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Pestizide im Salat: Greenpeace findet Pestizide im Salat

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Greenpeace findet Pestizide im Salat

02.02.2010, 14:29 Uhr | dpa, afp

Pestizide im Salat: Rucolasalat ist häufig mit Pestiziden belastet. (Foto: imago)Rucolasalat ist häufig mit Pestiziden belastet. (Foto: imago)Erneut Pestizide im Salat: Die Umweltorganisation Greenpeace hat bei einer Untersuchung von Kopfsalat und Rucola aus Supermärkten und Discountern Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden. Insgesamt seien 11 von 21 Kopfsalaten und vier von 12 Rucola-Proben nicht empfehlenswert, teilte Greenpeace mit. Viele davon hätten mehrere Pflanzenschutzmittel enthalten. In drei Fällen seien die gesetzlichen Grenzwerte für einzelne Pestizide übertroffen worden.

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Salat aus Italien und Belgien stärker belastet

Greenpeace kritisierte, dass zunehmend mehrere Pestizide parallel eingesetzt würden, um die Überschreitung der Höchstmenge bei einem einzigen Stoff zu vermeiden. "Auf einigen Salatblättern werden bis zu 15 verschiedene Pestizide gefunden", sagte der Chemie-Experte von Greenpeace, Manfred Santen. Die mit Spritzmitteln belastete Ware stamme überwiegend aus Italien, ein Kopfsalat auch aus Deutschland. Besonders stark belastet seien Proben aus Italien und Belgien. Deutsche und spanische Proben schneiden laut Greenpeace besser ab. Bioware sei dagegen kaum belastet.

Im Winter wird Salat stärker gespritzt

Die Umweltschützer erstatteten Anzeige gegen das Unternehmen Tengelmann, da in einem dort angebotenen Kopfsalat bei einem Pestizid die von der Weltgesundheitsorganisation definierte "Akute Referenzdosis" überschritten worden sei. Der Verzehr könne zur gesundheitlichen Gefährdung besonders von Kindern führen. Tengelmann wollte sich zunächst nicht äußern, sondern den Fall erst prüfen. "Unser Test zeigt, dass nur ein Kopfsalat und drei Rucola-Proben aus konventionellem Anbau unbelastet sind. Das sind zu wenige", sagte Santen. Im Winter sei das Risiko von Belastungen bei Blattsalaten größer als im Sommer. "Sie werden in Treibhäusern zumeist überdüngt und stark gespritzt."

Dreimal die Höchstmengen überschritten

Die drei Salate, bei denen die gesetzlichen Pestizid-Höchstmengen überschritten worden seien, dürften nicht verkauft werden. Außerdem seien Wirkstoffen nachgewiesen worden, die von der staatlichen Lebensmittelüberwachung nicht kontrolliert werden, zum Beispiel das Fungizid (Pilzmittel) Thiram in einem Salat aus den Niederlanden. Greenpeace-Mitarbeiter hatten im Januar in Hamburg, Köln, Bonn, Dresden, München und im Frankfurter Raum Kopfsalate und Rucola gekauft. Ein spezialisiertes Labor habe die Proben auf mehr als 350 Pestizidrückstände geprüft. Auffällige Befunde seien in einem zweitem und ebenfalls für diese Untersuchungen zertifizierten Labor überprüft worden.

Agrarverband: "Warnungen überzogen"

Der Industrieverband Agrar (IVA) nannte die Warnung vor einem Verzehr von Salaten im Winter "überzogen", es handle sich lediglich um eine Stichprobe. "Es ist gar keine Frage: Drei Höchstmengen-Überschreitungen sind genau drei Höchstmengen-Überschreitungen zuviel", erklärte der IVA. Daher jedoch von einem gesunden Lebensmittel wie Salat abzuraten, sei überzogen. Die gesetzlichen Grenzwerte seien keine toxikologischen, also gesundheitlich relevanten, Höchstwerte, sondern Handelsnormen, die mit sehr hohen Sicherheitsfaktoren berechnet seien. Im Industrieverband Agrar sind Unternehmen vertreten, die Geschäfte auf den Feldern Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie machen.

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dpa, afp  

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Kommentare (9)

zum Forum

Thema: "Pestizide im Salat: Greenpeace findet Pestizide im Salat"

Grünmann Rolf schrieb: am 7. Mai 2010 um 17:32:35
(1) (0) Pestizide
Pestizide stammt von Pest ,da haben wir´s. Der Billigwahn bringt uns um ,Qualität hat nun mal sienen Preis. Aber unseren
Regierung ist es ebal ob Menschen daran kaputt gehen. Kapitalismus und Habgier lebe hoch.
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albay schrieb: am 3. Februar 2010 um 15:30:04
(0) (0) essigessenz wasche!!
ich wasche generell grünes gemüse (salate,rucola,spinat..) immer mit essig. entweder in kaltem salzwasser kurz
liegenlassen oder essigessenz in die schüssel worin ich das gemüse eintauche zum waschen.
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Thomas schrieb: am 2. Februar 2010 um 18:25:14
(0) (0) Kein Wunder
Da die Discounter ihren Produzenten oft nicht mehr einmal sogar die Produktionskosten mehr zahlen, muß man sich nicht wundern,
das es immer wieder schwarze Schafe gibt, die zu billigere und wirksamere Mittel greifen um noch höhere Einbußen zu vermeiden. Wenn den Verbraucher das Lebensmittel nichts mehr Wert ist, müssen sie mit Sabotagen rechnen. Wenn man rechnet was Leute für teueres Geld an Süßigkeiten, Zigaretten und Alkohl ausgegen was bewußt ungesund ist, Qualität hat seinen Preis
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