17.10.2011, 17:04 Uhr | akl
Bis ein Olivenbaum zum ersten Mal Früchte trägt, vergehen bis zu sieben Jahre. Das Warten lohnt sich, denn Olivenbäume können über 1000 Jahre alt werden und schenken dem Genießer in dieser Zeit viele leckere Ernten. Aber wussten Sie, dass Sie bei dem Genuss schwarzer Oliven oftmals gefärbte grüne Oliven konsumieren? Wir verraten, wie Sie geschwärzte Oliven erkennen.
Unreife Oliven sind grün. Sie schmecken sehr intensiv und kennzeichnen sich durch eine bittere und etwas scharfe Note. Das Fruchtfleisch ist fest. Bleiben die Früchte länger am Baum, verfärben sie sich dunkel und haben im ausgereiften Zustand eine dunkelviolette Farbe. Sie sind mild im Geschmack und weich in der Konsistenz. In den Regalen der Supermärkte finden sich aber auch pechschwarze Oliven. Reif müssen sie deshalb aber nicht sein. Die schwarz-dunkle Farbe kommt oft durch den Einsatz von Eisengluconat.
Eisengluconat ist ein Färbemittel für Oliven, das durch Oxidation für die pechschwarze Farbe sorgt. Sind die Oliven gefärbt, muss der Zusatzstoff in der Zutatenliste aufgeführt sein. Bezeichnungen wie Eisen-II-Gluconat (E 579) oder Eisen-II-Lactat (E 585) geben einen Hinweis auf die künstliche Schwarzfärbung. Auch geschmacklich lassen sich die ehemals grünen Oliven überführen: Sie schmecken wesentlich intensiver als die reife Variante und haben ein festeres Fruchtfleisch. Zudem hat der Kern noch die grünliche Färbung.
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Der Vorgang des Färbens verbessert weder den Geschmack noch verlängert er die Haltbarkeit. "Was zählt, ist die Optik", sagt Hartmut König, Leiter der Ernährungsabteilung der Verbraucherzentrale Hessen. Da auch unreife Oliven von Grün auf Pechschwarz umgefärbt werden, weiß der Verbraucher auf den ersten Blick nicht, ob er natürlich gereifte oder geschwärzte Oliven vor sich hat: "Bei abgepackter Ware, dazu zählen eingeschweißte Oliven ebenso wie solche aus dem Glas oder aus der Dose, muss bei der Produktbezeichnung nicht angegeben werden, ob die Oliven geschwärzt sind oder nicht", sagt König. "Erst ein Blick auf die Zutatenliste schafft Klarheit." Dort weisen lediglich die Bezeichnungen Eisen-II-Gluconat (E 579) und Eisen-II-Lactat (E 585) auf die künstliche Schwarzfärbung hin. Anders ist es bei losen Oliven. Hier ist eine Kenntlichmachung als "geschwärzt" verpflichtend. Wer Wert auf am Baum ausgereifte weiche Früchte legt, kann zu Bio-Oliven greifen.
Eisengluconat wird als unbedenklich eingestuft. Dabei wird aber nicht berücksichtigt, dass ein Überangebot an Eisen im menschlichen Verdauungstrakt die Vermehrung von Krankheitserregern zu Folge haben kann: "Eisen ist ein guter Wachstumsförderer von Mikroorganismen im Darm - sowohl für die guten als auch für die schlechten", sagt König. Esse man allein schwarze Oliven, sei das noch nicht bedenklich. Kommen aber Eisenzusätze aus anderen Lebensmitteln hinzu, sei nicht auszuschließen, dass sich das Zuviel an Eisen negativ auswirke.
Auf keinen Fall dürfe man dem Irrglauben verfallen, dass durch regelmäßigen Olivenverzehr ein Eisenmangel behoben werden könne. "Wichtig ist, dass festgestellt wird, warum der Körper zu wenig Eisen hat - zum Beispiel durch eine Darmentzündung, vegane Ernährung oder starke Menstruationsblutung. Der Arzt verschreibt dann gezielte Eisenverbindungen und beobachtet die Therapiemaßnahmen. Von einer Eigendosierung ist auf jeden Fall abzuraten", sagt der Ernährungsexperte.
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akl
Frank schrieb:
am 20. März 2012 um 18:13:51
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Schwarze Oliven und sontige Täuschereien am Bürger
Es verwundert mich nicht mehr, dass vom Gesetzgeber solche Schwärzereien nicht als
gesetzeswidrig eingestuft werden. Die deutsche Gesetzgebung scheint hier mitten im Wirtschaftssumpf zu stecken. Sonst habe ich keine andere Erklärung mehr dafür.
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Malte schrieb:
am 23. Oktober 2011 um 23:16:53
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Oliven
Seit ich auf Oliven und deren Öl verzichte, muß ich mich eines Betrugs weniger erwehren. Raps ist ebenfalls schwarz ohne
Eisen-II-Gluconat und ergibt ein geschmacksneutrales Öl, daß für alles, wo Öl benötigt wird, genommen werden kann. Einfach herrlich.
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Verbraucher schrieb:
am 23. Oktober 2011 um 18:40:20
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Oliven
Trotzdem finde ich das für eine Sauerei. Viele Leute gehen zum Einkaufen, ohne immer jeden Aufkleber, kleinsgeschrieben bei z.T.
nicht guter Beleuchtung zu studieren. Es gibt ja noch Leute, die arbeiten müssen und nicht beliebig Zeit haben. Ausserdem kann man nicht automatisch davon ausgehen, dass Oliven gefärbt werden. Werden auch Erdbeeren gefärbt etc?
Für mich ist das Betrug, weil nicht jeder Chemie studiert haben kann. Mir sagen diese Fachbegriffe erstmal nichts. Bin halt doof!
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