11.11.2011, 09:52 Uhr | dpa-tmn
Osteoporose trifft jeden Dritten Menschen über 60 Jahre. Eine Methode, um Knochenschwund festzustellen, ist die Messung der Knochendichte (Osteodensitometrie). Ab wann und für wen ist sie sinnvoll? Stefan Sauerland, Ressortleiter am Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln, erklärt, wie man Osteoporose erkennt und wie die Knochendichte gemessen wird.
Die Knochendichtemessung per DXA (Dual-X-Ray-Absorptiometrie) ist eine Röntgenuntersuchung. Dabei wird ein Strahl durch den Knochen geschickt und gemessen, wie viel von der Strahlung auf der anderen Seite ankommt und wie viel absorbiert wurde. Meist wird am Schenkelhals oder der Wirbelsäule gemessen.
Das geht mittels Ultraschall oder mit Fragebögen. Auch so kann ein Osteoporose-Risiko eingeschätzt werden. Solche Methoden sind in der Genauigkeit aber lange nicht so gut wie die DXA.
Damit von Osteoporose betroffene Personen die richtige Therapie bekommen. Denn Medikamente gegen Knochenschwund sind nicht arm an Nebenwirkungen. Deshalb sollte besser eine Untersuchung gemacht werden, die jene Personen identifiziert, die eine solche Therapie wirklich benötigen.
Bisher werden Messungen von der Kasse bezahlt, wenn jemand einen verdächtigen Bruch hat. Also nicht eine Fraktur, die durch einen Autounfall oder einen Sturz im Treppenhaus verursacht wurde. Dann will man feststellen, ob Osteoporose vorliegt.
Es gibt Stellen des Körpers, wie den Oberschenkelhals und die Handgelenke, die klassischerweise betroffen sind. Auch Wirbelkörpereinbrüche sind oft osteoporotische Frakturen. Allgemein sind Brüche verdächtig, wenn sie ohne einen echten Unfall entstehen.
Es gibt Studien, in deren Rahmen die DXA-Untersuchung als Vorsorgeleistung angeboten wurde. Es ließ sich allerdings nicht nachweisen, dass dies zu einer Verminderung von Knochenbrüchen führt. Andere Studien zeigen, dass vor allem Frauen nach der Menopause von der Messung profitieren können. Denn wird eine Osteoporose erkannt, kann schneller mit der richtigen Therapie reagiert werden.
Es besteht die Möglichkeit, dass sich dies im nächsten Jahr ändert. Eine Sinnhaftigkeit der Maximalvariante, also dass die Osteodensitometrie allen Personen auf Kasse angeboten wird, konnten wir in unserem Bericht aber nicht belegen.
Es würde nur Sinn machen, eine Messung zu wiederholen, wenn man etwas an der Therapie ändert und diese Änderung einen Vorteil für die Patientin brächte. Solchen Studien gibt es aber nicht, deshalb lässt sich der Sinn nicht belegen.
Hier finden Sie den passenden Arzt in Ihrer Nähe und sehen, wie andere Patienten ihn bewertet haben. Arztsuche starten
Quelle: dpa-tmn
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ