21.01.2010, 10:56 Uhr | ag, ug
Die Pille ist das Verhütungsmittel Nummer eins - über 40 Prozent der deutschen Frauen vertrauen auf sie. Und jede dritte von ihnen glaubt, dass die Einnahme der Pille sich nachteilig auf die Fruchtbarkeit auswirkt, so der Berufsverband der Frauenärzte (BVF). Ein Irrtum, wie eine Studie der Universität Frankfurt an 652 Frauen zeigt. Ein Teil der Testpersonen nahm die Pille bis zu sieben Jahre lang. Das beruhigende Ergebnis: Die meisten Frauen können innerhalb weniger Monate nach dem Absetzen der Mikropille wieder schwanger werden. Aber was ist mit den anderen Gerüchten, die rund um die Pille kursieren: Macht die Pille wirklich dick und lustlos? Wir haben die populärsten Pillen-Mythen für Sie unter die Lupe genommen:
Wer dagegen schwanger werden möchte, kann bereits in den ersten drei Zyklen nach Absetzen der Pille auf das Baby-Glück hoffen. Das zeigt eine Studie der Universität Frankfurt: Von den 652 Teilnehmerinnen wurden 613 Frauen gewollt schwanger. Dabei spielte es keine Rolle, wie lange die Frauen vorher die Pille nahmen. Auch das Alter beeinflusst kaum die Fruchtbarkeit nach dem Pillen-Stopp: Die 16- bis 18-jährigen Frauen wurden im Schnitt nach 2,4 Zyklen schwanger, bei den 30- bis 34-jährigen Teilnehmerinnen klappte es nach 3,9 Zyklen. Schlechter stehen die Chancen dagegen bei anderen hormonellen Verhütungsmethoden laut dem Bundesverband der Frauenärzte. So kann es bei der Dreimonatsspritze bis zu drei Jahre dauern, bis wieder regelmäßig Eisprünge stattfinden.
Dass die Antibabypille schon nach sechsmonatiger Einnahme die sexuelle Lust von Frauen für den Rest des Lebens zerstören kann, glauben amerikanische Forscher. An der Boston University führte ein Team unter der Leitung des renommierten Sexualmediziners Irwin Goldstein eine umfangreiche Studie durch. Die Ursache für den Libido-Schwund sehen die Wissenschaftler darin, dass der Pegel des Sexualhormons Testosteron bei regelmäßiger Pilleneinnahme stark sinkt. Das verderbe den Frauen den Spaß am Sex. Zu völlig anderen Ergebnissen kommt hingegen eine Studie der italienischen Universität Catania: Hier fanden Sexualwissenschaftler heraus, dass eine Pille mit dem Inhaltsstoff Drospirenon die Libido spürbar ankurbelt. Die Teilnehmerinnen der Studie gaben an, mehr Orgasmen und allgemein besseren Sex zu haben. Zweifelhaft bleibt jedoch, ob allein die Hormone für die Luststeigerung verantwortlich sind. Schließlich spielen die Psyche und die Lebenssituation auch eine große Rolle. Und diese Faktoren sind mit den üblichen Studien nicht objektiv messbar.
Dass die Pille dick macht, ist eine weit verbreitete Aussage. Sie trifft jedoch nur bedingt zu. Tatsächlich gibt es Pillen-Anwenderinnen, die nicht nur mehr Wasser einlagern, sondern auch an Fettgewebe zunehmen. Laut einer Emnid-Umfrage haben 12 Prozent der Frauen die Pille sogar ganz abgesetzt, weil sie zugenommen haben. Die Hormone in der Pille können aber auch den Appetit steigern. Lassen Sie sich in diesem Fall von Ihrem Frauenarzt beraten. Es könnte sein, dass ein anders zusammengesetztes Präparat wie zum Beispiel eine Dreiphasen-Pille oder andere Verhütungsmethoden, etwa die wesentlich niedriger dosierte Hormonspirale, besser vertragen werden. Das gilt auch für Frauen, bei denen die Pille zu Gefühlsschwankungen führt. Oft reicht es auch hier aus, dass der Frauenarzt ein Präparat mit einer anderen Hormonzusammensetzung verschreibt.
Ob die mehrjährige Einnahme der Antibabypillekrebsfördernd wirkt, konnte trotz intensiver Forschung bis heute nicht eindeutig erwiesen werden. Es gibt Hinweise auf erhöhte Risiken von Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Leberkrebs. Grundlage hierfür ist eine Studie der Internationalen Krebsforschungsagentur IARC in Lyon. Insgesamt werden die Risiken der Pille aber als sehr gering eingeschätzt. Neueste Studien geben sogar Hinweise darauf, dass die Pille vor Eierstock- und Gebärmutterschleimhautkrebs schützen könnte. Fest steht in jedem Fall, dass die Pille über eine Vielzahl erwünschter Nebenwirkungen verfügt. So wird sie häufig bei Akne, Haarausfall oder übermäßiger Behaarung erfolgreich eingesetzt. Auch bei manchen Formen der Regelbeschwerden kann sie Erleichterung verschaffen und sogar zur Rückbildung bestimmter Eierstock-Zysten führen.
Vor allem Raucherinnen sollten eine andere Verhütungsmethode wählen - insbesondere ab Mitte Dreißig. Denn in der Kombination von Pille und Zigaretten steckt ein erhöhtes Risiko für Thrombosen, Herzinfarkt und Schlaganfall. Der Grund: Zum einen verengt das Rauchen die Gefäße. Zum anderen fließt das Blut schlechter. Aus diesem Grund sollte auch bei zu hohem Blutdruck, hohen Blutfettwerten oder familiärer Thromboseneigung über eine andere Verhütungsform nachgedacht werden. Auch starkes Übergewicht ist ein Grund, auf eine andere Verhütungsmethode umzusteigen. Anderenfalls ist der Empfängnisschutz nicht mehr gewährleistet.
Frauen haben viele Möglichkeiten, eine Schwangerschaft zu verhindern. Neben der Pille gibt es Stäbchen, Vaginalring, Spirale, Pflaster oder Spritze. zum Video
ag, ug
Susi schrieb:
am 16. Dezember 2010 um 09:45:45
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Also nach fast 8 Jahren kann ich sagen
Ich liebe meine Pille. Ich bin durch sie unabhängiger und kann (natürlich erst nach Absprache mit
FA) meinen Zyklus beeinflussen. Ich habe nicht wirklich zugenommen 5 kg (BMI von 20 davor ging er schwankend bis 18 runter),erst in den letzten 3 Jahren, aber das ist eher meinem Mann zu verschulden, seit dem esse ich regelmäßig. Ich bin einer der Exemplare, welcher die Brust gewachsen ist von 70 C auf 70 F. und Krebs kann viele Ursachen haben, aber Hormone sind trotzdem mit Vorsicht zu geniessen.
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Frau schrieb:
am 8. September 2010 um 12:13:29
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Pille -->Krebs
..das bestimmte Sorten von Pille Krebs auslösen können, stimmt ... leider bin ich davon betroffen. Jahrelang hatte ich eine
Kupferspirale, dann stieg ich vor knapp 3,5 Jahren auf die Pille um und schwupps bekam ich alle Anzeichen von Gebärmutterhalskrebs ... was jetzt zur Folge hat: nächste Woche wird mir komplett alles genommen bis auf die Eierstöcke.
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power schrieb:
am 7. September 2010 um 09:07:18
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Pille
Ich glaube das da mehr dahinter steckt wie behauptet wird.Warum steigt die Brustkrebsrate bei jungen Frauen an ? Warum erkranken
generell soviel Frauen an Brustkrebs ? Ich glaube das die ganze Geschichte viel mit Pille u. Hormonersatztherapie zu tun hat. Man will das nur nicht bekannt geben, da steckt ein Milliardengeschäft dahinter.
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