04.01.2011, 00:00 Uhr | ag / AP
Männer sind wehleidig - Vorurteil oder Wahrheit? (Foto: Archiv)
Von wegen harte Kerle: Mal zwickt's im Rücken, mal kratzt der Hals. Oder es plagt eine alte Sportverletzung. Männer sind wehleidig - das zumindest glauben viele Frauen. Handelt es sich dabei nur um ein gehässiges Vorurteil? Keineswegs, behauptet der Sozialwissenschaftler Klaus Hurrelmann. Nach seiner Erkenntnis reagieren die Herren der Schöpfung geradezu beleidigt, wenn ihr Körper mal streikt und sie aus der Rolle fallen. Und wie hoch ist Ihr Jammerlappen-Faktor? Unser Test verrät es Ihnen.
Männer und Frauen nehmen körperliche und seelische Leiden unterschiedlich wahr: Nach Ansicht von Hurrelmann haben viele Männer nicht gelernt, mit Krankheit und Schmerzen umzugehen. "Sie verdrängen Schmerzen aus Angst, ihrer Rolle nicht mehr gerecht zu werden", erklärt der Experte. "Lassen sich diese nicht mehr verdrängen, reagieren Männer beleidigt, sind enttäuscht, dass die Maschine Körper sie im Stich lässt." Noch schlimmer sei es für Männer mit seelischen Problemen.
"Kranksein bedeutet Schwäche, und Männer bekommen keine soziale Anerkennung, wenn sie sich schwach zeigen", sagt Hurrelmann. Die Gesellschaft zwinge sie in ein traditionelles Geschlechtermuster. Dass es viele Spielarten von Männlichkeit gebe, sei in der Gesellschaft noch nicht selbstverständlich. Frauen seien da inzwischen viel besser dran.
Um dies zu ändern, müsse das traditionelle Rollenverständnis aufgebrochen werden. Erst dann könnten spezielle Gesundheitsangebote für Männer entwickelt werden, die sie ohne Gesichtsverlust annehmen können. "Ein Mann geht nicht gerne zu einem Männerarzt oder in eine Praxis, auf deren Tür groß 'Männerberatung' steht", weiß Hurrelmann. Gleichzeitig sei ein Arzt aber eine gute Anlaufstelle, gerade auch wenn ein Mann unter psychischen Problemen leide. Ein Mediziner könne den diskreten Zugang zu einem Spezialisten ermöglichen.
Grundsätzlich ist Hurrelmann überzeugt, dass sich im Bereich Männergesundheit etwas verändern wird: "Es bewegt sich etwas. Männer werden nicht ewig an ihrer starren Rolle festhalten". Die Lebenserwartung des "starken Geschlechts" liegt, statistisch gesehen, mehr als fünf Jahre unter der von Frauen. Ende Oktober letzten Jahres war der erste Männergesundheitsbericht vorgestellt worden - fast zehn Jahre nach dem Bericht zur Frauengesundheit. Danach leiden Männer mindestens ebenso häufig wie Frauen an psychischen Störungen - bei ihnen bleiben sie aber häufig unentdeckt und deshalb auch unbehandelt. Das liegt offenbar unter anderem daran, dass sich das Krankheitsbild stark von dem der Frauen unterscheidet: Bei Männern zeigen sich psychische Probleme zum Beispiel in Alkohol- und Drogenabhängigkeit, Gewalttätigkeit oder einer antisozialen Persönlichkeitsstörung.
ag / AP
holger schrieb:
am 28. Januar 2012 um 12:02:00
(2)
(0)
Empfinden
Männer empfinden den kleinsten Verlust ihrer Leistungsfähigkeit stärker, weil sie die ständig brauchen. Frauen nicht. und
deshalb fühlen sie sich länger gut.
mehr
Kommentar melden
kleiner Leo schrieb:
am 27. Mai 2011 um 11:04:20
(2)
(0)
wehleidig
es kann duraus davon ausgegangen werden, dass es nicht in jedem Fall stimmen muss, was Frauen so sagen! Selbst für diese
Märchengeschichte von der Wehleidigkeit, gibt es längst Beweise dass dem gar nicht so sei! Frauen haben die Neigung zu glauben, ihr Wort sei die heilige Schrift, einer der größten Irrtümer dieses Geschlechts
mehr
Kommentar melden
@ Misanthrop schrieb:
am 4. Januar 2011 um 16:06:56
(2)
(0)
"Gute Männer" gibt es nur bei Rosamunde Pilcher
Hier ist doch nicht die Frage was ein guter Mann ist sondern was typisch männl. ist! Aus
meiner Erfahrung sind Männer meist nicht unaufdringlich, das Sie sonst Keine Abbekommen, selten sensibel, selten körperlichTreu, da die Monogamie dem Naturgesetz der breiten Genfächerung wiederspricht, meist loyaler als Frauen - hör Dich mal bei Firmen mit überwiegend weiblicher Belegschaft um ! Leider nicht mehr authentisch, sondern Frauenversteher ! Phys. belastbarer als Frauen (Tragen schwerer Einkäufe:-
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.
