05.10.2008, 12:45 Uhr | ali
Sollte eine gut funktionierende Beziehung an der Kind-Frage scheitern? (Foto: imago)
Endlich hat man die große Liebe gefunden. Man ist rundum glücklich, weil alles passt. Gleiche Interessen, gemeinsamer Freundeskreis und mit den Schwiegereltern gibt es auch kein Problem. Alles scheint perfekt. Nach einiger Zeit kommt jedoch oft die Frage aller Fragen auf: Kinder - ja oder nein? Wenn man auf der gleichen Wellenlänge liegt, ist alles wunderbar. Was aber soll man machen, wenn der Partner „nein“ sagt und einem selbst der Kinderwunsch stark prägt?
Pro & Contra:
Soll man die Partnerschaft beenden, wenn man sich wegen der Kind-Frage nicht einig ist?
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Wenn mein Partner keine Kinder will, weiß ich nicht, wie ich das Problem anders lösen sollte, als mich von ihm zu trennen. Da liegen zwei unterschiedliche Lebensmodelle zu Grunde, die sich nicht vereinbaren lassen. Auch wenn es mir nicht leicht fallen würde, mich zu trennen, würde ich in dem Punkt keine Kompromisse machen. Der Wunsch, ein Baby zu bekommen, ist einfach stärker. Ich bin in einer großen Familie aufgewachsen und habe drei Geschwister. Eine Zukunft ohne ein Kind und eine große, eigene Familie um mich herum ist deshalb für mich schwer vorstellbar. Auch wenn ich meine Partner liebe - die Vorstellung, mit ihm zusammenzubleiben und auf ein Kind zu verzichten, ist für mich unerträglich. Ich glaube, es kann nichts Gutes dabei herauskommen, wenn ich meine Bedürfnisse unterdrücke. Auch wenn ich seinen Wunsch respektieren würde, könnte das nur am Anfang gut gehen. Mit der Zeit würde aber die Liebe verschwinden und im schlimmsten Fall geht die Beziehung im Streit kaputt. Und ihm eine Falle stellen und einfach schwanger werden, käme für mich nicht in Frage. Darunter leidet später nur das Kind. Dann lässt er mich allein, kümmert sich nicht um uns. Gerade wenn die Zeit immer knapper wird, würde ich diesen Weg gehen und mir schweren Herzens einen Partner suchen, mit dem ich mir meinen Kinderwunsch erfüllen kann. | Da ich meinen Partner sehr liebe, kommt es für mich nicht in Frage, ihn zu verlassen. Wenn mein Partner unfruchtbar wäre, würde ich ihn ja auch nicht verlassen. Entweder man entscheidet sich für eine Person mit allen Konsequenzen, oder man sollte auch ohne die K-Frage seine Beziehung sorgfältig überdenken. Wenn er nicht will, respektiere ich das. Vertrauen und Respekt vor den Wünschen des Partners sind wichtig, sonst ist die Partnerschaft nichts wert. Ein Kind um jeden Preis - das klingt für mich sehr egoistisch. Keiner der Partner sollte zu etwas gezwungen werden, das er nicht will. Hier geht es schließlich um mehr als einen Menschen und dessen Bedürfnisse. Die Entscheidung für ein Kind hat tiefgreifende Auswirkungen auf das Privatleben. Wenn mein Partner so eine Veränderung nicht will, dann akzeptiere ich das. Beide Partner müssen 100 Prozent zu der Entscheidung für ein Kind stehen, sonst kann das in einer Katastrophe enden. Ich würde mir Alternativen suchen. Gerne betreue ich die Kinder von meiner Schwester oder von meinen Freundinnen öfter. Außerdem frage ich mich manchmal, ob hinter dem fast besessenen Wunsch nach einem Kind nicht etwas anderes steckt. Will man mit dem Wunsch nach einem Kind einfach nur die Leere füllen, die in der Beziehung herrscht? Eine große Belastung für so ein kleines Wesen. |
ali
Sarah schrieb:
am 11. Oktober 2011 um 20:11:19
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Kinderwunsch
Ich stimme mit Karoline überein. Ich glaube, dass wenn bei so großen Themen wie Eltern werden oder nicht, die meinungen
auseinander gehen, ist die Schwierigkeit groß die beziehung zu retten. Einer von beiden müsste solch einen riesen Kompromiss leben und der andere nicht. Das führt in meinen Augen zu einem enormen Ungleichgewicht. Es gibt vieles, über das man in einer Beziehung kompromisse machen kann und muss. Dieses Thema jedoch, ist aus meiner Sicht, nicht kompromissmöglich.
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vi schrieb:
am 13. September 2010 um 11:27:55
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Partner
Für mich ist das Leben ohne Kind immer schwieriger : ich bin als einziges Kind erzogen, und manchmal befinde ich mich so allein in
meinem Leben ! Ich bedaure meine Partnerschaft nicht (leben seit 3.5 Jahre zusammen), doch kann ich die Sache nicht vergessen. Eines ist sicher : ich hatte nicht die Wahl, und das finde ich sehr egoistisch von ihm, das ist sehr peinlich, obwohl wir echt verliebt sind.
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