16.02.2012, 17:06 Uhr | dpa-tmn
Partner von Betroffenen können Burnout-Warnzeichen oft eher erkennen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Ein Burnout kündigt sich lange vorher an: Erschöpfung, Schmerzen und Konzentrationsprobleme zählen zu den ersten Anzeichen. Bemerken Arbeitnehmer oder deren Partner diese Symptome, sollten sie sofort gegensteuern. Denn sonst kann es zu spät sein - und es droht der Zusammenbruch.
Ein Burnout entwickelt sich schleichend. „Erste Symptome sind etwa häufige Rücken- oder Kopfschmerzen sowie ein Anstieg der Krankheitstage“, erklärt Heike Kunkel, Coach in Hamburg auf der Bildungsmesse Didacta. Aber auch andere Warnsignale wie Magenschmerzen, dauerhafte Nacken- und Schulterverspannungen und Schlaflosigkeit können auf Burnout hindeuten. Alle Anzeichen dieser Art sollten von Anfang an ernstgenommen werden. Denn je eher Erschöpfungssymptome erkannt und wahrgenommen werden, desto leichter könnten Arbeitnehmer gegensteuern.
Auch die Partner sind beim Erkennen von ersten Symptomen für ein Burnout gefragt. Denn sie sind in ihrem Urteil oft objektiver als die betroffene Person, die sich vielleicht einredet, es sei alles ganz normal. Laut Kunkel sollte man hellhörig werden, wenn der Partner plötzlich nicht mehr auf sein Äußeres achtet, weil ihm dazu die Lust und Zeit fehlen oder wenn er geliebte Hobbys aufgibt. Weitere Anzeichen könnten innere Unruhe oder die Vernachlässigung der Familie sein.
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Heike Kunkel empfiehlt in so einem Fall, sofort einen Kurzurlaub zu machen. „Man kann etwa beschließen, für ein Wochenende zum Wandern zu fahren.“ Diese Maßnahmen trügen aber nur dann Früchte, wenn der Arbeitnehmer noch relativ stabil ist. Sei er dagegen schon völlig ausgebrannt und habe eine ernsthafte Depression, kann ein Kurzurlaub auch kontraproduktiv sein. „Dann ist es eher so wie bei einem Rennpferd, das läuft und läuft, bis es die Ziellinie erreicht, und dann - als es stehenbleibt - einfach umfällt.“
Burnout und andere psychische Leiden sorgen immer öfter für Ausfälle im Beruf: So sind seelische Erkrankungen inzwischen die häufigste Ursache für Frühverrentungen. 2010 sind laut der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) bundesweit 70 000 Arbeitnehmer wegen einer seelischen Erkrankung frühzeitig aus dem Beruf ausgeschieden. Seelische Leiden verursachen zudem jeden achten Krankheitstag: Sie waren 2010 bei den Betriebskrankenkassen Grund für 12 Prozent aller Fehltage.
Ignorierten Arbeitnehmer erste Erschöpfungssymptome, müssen sie damit rechnen, dass die eigene Leistungsfähigkeit immer weiter abnimmt. Menschen, die auf ein Burnout zusteuern, machen zum Beispiel immer mehr Fehler, weil sie sich schlechter konzentrieren können. So gerät man schnell in einen Teufelskreis, der in einem Zusammenbruch enden kann.
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Quelle: dpa-tmn
Doktor Brock schrieb:
am 19. Februar 2012 um 18:14:47
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Burn Out
ist die neue Krankheit wo man sich bis zu einem halben Jahr krankschreiben lassen kann das ist doch super mal so richtig lange Urlaub machen
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Wolf09 schrieb:
am 19. Februar 2012 um 17:51:22
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Burnout
"Zufriedener Mensch" legt mit seiner Einschätzung richtig. Konfuzius sagte mal:" Wer immer glücklich sein will. muss
sich oft verändern." Ich selbst hatte die für Burnout typischen Symptome. Nachdem ich mich verändert habe, geht es mir auch wieder besser. Das ändern fängt schon bei scheinbar kleinen Dingen an. Beispiele: Etwas früher aufstehen, damit man den Tagesbeginn lockerer gestalten kann. Etwas früher losfahren, und rote Ampeln bringen einen nicht mehr in Zeitnot. u.s.w.
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AlterSchwede schrieb:
am 19. Februar 2012 um 17:43:03
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Burnout
Burnout ist in Mode! Früher wurden die Wochenenden und der Feierabend generell dafür verwendet, sich zu erholen, zu entspannen!!
Heute muss nach der Arbeit erstmal in der Mucki-Bude bis zur Erschöpfung trainiert werden. Danach mit Freunden auf die Piste.
Erholung zu Hause, bei einem Buch, einem Bier oder Glas Wein? Fehlanzeige!
Und am Wochenende wird für den nächsten Ironman trainiert. Erholung, nur "einfach mal alles von sich strecken und baumeln lassen"? Geht nicht, ist uncool.......
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