07.07.2011, 11:52 Uhr | dpa-tmn
Schlangen sind keine Kuscheltiere. (Foto: imago)
Schlangen als Haustiere sind keine Seltenheit: Nach Schätzungen von Experten leben einige hunderttausend Exemplare in deutschen Terrarien. Doch häufig sterben die Reptilien, weil sie falsch gehalten werden. Wer eine Boa Constrictor im Wohnzimmer haben möchte, muss einiges beachten. So vermeiden Sie sechs typische Fehler bei der Schlangenhaltung.
Tierhaltung setzt Fachwissen voraus. Das gilt für Hund und Katze ebenso wie für Hamster, Kaninchen und Ziervögel. "Wer sich für ein Tier entscheidet, sollte sich immer gut informieren. Und bei Schlangen geht erst recht nichts ohne Beratung", sagt Jörg Turk vom Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF). Vor allem von Spontankäufen raten Fachleute dringend ab."Sie haben häufig kein Happy End. Im besten Falle landet das Tier später bei einem erfahrenen Halter, im schlechtesten Fall stirbt es, weil sich der Käufer vorher zu wenig über die Bedürfnisse und Ansprüche der Schlange informiert hat", sagt der Diplombiologe Marcel Hoffmann. Er hat ein Handbuch zur Schlangenpflege geschrieben und betreibt eines der führenden Schlangenportale im Internet, www.schlangenwelt.de.
Hoffmann freut sich über das gewachsene Interesse an der Haltung von Schlangen als Haustiere. "Diese Entwicklung ist natürlich sehr erfreulich, solange dieses Interesse damit begründet ist, die Reptilien besser kennenzulernen und ihnen einen artgerechten Lebensraum zu bieten, in dem sie sich wohlfühlen." Ganz anders sieht das die Tierrechtsorganisation PETA. "Schlangen sind und bleiben Wildtiere und sind hochempfindlich", sagt PETA-Mitarbeiterin Carola Schmitt. "Exotische Tiere gehören in Freiheit - nicht ins Wohnzimmer." Die Tierheime seien überfüllt, und es müsse bedacht werden, dass Tiere keine Ware, sondern Lebewesen sind. Dem ist sich Schlangen-Fachmann Hoffmann durchaus bewusst: "Der Kauf eines Tieres sollte immer sorgfältig überlegt sein und am besten mit Hilfe eines erfahrenen Terrarianers bei einem Privat- oder Hobbyzüchter erfolgen. Der kann einen später noch mit Rat und Tat unterstützen", rät er auf seiner Internetseite.
Viel Haustiere sind zu fett. Guter Tipp: Lieber mal auf ein Leckerli verzichten und die Tiere zu mehr Bewegung animieren. zum Video
Damit Tiere nicht in die Hände unqualifizierter Halter kommen, haben die Mitgliedsfirmen des ZZF schon vor vielen Jahren eine "Rote Liste-Tierschutz" erarbeitet und Selbstbeschränkungen für den Handel mit Heimtieren festgelegt. Ein "Roter Punkt" soll darauf hinweisen, welche Tiere für die Haustierhaltung nur bedingt geeignet sind. "Wenn Sie also bei Ihrem nächsten Besuch in einem Zoofachgeschäft einen solchen Punkt sehen, fragen Sie genau nach", rät Turk. Grundsätzlich bieten die Fachgeschäfte keine Giftschlangen an. Für Schlangenhalter, die ihr Hobby mit Elan und dem nötigen Fachwissen betreiben, sind die Mahnungen Selbstverständlichkeiten. "Zum Beispiel gehört die entsprechende Größe des Terrariums ebenso wie die richtige Temperatur und die angemessene Luftfeuchtigkeit zu den Grundvoraussetzungen", erläutert Hoffmann. "Natürlich ist auch das richtige Futter ein wichtiger Punkt. Einige Schlangen verlangen Lebendfutter - aber eine solche Fütterung ist nicht jedermanns Sache."
Zu den am meisten verbreiteten Schlangen in deutschen Privatwohnungen zählen nach Erfahrungen des Experten die farblich besonders attraktive Kornnatter, der Königspython und die Boa Constrictor, die je nach Unterart schnell mehr als drei Meter lang werden kann. Schlangen-Experte Hoffmann ist sich sicher, dass auch private Terrarienbesitzer Reptilien und insbesondere Schlangen durchaus art- und tiergerecht halten können. "Im Sinne des Naturschutzes sollte man jedoch nur auf nachgezüchtete Exemplare zurückgreifen und sich vor dem Kauf umfassend über die gewählte Tierart informieren", appelliert der Biologe. "Aber das gilt im gleichen Maße natürlich auch für jedes andere Haustier - allerdings sind die meisten Reptilien deutlich empfindlicher als Hund, Katze und Maus." Ein Anfänger könne nur schwer erkennen, ob sich ein Tier wohlfühlt oder nicht. "Die meisten ernsthaften Terrarianer aber interessieren sich nicht zuletzt deshalb so sehr für die Tiere, weil vielen bewusst geworden ist, wie bedroht die natürlichen Lebensräume vieler Arten mittlerweile sind."
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Rezepte für Plätzchen
Quelle: dpa-tmn
enjoy schrieb:
am 7. Juli 2011 um 18:08:32
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Haustiere die keine sind!
Schlangen als Haustier, Leute die sich diese Tiere halten, die gehören auch eingesperrt. Grausam ist auch diese
Tiere mit Lebendtiere zu füttern, schrecklich ist mir dieser Gedanke, ein Häschen an die Schlange zu verfüttern. Oder wenn sie ausbüchsen und in Nachbars Klo plötzlich rauskriechen, alles schon vorgekommen! Läufst nachts auf Toilette und da liegt ne Schlange im Klo oder im Bad, ne oder???
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Hörby schrieb:
am 7. Juli 2011 um 17:57:56
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Schlangen
Nicht nur Schlangen gehören in den Urwald. Man denke an die Kanarienvögel und ähnliches, die in viel zu kleinen Käfigen
gehalten werden. Können nicht fliegen, und jeden Tag piepst der Besitzer ihnen was vor den Schnabel. Wundere mich, dass noch kein Grüner oder Greenpeace etwas dagegen unternommen hat.
Zum Vergleich: Wieviel qm muss ein Hund bekommen, damit er Artgerecht gehalten wird........?
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lulu schrieb:
am 7. Juli 2011 um 17:42:12
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konnte mich
von den beiden letzten auch nicht trennen. Die Eine trage ich jetzt als Schuh und die Andere als Krawatte. Bei der letzten mußte
ich lange trainieren. Das Miststück zog immer zu. HiHi Blödmann
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