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Scheidung: Was ist dran am verflixten 7. Jahr?

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Stimmt der Mythos vom verflixten siebten Jahr?

23.01.2012, 10:50 Uhr | ag

Heidi Klum und Seal haben sich nach sieben Ehejahren getrennt. (Quelle: Reuters)

Heidi Klum und Seal haben sich nach sieben Ehejahren getrennt. (Quelle: Reuters)

Ehe-Aus im verflixten siebten Jahr: Wovor sich viele Verheiratete fürchten, hat zwei Prominente erwischt: Das vermeintlich perfekte Paar Heidi Klum und Seal, das 2005 den Bund fürs Leben geschlossen hatte, hat sich getrennt. Doch liegt das wirklich am siebten Jahr? Und welche anderen Gründe können zu einer Scheidung oder Trennung führen? Außerdem haben wir die häufigsten Ehe- und Beziehungsfehler zusammengestellt.


Die meisten Scheidungen nach fünf Jahren

Die Angst vor dem verflixten siebten Jahr ist unbegründet - das belegen zumindest die Zahlen des Statistischen Bundesamts. So lassen sich die meisten Paare nach fünf Jahren Ehe wieder scheiden. Dabei sollte man allerdings bedenken, dass die Ehe bereits vorher gescheitert ist und die Paare schon vor der offiziellen Scheidung getrennt lebten. Und noch etwas: Das Scheidungsrisiko steigt bereits nach drei Jahren an und sinkt erst nach elf Ehejahren wieder.

Neue Partnerin soll Überleben sichern

Woher der Mythos vom verflixten siebten Jahr kommt ist unklar. Einen Erklärungsversuch liefern Evolutionsbiologen: Den Partner zu wechseln sei eine Strategie des Gehirns, um den Fortpflanzungserfolg zu steigern und das Überleben der eigenen Art zu sichern. Deshalb nimmt die sexuelle Lust auf die Ehefrau nach einigen Jahren ab und der Mann sucht sich eine neue Partnerin. Ein weiterer Grund: Nach einigen Jahren Ehe ist die rosarote Brille weg, man sieht den anderen so, wie er wirklich ist. Und auch man selbst kann sich nach einigen Ehejahren verändert haben. Paaren, die dann merken, dass sie nicht zusammenpassen, droht das Ehe-Aus.

Trennungsrisiko steigt auf 70 Prozent

Zum Scheitern verurteilt sind auch Ehen, in denen die Partner viel streiten. Den meisten Zoff gibt es bei finanziellen Angelegenheiten, so das Ergebnis einer US-Studie. Demnach trieben allein die Auseinandersetzungen ums Geld die Trennungsquote in die Höhe. Häufige Streitereien um die Finanzen und das Gefühl, dass die Ausgaben unfair verteilt sind, ließen die Wahrscheinlichkeit einer Trennung um 70 Prozent ansteigen. Doch auch Differenzen über die Verteilung der Hausarbeit, Sex und die gemeinsam verbrachte Zeit stürzen eine Beziehung oft in die Krise.

Streithähne sind nicht die schlechteren Paare

Aber: Wie oft sich ein Paar streitet, ist nicht unbedingt ein Indikator für die Qualität der Beziehung. Wohl aber, wie es sich streitet. So können Paare, die nie streiten, in Wirklichkeit in einer gleichgültigen Beziehung leben, während heißblütige Streithähne immer noch Schmetterlinge im Bauch haben. "Wenn wir das richtige Streiten nicht gelernt haben, ist Streit gefährlich und gerät schnell außer Kontrolle", warnt der Hamburger Paartherapeut Michael Cöllen. Regel Nummer eins: "Blickkontakt halten und nicht etwa aus dem Zimmer gehen, um dem Konflikt auszuweichen". Auseinandersetzungen im Auto oder am Telefon sind also tabu. Außerdem sollte man sich stets nur über ein einziges Thema streiten und nicht gleich "das große Fass" aufmachen.


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