
11.09.2009, 14:59 Uhr | ali
Auch wenn es einem Single oft nichts ausmacht, alleine im Café zu sitzen und Cappuccino zu schlürfen, kann der Anblick von kuschelnden Pärchen am Nebentisch doch einen kleinen Stich versetzen. Schließlich ist man selbst ständig auf der Suche nach dem Glück zu zweit. Aber ist das schon vielleicht der falsche Ansatz für die Partnersuche? Heißt es nicht, "wenn man am wenigsten sucht, dann kommt die Liebe?" Aber das tröstet nun mal nicht auf Dauer über das Alleinsein hinweg. Aktiv werden ist der bessere Weg, doch dabei macht man oft unnötige Fehler, die viele Chancen verbauen.
"Du bist zu anspruchvoll" oder „Du arbeitest zu viel. Wann willst du da noch jemanden kennenlernen?“ Diese und mehr Sprüche hören Singles allzu oft - nicht wirklich hilfreich auf der Suche nach einem Partner. Dennoch tappen Singles oft in selbstgebaute Fallen. Ansprüche, Erwartungen und Hoffnungen – das alles unterscheidet sie nicht von Menschen, die in einer Beziehung sind und die ihre Bedürfnisse genauso erfüllt wissen möchten. Und doch ist es bei Alleinlebenden etwas anderes. Versteifen sie sich zu sehr auf ihre eigenen Vorstellungen, bleiben sie alleine.
Die eigene Lebensweise und eingefahrene Gewohnheiten zu ändern, kann ein erster Schritt zu einer Beziehung sein. Das muss aber nicht in Selbstaufgabe enden, was viele Singles fürchten. Warum ein Mann oder eine Frau alleine ist, hat oft nichts mit mangelnder Kompromissbereitschaft zu tun. Denn: Fallen bei der Suche nach dem richten Partner lauern überall. So ist es zum Beispiel ungeschickt, beim ersten Date gleich voller Überzeugung zu verkünden, dass man sich für einen Partner beruflich nicht zurücknehmen würde. Auch Vergleiche mit dem oder der Ex anzustellen, ist für das weitere Kennenlernen hinderlich. Und ist man zu verschlossen, motiviert man das Gegenüber nicht gerade, viel von sich preiszugeben.
Auch wenn es schwer fällt: Werfen Sie die Angst vor einer zu engen Bindung über Bord. Für Menschen, die schon länger einen Partner suchen, können Bindungsängste zum Problem werden. Sie übertragen häufig die Erlebnisse aus vorherigen Beziehungen auf die neue Liebe und erschweren damit ein Happyend. Dass heißt aber auch nicht, jegliche Distanz aufzugeben und sich dem Gegenüber wie ein offenes Buch zu präsentieren. Denn eine zu enge und zu schnelle Bindung kann den möglichen neuen Partner auch in die Flucht schlagen.
„Gegensätze ziehen sich an“ - ein alter Spruch, der gerade in neuen Partnerschaften zitiert wird. Vor allem dann, wenn das frisch verliebte Paar so gar nichts gemeinsam zu haben scheint. Driften die Interessen jedoch zu sehr auseinander, kann das schwierig werden. Achten Sie beim Kennenlernen ruhig auf die Unterschiede und beobachten Sie genau, in welchen Dingen Sie sich von Ihrem Dating-Partner unterscheiden. Bei grundlegend verschiedenen Ansichten sollte man sich genau überlegen, ob diese auf Dauer zur Belastung für die Beziehung werden können. Wenn das der Fall ist, dann lieber weitersuchen. Das lohnt sich sicher!
ali
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