02.10.2009, 09:08 Uhr | jlu
Osteoporose ist schwer zu erkennen. (Foto: imago)Etwa acht Millionen Deutsche leiden unter Osteoporose. Damit ist etwa jede dritte Frau und jeder fünfte Mann über 50 Jahren betroffen.Sind bestimmte Risikofaktoren gegeben, etwa die Einnahme von Cortison, können auch Jüngere erkranken. Dass man poröse Knochen hat, merkt man meistens erst, wenn es bereits zu Knochenbrüchen kommt. Um das zu vermeiden ist es wichtig, dass die Krankheit möglichst früh erkannt wird. Doch welche Faktoren begünstigen Osteoporose und welche Symptome gibt es? Mit dem Test der Internationalen Osteoporose Foundation können Sie herausfinden, wie hoch Ihr Risiko ist.
Test Osteoporose-Risiko für Frauen
Test Osteoporose-Risiko für Männer
Osteoporose entsteht aufgrund einer Störung im Knochenstoffwechsel. Dadurch geht überdurchschnittlich viel Knochensubstanz verloren, was die Struktur der Knochen beeinträchtigt. Die Folge: Die Knochen werden porös und instabil. Schon geringe Belastungen wie Bücken, Niesen, ein leichter Sturz oder das Anheben einer Einkaufstüte können deshalb zu Knochenbrüchen führen. Im Volksmund wird die Krankheit deswegen auch als Knochenschwund bezeichnet.
Bei den meisten Patienten hat Osteoporose keine direkten Ursachen. Das heißt, dass die Krankheit entweder eine Alterserscheinung ist, oder entsteht, wenn der Kalziumstoffwechsel aus dem Gleichgewicht gerät. Eine weitere Ursache ist ein veränderten Hormonhaushalt, zum Beispiel durch das Einsetzen der Wechseljahre. Bei manchen Betroffenen entsteht Osteoporose aufgrund bestimmter Risikofaktoren: So erhöhnen Untergewicht, Alkohol, Rauchen, Bewegungs- und Kalziummangel die Wahrscheinlichkeit zu erkranken. Auch Medikamente wie Cortison oder Schilddrüsenhormone zählen zu den Risikofaktoren. Außerdem können Diabetes, Rheuma, Laktoseintoleranz oder chronische Verdauungsstörungen zur Entstehung von Osteoporose beitragen.
Bevor die ersten Beschwerden auftreten, vergehen meist mehrere Jahre. Ein erstes Anzeichen für Osteoporose sind Rückenschmerzen, die plötzlich oder wiederholt auftreten. Ist die Krankheit bereits fortgeschritten, kommt es häufig zu Knochenbrüchen ohne erkennbaren Anlass. Diese Brüche treten oft an Wirbelkörpern, am Handgelenk oder Oberschenkelhals auf, und verursachen starken Schmerzen in Muskeln und Knochen. Weil die Knochendichte abnimmt, verändert sich zudem die Körperhaltung: Deshalb werden viele Patienten kleiner und entwickeln einen Rundrücken.
Um der Osteoporose vorzubeugen ist es wichtig, genug Kalzium zu sich zu nehmen. Für Erwachsene werden täglich etwa 1.000 Milligramm Kalzium empfohlen. Diese Menge erreicht man, wenn man zum Beispiel 150 Milliliter fettarme Milch, 150 Gramm Joghurt, zwei Scheiben Käse, 200 Gramm Brokkoli und einen halben Liter kalziumreiches Mineralwasser verzehrt. Wichtig ist zudem eine Vitamin D-reiche Ernährung. Diesen Nährstoff liefern beispielsweise fetter Fisch, Eigelb oder mit Vitamin D angereicherte Margarine. Ratsam ist es zudem, sich ausreichend zu bewegen. Ideal sind 30 Minuten Spazierengehen täglich.
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