16.03.2012, 16:15 Uhr | cme
Rosen schneiden: Nur mit der richtigen Pflege gedeihen Rosen gut. (Foto: ddp)
Die Tage werden länger, die Temperaturen klettern - jetzt ist die richtige Zeit zum Rosenschneiden. Gewiefte Gärtner wissen: Jede Rosenart braucht ihren speziellen Schnitt. Wer allzu leichtfertig zur Rosenschere greift, bereut dies im Sommer: Denn ein falscher Schnitt bringt statt üppiger Rosenpracht nur einzelne mickrige Blüten hervor. Lesen Sie hier die wichtigsten Regeln und die größten Fehler beim Rosenschneiden.
Rosen gelten als die edelsten Blumen im Garten. Sie blühen lange, üppig und prächtig - vorausgesetzt man pflegt sie gut. Im Frühjahr müssen kranke und tote Äste entfernt werden, ebenso schwache und unschön gewachsene Triebe. Zudem fördert ein Rückschnitt der verbliebenen Äste Wachstum und Blüte. Das Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt für den Schnitt: Jetzt werden Frostschäden sichtbar und der Rückschnitt regt das Wachstum an. Wer bereits im Herbst schneidet, riskiert, dass die Pflanze die offenen Wunden nicht mehr richtig schließen kann - der Frost dringt ungehindert tief ins Mark der Pflanze ein.
Einer der größten Fehler beim Rosenschneiden ist es, eine stumpfe oder verunreinigte Gartenschere zu verwenden. Stumpfe Scheren quetschen den Ast, sodass er an der Schnittstelle abstirbt. In diesem Fall muss später nochmals nachgeschnitten werden. Eine verunreinigte Gartenschere kann Pilze und andere Krankheiten in die Pflanze tragen. Säubern Sie daher die Schere vor dem Schneiden. Einige Gärtner empfehlen sogar, das Gerät vor dem Schnitt zu desinfizieren.
Je nach Rosenart sollte der Schnitt mehr oder weniger großzügig erfolgen. Bei Zwerg-, Beet- und Edelrosen sollte man nicht zu zaghaft vorgehen. Profis lassen in der Regel maximal fünf Triebe zurück. Diese werden auf drei bis fünf "Augen" - das sind Knospen oder Triebansätze - zurückgeschnitten. Anders bei einmalblühenden Strauch- und Kletterrosen: Schneidet man diese zu stark zurück, blühen sie weniger üppig. Gärtner empfehlen daher oft, nur tote und kranke Äste zu entfernen und die gesunden Triebe nur leicht zu kürzen.
Bei mehrmals blühenden Rosensorten ist der Sommerschnitt unerlässlich. Dabei entfernt man nach der ersten Blüte im Juni oder Juli alles Verblühte. Ein guter Schnitt fördert nicht nur die Blüte, er verhindert auch Krankheiten, da ein weniger dichter Strauch nach Regenfällen besser abtrocknet.
Quelle: t-online.de
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