08.04.2009, 10:54 Uhr | jlu
Übelkeit und Völlegefühl können auf einen Reizmagen hindeuten. (Foto: imago)Leiden Sie unter Übelkeit, Völlegefühl oder Erbrechen und wissen nicht, woher die Beschwerden kommen? Haben diese Symptome keine organische Ursache, könnten Sie einen Reizmagen oder Reizdarm haben. Auch ein erhöhtes Schmerzempfinden im Verdauungstrakt, ständiges Aufstoßen, Appetitlosigkeit und Schlafsstörungen deuten darauf hin. Wie sich diese Krankheit entwickelt, und was Sie dagegen tun können, darüber haben wir mit Professor Gerald Holtmann, Gastroenterologe am Universitätsklinikum in Essen, gesprochen.
Online-Test Wie gesund ist Ihr Magen?
Reizmagen und Reizdarm gehören zu den funktionellen Darmerkrankungen. "Treten die Beschwerden im Oberbauch auf, handelt es sich um einen Reizmagen. Einen Reizdarm hat man, wenn der Unterbauch betroffen ist", weiß der Gastroenterologe. Viele Betroffene haben eine Kombination aus Reizmagen- und Reizdarm. Daher werden diese Begriffe fälschlicherweise oft als Synonyme verwendet. In Deutschland leidet etwa jeder fünfte Bürger unter einer solchen Störung der Magenfunktion, darunter mehr Frauen als Männer.
"Wahrscheinlich sind Entzündungen des Magen-Darm-Traktes, etwa eine bakterielle Infektion, Auslöser für einen Reizmagen", sagt Holtmann. Möglicherweise hat die Krankheit auch eine genetische Ursache. Welche Faktoren aber genau zu einem Reizmagen führen, ist noch nicht geklärt. Fakt ist: Wer unter diesem Syndrom leidet, hat ein besonders empfindliches Magen-Darm-System. Deshalb können auch bestimmte Nahrungsmittel, Angst oder Stress die Beschwerden im Bauchraum hervorrufen. Die Redewendung, dass einem etwas auf den Magen schlägt, hat somit einen medizinischen Hintergrund.
Die Diagnose Reizdarm oder Reizmagen stellen Ärzte dann, wenn sie organische Gründe als Ursache ausgeschlossen haben. Auch wenn für die Betroffenen kein erhöhtes Risiko für eine schwere Magenerkrankung besteht: Oft schränken die Schmerzen und das ständige Unwohlsein die Lebensqualität erheblich ein. Viele Patienten haben neben ihrem Magenleiden zusätzliche Beschwerden außerhalb des Verdauungstraktes. "Einige leiden unter Rückenschmerzen, andere Betroffene haben Probleme mit den Gelenken oder schlafen schlecht", erklärt der Mediziner. Ob sie einen Reizmagen oder Reizdarm haben, spielt dabei keine Rolle.
Heilbar ist die Störung der Magenfunktion nicht. Die Behandlung beim Arzt zielt deshalb darauf ab, die Symptome zu lindern. Auch vorbeugend kann man nur wenig gegen diese Erkrankung tun. "Treten die Probleme zum Beispiel nach dem Genuss bestimmter Speisen auf, sollte man drauf in Zukunft verzichten", rät Holtmann. Auch hilft es, über den Tag verteilt mehrere kleine statt wenige große Mahlzeiten zu essen. Betroffene sollten dabei allerdings auf scharf gewürzte sowie blähende Nahrungsmittel verzichten. Um die Verdauungsfunktion darüber hinaus zu unterstützen, ist es ratsam genug zu schlafen und regelmäßig Sport zu treiben.
Wer unter starken Schmerzen leidet, bekommt vom Arzt krampflösende Medikamente oder Arzneimittel, die zu einer schnellen Magenentleerung führen. Bei leichteren Beschwerden helfen bereits pflanzliche Mittel. Diese sind frei verkäuflich in Apotheken erhältlich. "Bei Krämpfen im Magen-Darm-Bereich wirken besonders Pfefferminzöl und Präparate mit Artischockenextrakt beruhigend," empfiehlt der Gastroenterologe. Wer auf pflanzliche Wirkstoffe setzt sollte allerdings darauf achten, sich vorher vom Arzt beraten zu lassen.
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jlu
Uschi schrieb:
am 6. September 2011 um 10:23:21
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Reizmagen/Reizdarm
Mir hilft seit einiger Zeit die tägliche Einnahme von 2 Teelöffeln
Flohsamenschalen aus dem Reformhaus, die ich in ein
großes
Glas Wasser einrühre. Tagsüber mindestens 1,5 bis 2 l (am besten Wasser)
trinken. Sorgt für täglichen Stuhlgang, ohne Durchfall.
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T.M schrieb:
am 17. Februar 2011 um 08:38:27
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Reizmagen
Ich habe die Erfahrung gemacht ,das wenn man besser für sich sorgt der Reizmagen sich nicht mehr so oft meldet..Immer schön raus mit den Gefühlen.
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Doc schrieb:
am 16. Februar 2011 um 22:42:49
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Reizdarm etc...
Danke an meinen Vorredner! Politiker denken nur an ihr Geld, nicht an unsere Gesundheit! Deshalb selber kochen und bewusst einkaufen!
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