03.03.2010, 12:56 Uhr | AFP
Immer mehr Menschen lassen sich wegen Sexsucht therapieren. (Foto: Archiv)
Das Leiden, um das es hier geht, zählt nicht zu jenen Krankheiten, bei denen die Betroffenen sofort mit Mitgefühl und Verständnis rechnen können. Sexsucht wird in der Öffentlichkeit belächelt, auch in Fachkreisen wird sie nicht allseits als Krankheit anerkannt. Erst der Fall des Golf-Stars Tiger Woods hat das Thema zum weithin diskutierten Thema werden lassen. Skeptiker bezweifeln, ob es hier überhaupt um eine Krankheit geht. In den USA freilich ist Sexsucht zum profitablen Geschäft für spezialisierte Therapieeinrichtungen geworden.
"Das Problem greift um sich, mehr Leute als wir denken haben damit zu kämpfen", sagt der Suchtexperte und Buchautor Craig Cross. "Tiger Woods hat dem Thema viel Aufmerksamkeit beschert, mich beschäftigt es allerdings schon seit Jahren." Experten wie Cross argumentieren, dass Sex-Sucht bei den Betroffenen zum Verlust der Kontrolle über ihren Geschlechtstrieb führt und zur zwanghaften Suche nach sexuellen Kontakten. In seinen Symptomen und Auswirkungen für das Leben der Betroffenen sei Sexsucht dem Alkoholismus ähnlich.
Woods hatte in einer öffentlichen Entschuldigung außereheliche Affären zugegeben. US-Medien berichteten über Verhältnisse mit Kellnerinnen, Nachtclub-Animateurinnen und einer Pornodarstellerin. Woods wird derzeit in der Pine-Woods-Klinik im Bundesstaat Mississippi behandelt. Experte Gross schätzt die Kosten für eine sechswöchige Therapie auf 20.000 bis 40.000 Dollar (15.000 bis 30. 000 Euro). Derartige Kurse bestehen aus Psychotherapie, Gruppengesprächen und bisweilen auch Medikamenten - gegen Depressionen und zur Zügelung des Geschlechtstriebs.
Die Diagnose und Behandlung von Sexsucht ist nicht unumstritten. Skeptiker spotten, es handle sich bei Sexsucht nur um eine faule Ausrede für notorische Schürzenjäger. Sie fragen, ob ein ausschweifendes Sexualleben wirklich gesundheitlichen Schaden anrichtet - oder ob es einfach gegen gesellschaftliche Moralvorstellungen verstößt, ohne dabei gleich zur behandlungsbedürftigen Krankheit zu werden. Die maßgebliche US-Branchenvereinigung American Psychiatric Association hat Sexsucht bislang nicht als eigenständige Krankheit anerkannt.
Spezialisierte US-Therapeuten wie der Sexsucht-Experte Michael Johnson aus dem texanischen Austin weisen derartige Kritik zurück und berichten von der großen Last, als die manche Patienten ihre zügellose Lust empfinden. "Ich habe Leute in der Behandlung, die nicht so bekannt sind wie Tiger Woods, die aber erfolgreich sind und ihre Lebensleistung aufs Spiel setzen", sagt Johnson. "Tiger Woods ist ein Beispiel: Sehen Sie, was er alles riskiert hat." Für Woods bedeutete die Enthüllungen über seine Ausschweifungen viel Ärger mit seinen Sponsoren, eine zumindest zeitweilige Unterbrechung seiner Sportkarriere und eine Ehe-Krise. Dass Sexsucht enge menschliche Bindungen zerstört, ist für den Therapeuten Cross eines der größten Probleme. "Beziehungen gehen deswegen in die Brüche", betont er.
AFP
ich bins schrieb:
am 11. März 2010 um 19:15:05
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sexsucht
sexsucht ist was ganz schlimmes! da ich selber von betroffen bin, seid schon einigen jahren und man kann sich draus nicht befreien
:,( es ist wie ne droge!
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M schrieb:
am 11. März 2010 um 10:04:55
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naja
Also heut wird überdurchschnittlicher Konsum sofort imemr in eine "Sucht" definiert, weil man dann gleich "Therapien" anbieten kann,
was ordentlich Geld einspült.
Wer denkt wirlich sexsüchtig zu sein, der soll sich nen gegestück das ebenfalls süchtig ist suchen, dann können beide die Sau rauslassen und werden wohl bald merken, daß es keine Sucht ist sondern allmählich langweilig wird.
Und werdne mittlerwile so viele "Probleme" eingeredet Leute, glaubt nicht imemr alles.
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hw schrieb:
am 10. März 2010 um 17:45:19
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Django
bei männern ist es anders als bei frauen - sie macht es auch nach einer enttäuschung mit fremden, er aus lust und gegen frust
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