24.09.2008, 13:22 Uhr | bri, sp
Mit einer gut bestückten Reiseapotheke wird der Urlaub zum Erfolg (Foto: imago)Hitze und Krankheitserreger können uns den Urlaub ganz schön vermiesen. Aus dem Strandurlaub in der Karibik werden Dauersitzungen auf dem Klo, Fieber, Schmerzen oder Tropenkrankheiten wie Malaria können einem auch noch zusetzen. Damit nichts den schwer verdienten Urlaub verdirbt, sollten Sie rechtzeitig eine kleine Apotheke zusammenstellen, die mit auf die Reise geht. Wir sagen Ihnen, worauf es bei einer Reiseapotheke ankommt und wie Sie Ihre Gesundheit im Urlaub schützen.
Pillen auf Reisen Diese Medikamente müssen mit
Gefährliche Krankheiten Wogegen impfen?
Große Hitze und ungewohntes Essen belasten den Körper, Cafés und Bars verführen zu dem ein oder anderen Cocktail zuviel und außergewöhnlich scharfes Essen gibt dem Magen dann den Rest. Er reagiert sauer mit Sodbrennen. Tipps: Trinken Sie nicht zuviel Alkohol, am besten keinen in Zusammenhang mit scharfem Essen und sorgen Sie dafür, dass Zeit bleibt zwischen dem Essen und dem Schlafengehen. Damit Ihr Magen-Darm-Trakt nicht völlig aus dem Takt gerät, sollten Sie nur abgekochtes Wasser trinken. Auch beim Zähneputzen sollten Sie lieber Mineralwasser verwenden. Trotz Hitze: Lassen Sie sich Ihr Getränk ohne Eis servieren. Für alle anderen Genüsse gilt: Nichts essen, was nicht gekocht, gebraten oder geschält ist. Zur Vorbeugung können Sie fünf Tage vor Abreise mit der Einnahme von medizinischer Trockenhefe beginnen. Sie stabilisiert Ihre Darmflora.
Reisemedizin Hepatitis-Gefahr auch am Mittelmeer
Die Unpässlichkeiten können schon auf dem Weg ins Traumparadies eintreten. Schüttelnde Züge, kurvige Straßen und Meereswellen fordern den Gleichgewichtssinn heraus, bis Ihr Körper mit Übelkeit und Erbrechen reagiert. Setzen Sie sich in der Bahn in Fahrtrichtung, halten Sie sich auf Schiffen entweder in der Mitte auf, wo es am ruhigsten ist, oder an Deck, damit Sie tief durchatmen und frische Luft tanken können. Suchen Sie sich in der Ferne einen ruhigen Punkt, den Sie fixieren können. Trinken Sie häufiger kleinere Mengen Flüssigkeit, das stabilisiert den Kreislauf.
Wer mit dem Flugzeug reist, sollte an eine mögliche Thrombosegefahr denken. Schwangere und Übergewichtige sind gefährdet. Am besten beraten Sie sich vor der Abreise mit Ihrem Arzt, ob er Thrombosestrümpfe und die Einnahme von Blut verdünnenden Mitteln empfiehlt. Um sich nicht schon vor der Ankunft in fremden Gefilden zu erkälten, gehören eine Jacke oder ein Pullover ins Handgepäck. Auf Langstreckenflügen kann es in der Kabine kalt werden und heiße Länder lassen gerne die Klimaanlagen auf Hochtouren laufen, so dass selbst die Tropen zu Eisregionen werden. Übrigens gehört die Reiseapotheke ins Handgepäck, falls die Koffer später kommen oder ganz verloren gehen. Den Jetlag halten Sie am besten in Schach, indem Sie sich möglichst schnell an den Rhythmus vor Ort anpassen. Schlafen Sie am Anfang möglichst viel. Sie wollen sich ja ohnehin erholen.
Bei Fernreisen sind Schutzimpfungen unerlässlich. Vor welchen Krankheiten Sie sich speziell schützen müssen, hängt von dem Land ab, in das Sie fahren oder fliegen. Hier kennen sich Tropeninstitute bestens aus. Die Experten empfehlen Impfungen gegen Tetanus, Diphterie und Polio, sowie Impfungen gegen Hepatitis A und B, Typhus und Hirnhautentzündung. Nehmen Sie auf jeden Fall Ihren Impfpass mit in den Urlaub, damit ein behandelnder Arzt vor Ort gleich Bescheid weiß. Wer aus einer Tropenregion wieder zu Hause angelangt ist, sollte unbedingt zum Tropenmediziner, wenn er ungewöhnliche Symptome an sich spürt.
Da Mücken Allergien auslösen und Malaria übertragen können, sollte man sie sich möglichst vom Leib halten. Das können Sie tun, indem Sie möglichst den ganzen Körper mit Kleidung bedecken, freie Hautflächen mit Insekten abweisenden Sprays oder Lotionen schützen und nachts im Zimmer Räucherspiralen abbrennen. Auch Moskitonetze über dem Bett und Fliegengitter an den Fenstern helfen, die surrenden Biester abzuwehren. Bei Stichen von anderen Tieren wie Spinnen oder Skorpionen suchen Sie sofort einen Arzt auf.
Verlassen Sie sich nicht darauf, dass viele Medikamente im Urlaub günstiger sind. Die Einsparungen können teuer erkauft sein, weil es sich um ein wirkungsloses Schwarzmarktprodukt handeln könnte oder um eines, das falsch gelagert wurde. Das gleiche gilt für den Sonnenschutz. Der UV-Faktor wird im Ausland anders errechnet als in Deutschland. Denken Sie beim Packen außerdem an jene Medikamente, die Sie ohnehin regelmäßig einnehmen müssen (die Pille, Herzmittel). Überprüfen Sie vor der Abreise sicherheitshalber alle Haltbarkeitsdaten. Und last, but not least: Schließen Sie eine Auslandskrankenversicherung ab. Nicht alle Arztbesuche oder Rücktransporte werden automatisch von Ihrer Krankenkasse übernommen!
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Quelle: AFP
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