08.12.2008, 12:01 Uhr | kaki
15 Jahre trennen Demi Moore und Ashton Kutcher. (Foto: Reuters)Ashton Kutcher ist 15 Jahre jünger als Demi Moore und Katie Holmes größer als Tom Cruise. Sie sind alle Stars, aber das ist nicht das einzige was sie gemeinsam haben. Sie leben in einer unkonventionellen Partnerschaft, die regelmäßig für Gesprächsstoff sorgt. Amerikanische Forscher haben nun in einer Studie Paare, die in einer Beziehung abseits des Mainstreams leben, befragt, wie glücklich sie in ihrer Partnerschaft sind und wie das Verhältnis zu ihren Mitmenschen ist.
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Wissenschaftler der Purdue Universität in Indiana befragten 193 Personen, die in einer konventionellen und 392 Personen, die in einer unkonventionellen Partnerschaft leben, wie zufrieden sie in ihrer Beziehung leben. Unter unkonventionell verstehen die Forscher Paare mit einem Altersunterschied von zehn Jahren und mehr, mit unterschiedlichen Nationalitäten, sowie gleichgeschlechtliche Paare. Dabei kam heraus, dass Paare, die in einer Partnerschaft abseits des Mainstreams leben, sich deutlich mehr sozial ausgegrenzt fühlen, als konventionelle Paare.
Die Forscher um Justin Lehmiller fanden aber auch heraus, dass die nicht traditionellen Paare nicht weniger mit ihrer Beziehung zufrieden sind, als ihre konventionellen Pendants. Die „Normabweichler“ investieren zwar weniger in ihre Beziehung, aber sie fühlen eine stärkere Bindung und sehen sich auch weniger nach Alternativen um, als die andere Personengruppe. Das kann nach Meinung der Wissenschaftler auch damit zusammenhängen, dass unkonventionelle Paare der Auffassung sind, dass es nur schlechtere Alternativen zu ihrer aktuellen Beziehung gibt und sich deshalb so stark an sie gebunden fühlen.
Bei der Studie kamen die Wissenschaftler auch zum Ergebnis, dass soziale Ausgrenzung sowohl positive als auch negative Auswirkung auf die Beziehung hat. Negativ ist die geringe Investition in die Partnerschaft. Positiv hingegen ist die hohe Bindung. Denn je höher die gesellschaftliche Ächtung, desto fester ist die Bindung.
Die Studie ist im "Personality and Social Psychology Bulletin" erschienen.
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