17.11.2011, 17:57 Uhr | vdb
Schnupfen-Knigge: So verhalten Sie sich richtig. (Quelle: imago)
Die Nase läuft, das Niesen nervt und die Viren haben uns im Griff. Herbst ist Erkältungszeit. Doch wer leidet, macht sich unter Umständen seine Mitmenschen zum Feind. Unser Schnupfen-Knigge verrät, wie Sie sich mit einer Erkältung richtig verhalten.
Schnupfenviren überleben an Türklinken, Aufzugtasten und Einkaufswagen mehrere Stunden. Wichtig ist es deshalb, die eigenen Viren möglichst bei sich zu behalten. Wer in seine Handflächen niest, verteilt Keime überall und steigert so die Ansteckungsgefahr für andere. Besser ist es deshalb, in die Armbeuge zu niesen. Wer zudem ein Taschentuch benutzt, sollte zu Papiertaschentüchern greifen und diese nicht öfter als einmal benutzen. Liegengelassene Taschentücher sind wahre Keimschleudern.
Auch häufiges Händewaschen ist bei einer Erkältung Pflicht. Dass Sie nach dem Niesen oder Naseputzen anderen nicht die Hand geben, versteht sich von selbst. Wenn Sie trotzdem nicht drum herum kommen, wählen Sie die linke fürs Schnäuzen– denn die rechte Hand reichen Sie zur Begrüßung. Wenn Sie selbst niesen, sollten Sie sich kurz entschuldigen, wenn dadurch ein Gespräch unterbrochen wurde. Ist dies nicht der Fall, bleibt die Niesattacke unkommentiert. "Gesundheit" zu sagen, ist heutzutage nicht mehr angebracht
In der kalten Jahreszeit drohen Erkältungen. Doch dass Vitamin C dagegen hilft, ist ein Ammenmärchen. Es beugt der Erkältung lediglich vor. zum Video
Das Niesen hingegen komplett zu unterdrücken, ist keine gute Alternative. Dadurch entsteht ein Druck in den Nasennebenhöhlen, der eine Entzündung auslösen kann. Auch wer zu heftig ins Taschentuch schnaubt, läuft Gefahr, dass der Schleim ins Mittelohr und die Nebenhöhlen wandert. Und das kann unangenehme Entzündungen verursachen. Daher sollten Schnupfengeplagte den hartnäckigen Schleim beim Naseputzen nicht mit Gewalt herausprusten, sondern auf eine vorsichtige Schnäuztechnik achten. Dabei empfiehlt es sich, ein Nasenloch nach dem anderen zu entleeren und nie beide zugleich. Das verhindert, dass sich ein zu starker Druck in der Nase aufbaut. Nicht gerade die feine Art, aber gesünder als kräftig trompeten: die Nase hochziehen. Allerdings sollten Sie dies besser auf die eigenen vier Wände beschränken. Krankheit hin oder her, bei Ihren Arbeitskollegen werden unangenehme Schnief-Geräusche wenig Anklang finden.
Vorsicht ist bei Nasentropfen und Nasensprays geboten. Die Präparate aus der Apotheke helfen zwar schnell, sollten aber ohne ärztliche Verordnung nicht länger als zwei Woche angewendet werden. Bei falscher oder zu hoher Dosierung können sie nämlich die Nasenschleimhaut schädigen und austrocknen. Gegen eine wunde Nase und wunde Lippen, die häufig in Folge vom laufendem Nasensekret auftreten, hilft am besten, eine dünne Schicht Vasiline auf die betroffenen Stellen aufzutragen. Ob zum Schnäuzen lieber Papier- oder Stofftaschentücher benutzt werden, ist vor allem eine Frage der Sauberkeit. Aus hygienischen Gründen sind Papiertaschentücher zu bevorzugen. Diese gehören nach Gebrauch sofort in den Müll und nicht in den offenen Papierkorb, um die Ansteckungsgefahr zu begrenzen. Auch sollten Sie sich nach jedem Naseputzen gründlich die Hände reinigen, um die Erreger nicht weiter zu verbreiten.
Eine wirksame Möglichkeit, die Nase frei zu bekommen, sind Nasenspülungen mit warmer Kochsalzlösung. Zu den bewährten Hausmitteln gehören das beruhigende Kamillendampfbad sowie das Gurgeln mit Salzwasser oder Salbei-Tee. Wichtig: Füße warm halten! Besser als jedes Schnupfenmittel ist jedoch die Vorsorge: Vitaminreiche Ernährung, Spaziergänge, viel Schlaf und frische Luft, Wechselduschen und wöchentliche Saunabäder kräftigen das Immunsystem. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und warme Kleidung fördern die Durchblutung der Schleimhäute im Nasen-Rachenraum. Und erschweren es den Erkältungsviren, in den Körper einzudringen.
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vdb
piet schrieb:
am 18. November 2011 um 17:07:50
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niesen
jonas hast du deine puschen an
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Jonas60 schrieb:
am 18. November 2011 um 14:03:52
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Taschentuch
Meine Frau ist Kassiererin im Supermarkt. Da wird gehustet und genießt im Kassenbereich. Und dann wird mit den voll genießten
Händen auch noch das Geld rüber gereicht, Oder wenn man seine Cent rauskramt und husten muss nicht weg gedreht alles Richtung Kasse. Sagen darf sie nichts da sich diese Kunden dann noch über unfreundliche Kassiererinnen beschweren. Mir wurde schon als Kind bei gebracht: Nimm Rücksicht und das Taschentuch. Nur hat das kaum eine(r), Nur so einen Papierfetzen 5mal benutzt.
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Berthold schrieb:
am 18. November 2011 um 13:29:42
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Scnupfen
Oh, die Hinweise stimmen! Danke vom chronisch Sinusitis- und COPD-Kranken! Mein HNO-Arzt sagt: Beim Schnäuzen immer nur ein
Nasenloch und das andere zuhalten, damit durch den Schnäuzdruck die Sekrete nicht in die Nebenhöhlen gedrückt werden. Nasensprays meiden, besser regelmäßig mit z.B. Emser- oder Meer-Salz (Kochsalz ist zu hart) ausspülen, auch hier Nasenlöcher getrennt. Gut ist auch Kamillendampfbad. Und immer wieder Hände waschen von wegen der lieben Mitmenschen!
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