von Könnern beherrschbar", warnt der Experte. König empfiehlt Ski nur in Fachgeschäften zu kaufen: "Ein guter Händler fragt den Kunden, was für ein Fahrtyp er ist, ob er auf Pisten oder auf unpräparierten Hängen fahren will und wählt dann den richtigen Ski passend zur Körpergröße aus."
Pünktlich zum Beginn der Ski-Saison hat Stiftung Warentest Ski getestet. Zwölf Allround-Ski und neun Rennski der Preisklasse bis 700 Euro nahmen die Tester unter die Lupe. 16 Modelle überzeugten durch gute Fahreigenschaften und hohe Stabilität. Nur mit "befriedigend" schnitten dagegen Produkte von Kneissl, Elan und Rossignol ab. Der "Bandit B2" von Rossignol erhielt nur die Note "Ausreichend". Im Belastungstest riss bei diesem Modell die Stahlkante. "Das spricht nicht gerade für hohe Fertigungsqualität", sagen die Tester.
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